John Lennox: „Die Medien wollen, dass wir uns alle zum Atheismus bekennen“
John Lennox: „Die Medien wollen, dass wir uns alle zum Atheismus bekennen“
Trotz jüngster Niederlagen im beruflichen Leben sagte Klaus Jost: "Ich habe viel Grund zu Dankbarkeit"
Trotz jüngster Niederlagen im beruflichen Leben sagte Klaus Jost: "Ich habe viel Grund zu Dankbarkeit"

Lennox: „Auch Atheisten glauben“

Jeder Mensch will etwas anbeten. Die Frage ist nur, was. Das hat der Mathematik-Professor John Lennox am Samstag in Hamburg erklärt. Sein Vortrag beendete den diesjährigen Kongress christlicher Führungskräfte.

Der in Oxford lehrende Lennox erklärte: „Man kann ohne absolute Werte nicht leben.“ Deshalb suchten auch Nichtchristen nach Dingen, die sie anbeten könnten. „Aber unser absoluter Wert ist Gott“, sagte Lennox zu den Zuhörern im Hamburger Kongresszentrum. „Den Glauben benutzen wir jeden Tag“, sagte er. Auch Atheisten glaubten, nämlich an die Nichtexistenz Gottes: „Sie sehen aber nicht ein, dass ihre Weltanschauung genauso ein Glaubenssystem ist.“

Christen fühlten sich in Zeiten eines wachsenden Atheismus zunehmend eingeschüchtert. „Glaube, das ist heute Privatsache und darf im öffentlichen Raum nicht erwähnt werden.“ Atheismus hingegen gelte nicht als Privatsache. Es koste etwas, heute offen über die eigenen christlichen Überzeugungen zu sprechen. „Die Medien wollen, dass wir uns alle zum Atheismus bekennen“, sagte Lennox. Christen rief er zum Bekenntnis auf: „Auf Gott vertrauen und das Gehirn benutzen – das ist christlich.“ Der Atheismus ist für ihn „ein Märchen für diejenigen, die vor dem Licht Angst haben“.

Jesus, der Mehrheitsgesellschafter

Der ehemalige Intersport-Chef Klaus Jost lobte christliche Werte. „Ich kennen niemanden, der etwas gegen die Zehn Gebote hat. Nur, sie zu halten, das fällt vielen schwer.“ Er fragte: „Was ist denn unsere größte Marke? Das Kreuz, die Bibel. Und unsere christlichen Werte sind unser Schutz.“ Erfolg sei nichts Schlechtes: „In der Bibel steht schließlich auch, wachset und mehret euch!“ Er könne aber süchtig machen. Deshalb seien Unternehmer gefordert, immer wieder Gott in den Mittelpunkt zu stellen. „Stellen Sie sich vor, Jesus wäre Ihr Mehrheitsgesellschafter in der Firma! Stellen Sie sich vor, er wäre der, der sagt, wo es lang geht!“

Immer wieder müssten Führungskräfte sich fragen, ob das, was sie tun, mit Gottes Werten im Einklang stehe. Die Frage „Was würde Jesus tun?“ habe ihn immer wieder inspiriert. So riet er den Zuhörern zu Ehrlichkeit und Nachhaltigkeit. Teamgeist sei eine der Voraussetzungen für gutes Unternehmertum. Dazu gehöre es, Aufgaben zu delegieren und die Mitarbeiter zugleich zu unterstützen. „Machen Sie sich nicht zu Knechten einer multimedialen Gesellschaft“, sagte er. Burn-out sei zwar eine Modekrankheit, aber real.

„Gott macht keine Fehler“

Er selbst habe nach seinem „Rausschmiss“ bei Intersport im vergangenen Jahr gelernt, mit Krisen umzugehen. „Ich bin Gottes Kind, von Jesus geliebt“, sagte er. Aus der Geschichte von Hiob habe er viel gelernt. Dieser sei am Ende nämlich über die Maßen belohnt worden. „Ich kann nicht alles verstehen, was Gott tut“, sagte Jost. Deshalb gebe er seine Sorgen und Ängste an Gott ab. „Er macht keine Fehler“, erklärte Jost. „Ich habe sehr viel Grund für Dankbarkeit“, fügte er hinzu.

Der dreitägige Kongress christlicher Führungskräfte endet am Samstag. Zu den prominentesten Rednern zählten neben Lennox und Jost auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière und Unionsfraktionschef Volker Kauder. Zum Kongress kommen alle zwei Jahre mehr als 3.000 Besucher aus ganz Deutschland. Der Kongress findet in diesem Jahr zum neunten Mal statt und wird von der Evangelischen Nachrichtenagentur idea organisiert. (pro)

Von: al

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