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Jürgen Mette: Bei Hiob fast den Glauben verloren – und wiedergefunden

Jürgen Mette schreibt seit 2017 eine regelmäßige Kolumne bei PRO – von manchen geliebt, von anderen ignoriert oder kritisiert. Jetzt wird er 70 Jahre alt. Zeit für ein paar Rückfragen an den Jubilar.
Von Jonathan Steinert

Foto: PRO/Jürgen Mette

Jürgen Mette hat über Jahrzehnte evangelisiert und von Jesus gepredigt. Sein Buch über seine Parkinson-Erkrankung war ein Bestseller.

PRO: Lieber Jürgen, seit 2017 schreibst du für PRO die Kolumne „Von Heiligen und Scheinheiligen“. Eine Reihe der Texte habe ich redaktionell betreut. Eine der Kolumnen, die mich am meisten überrascht hat, ist die, in der du über Baukräne geschrieben hast. Woher kommt die Leidenschaft für großes technisches Gerät?

Jürgen Mette: Ich stamme aus einem Holzbauunternehmen. Während meiner Zimmererlehre mussten wir die schweren Pfetten und Sparren noch die Leiter hoch schleppen. Irgendwann haben wir bei der Montage von Holzleimbindern die ersten Auto-Kräne der Firma Liebherr eingesetzt. Auch große Landmaschinen faszinieren mich: So ein Fendt-Traktor mit 400 PS, das ist schon was.

Hast du deine Technik-Liebe mit deiner Berufung als Prediger verbinden können?

Ich war mit einer Gruppe von Theologen bei der Firma Claas zur Werksbesichtigung in Harsewinkel, dem Weltmarktführer von Mähdreschern. Als die Dame von der Rezeption fragte, wieviel Mähdrescher ich bereits bei Claas geeordert hätte, sagte ich: Keinen, aber wir Pastoren seien für Saat und Ernte zuständig.

Von meinem Faible für schweres Gerät habe ich einmal in einem Interview erzählt. Kurze Zeit später bekam ich eine Einladung von Bauern, und ich durfte so einen Traktor fahren. Das war ein gigantisches Erlebnis. In Herrenberg war ich zum Männerfrühstück eingeladen. Dort haben sie extra so eine Maschine vor das Haus gestellt. Wenn ich in Thüringen unterwegs bin und an diesen großen Feldern vorbeifahre, halte ich dann schon mal an und unterhalte mich mit den Traktorfahrern.

Jürgen Mette, geboren 1952, hat am Theologischen Seminar Tabor in Marburg sowie an der Trinity International University in Deerfield/Chicago evangelische Theologie studiert. Er war beruflich als Evangelist, Vortragsredner und Berater tätig. Von 1997 bis 2013 leitete er die christliche Stiftung Marburger Medien. Mette engagierte sich unter anderem im Vorstand von Willow Creek Deutschland, im Beirat des Kongresses christlicher Führungskräfte und ist Mitglied im Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz. 2009 erhielt Mette die Diagnose Parkinson. Sein Buch darüber, „Alles außer Mikado“, landete auf der Spiegel-Bestsellerliste. Seit Herbst 2017 schreibt Mette eine regelmäßige Kolumne bei PRO: „Von Heiligen und Scheinheiligen“.  Mette ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.

Du bist auch ein ausgesprochener Musikliebhaber …

Von frühester Kindheit an wurde in unserer Familie gesungen, meine Mutter hat Harmonium gespielt. Ich habe irgendwann ein paar Gitarrengriffe gelernt und habe die Bühnen großräumig eingenommen, die Gitarre geschnappt und die Leute begeistert. Die Musik ist eine Dienerin des Evangeliums. Ich konnte mit Musik Türen öffnen, durch die wir sonst nicht gekommen wären.

Wahrscheinlich war nicht jeder fromme Mensch von deiner Musik begeistert.

Manche ältere Leute haben gesagt, Rock und Pop ist Teufelsmusik. Damals gab es viel Angst vor Okkultismus in der Musik. In einem Diakonissenmutterhaus hat mich der leitende Pfarrer einbestellt und ich musste ihm erklären, warum ich mit einer Band arbeite. Er wollte es verbieten, für ihn war das Musik „von unten“. Da habe ich ihn gefragt: Welche Musik hören Sie denn gern? Er sagte: Marschmusik. Ich: Da sehen Sie, das ist für mich „Musik von unten“. Die Lieder, die wir in den Bands und Jugendchören gesungen haben, haben mich nach meiner Parkinson-Diagnose oft aufgebaut.

Welche zum Beispiel?

Von Manfred Siebald: „Wollte ich nicht für mein Leben gern die Quelle sein“. Das hat einen der besten Texte, die ich je gehört habe. Oder auch „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir“. Die Lieder haben mich in den quälendsten Stunden durchgetragen.

Hat sich dein Musikgeschmack verändert im Laufe der Zeit?

Der Rockmusik bin ich immer treu geblieben. Toto ist für mich das Größte nach wie vor. Heute liebe ich Musik von Johann Sebastian Bach. Und ich bin der A-Capella-Musik sehr verbunden. Die Formation Maybebop und die King’s Singers sind meine Favoriten.

