Polizisten als Friedensstifter
CPV-Präsident Felix Ceccato eröffnet die Jubiläumsfeier.
Jürg Wobmann spricht zum Thema "Herausforderungen der 'Polizei als Friedensstifter'"

Friedenstauben mit Polizeimützen

Die Polizei leistet als Friedensstifter einen wichtigen Beitrag zum Wohlergehen eines Landes. Das war der Tenor auf einer Jubiläumsfeier der Christlichen Polizeivereinigung (CPV) im schweizerischen Emmetten. Seit 30 Jahren organisieren sich in der Schweiz christliche Polizisten, um sich auszutauschen und um sich dabei zu unterstützen, ihren Glauben authentisch vorzuleben.

Der Garant für Wohlstand und Ordnung sei eine stabile politische Struktur, betonte Jürg Wobmann, Kommandant der Kantonspolizei Nidwalden. Dazu leiste die Polizei einen wichtigen Beitrag. Polizisten bräuchten dazu Selbstachtung, vollen Einsatz und Sendungsbewusstsein. Sie sollten sich so fühlen, als seien sie exakt für diese Aufgabe von Gott geschaffen.

Dialog statt Krieg

Daniel Fasnacht, Sektionschef Expertenpool für zivile Friedensförderung beim Eidgenössischen Departement für Auswärtige Angelegenheiten, erklärte bei einem Vortrag, man könne keinen Frieden schaffen, wenn man die zugrunde liegenden Konflikte nicht behandele. "Bevor Kriege ausbrechen, sollte man Dialoge organisieren und Treffen ermöglichen." Die Zivilbevölkerung müsse geschützt werden, das zeige das Beispiel Kosovo.

Die Christliche Polizeivereinigung (CPV) Schweiz feiert in diesem Jahr ihr 30. Jubiläum. Die CPV wolle sich auch weiter in Projekten für Frieden, Menschenrechte und Sicherheit einsetzen, erklärte Felix Ceccato, Präsident der CPV Schweiz, in Emmetten bei einer Jubiläumsfeier am Vierwaldstätter See. Die Feier stand unter dem Motto "Frieden stiften". Symbolisch dafür wählten die Schweizer Polizisten eine weiße Friedenstaube, die eine Polizeimütze auf dem Kopf hat.

"Man kommt leicht auf den Glauben zu sprechen"

Die christliche Gruppe sei theologisch bewusst breit aufgestellt. Zentrum der gläubigen Polizisten sei der gemeinsame Glaube an Jesus Christus und die Bibel als Glaubensgrundlage. "Wir engagieren uns als CPV in Projekten, die Frieden stiften, aber wir evangelisieren nicht", sagte Ceccato gegenüber pro. Es gebe aber immer auch Möglichkeiten, über den Glauben ins Gespräch zu kommen. Zum Beispiel, wenn man gemeinsam Streife fährt. "Viele Polizisten leiden unter der starken Belastung des Berufs, dem Leid, dem Stress und dem Schichtdienst. Gerade wenn man zu zweit stundenlang im Auto sitzt, kommt man leicht auf den Glauben zu sprechen. Wir erleben da eine große Offenheit."

Die Jubiläumsfeier in Emmetten ist bereits die zweite Feier dieses Jahr. Ende März hatte die CPV mit dem ersten Teil ihrer Feierlichkeiten in Winterthur begonnen. (pro)

Von: nf

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