Du hast die evangelikale Szene Zeit deines Lebens miterlebt und -gestaltet, 2019 hast du ein biografisches Buch über die Evangelikalen geschrieben. Wie haben sie sich verändert?

Der Ton in der Auseinandersetzung ist aggressiver geworden. Ich erlebe auf verschiedenen Seiten eine Verbissenheit, die mich traurig macht. Manchmal kann ich mich nur fremdschämen über meine eigenen frommen Geschwister. In einer Kolumne habe ich über Putins langen Tisch geschrieben, an dem er Kanzler Scholz empfangen hat. Und ich habe gedacht: Esst doch mal miteinander! Dann kann man vieles klären.

Das denke ich auch manchmal in unserer Szene. Ich habe mal einige Kritiker ins Steakhaus eingeladen, wir haben zusammen gegessen und am Ende waren wir uns in überraschend vielen Punkten einig. Zu dem Buch bekam ich auch kritische Rezensionen von Personen, die es gar nicht gelesen haben. Da bin ich sehr herausgefordert, nicht selbst polemisch zu werden.

„Es ist wichtiger, die Früchte des Geistes zu sehen, die sich bei einem Menschen zeigen, als seine Bekehrung.“

Jürgen Mette

Du hast einmal gesagt, dass es dein Wunsch ist, die Menschen zu einer Jesus-Ökumene zusammenzubringen. Was meinst du damit?

Ich habe in Südtirol viele Jahre mit Jugendgruppen, Bands und Chören in den katholischen Bergdörfern evangelisiert. Zuerst habe ich die Römisch-Katholischen Kollegen besucht. Er hat mir erst einmal einen Schnaps eingeschenkt: „Ich bin der Alois“ – „Und ich bin der Jürgen“. Tagsüber haben wir die Bauern besucht und abends war die Kirche voll.

Daraufhin habe ich mich mit Paul Michael Zulehner beschäftigt, einem katholischen Theologen aus Wien. Er hat mich sehr inspiriert, indem er sagte: Die Evangelikalen dürfen nicht erwarten, dass wir auf ihre Formen zugehen. Die Rituale, die die katholische Kirche heute praktiziert – Feuerwehrautos segnen und solche Dinge –, haben eine im Dorf belebende, integrierende Wirkung; wenn wir das lassen, verlieren wir die Jugend komplett.

Wie viele Menschen sind durch dich zum Glauben gekommen?

Ich zähle keine Bekehrungen. Bekehrungen zu zählen ist die Idee amerikanischer Evangelisten. Sie wollten wissen, wer der größte von ihnen ist. Auch hierzulande wurde das gemacht und die Zahlen veröffentlicht. Die Bekehrung eines Menschen ist aber ein geistliches Ding. Eine Qualität, die ich nicht zahlenmäßig erfassen kann.

Aber auch christliche Werke müssen auf die Zahlen schauen: Wie viele Menschen erreichen sie, wie viele Spenden, wie viel Geld haben sie zur Verfügung.

Intern haben wir die Zahlen bei der Stiftung Marburger Medien sehr ernst genommen. Wir haben die Kennzahlen jedes Jahr geprüft, uns Ziele gesetzt, wie viele Menschen wir erreichen wollen. Aber für die öffentliche Kommunikation kann ich nicht geistliche, unfassbare, mysteriöse Vorgänge, die sich in einer Bekehrung vollziehen, mit einem Zahlenwert demonstrieren. Da sage ich: Das ist alles Gottes Werk. Es ist wichtiger, die Früchte des Geistes zu sehen, die sich bei einem Menschen zeigen, als seine Bekehrung.

Über welche Themen sind Menschen für den Glauben ansprechbar?

Die Ansprechbarkeit der Menschen hat mit Fragen zu tun, die wir noch nicht beantwortet haben. Die A-Capella-Gruppe Maybebop hat ein Lied gemacht mit Fragen, an denen wir anknüpfen können.

Ein Beispiel: Durch meine Einschränkung und das Buch darüber komme ich jetzt mit Menschen und ihren Fragen zusammen, denen ich sonst wahrscheinlich nie begegnet wäre. Es gibt in Marburg einen bekannten Philosophen, einen Humanisten und Religionskritiker schlechthin, Dr. Karl Joachim Kahl. Er hat das Buch „Das Elend des Christentums“ geschrieben. Wer das liest und dann noch an Jesus glaubt, hat die Meisterprüfung des Lebens bestanden. Dieser Mann ist ein Freund geworden, wir haben eine vertrauensvolle Beziehung.

Ich muss Freunde nicht von meinem Glauben überzeugen. Ich darf Jesus bezeugen in ihrer Gegenwart. Ihren Fragen möchte ich mich stellen. Das ist jenseits aller Klischeevorstellungen von einer Evangelisation. Das sind die langen Wege des Vertrauens, die man einüben muss. Liebe, Verständnis, Fürsorge. Dabei lerne ich viel von der Art und Weise, wie man miteinander mit Respekt umgehen kann. Diese Verbohrtheit, die ich bei manchen Christen erlebe, lassen kein Vertrauen gedeihen.

Was können Gemeinden davon lernen, wenn sie evangelisieren wollen?

Wenn eine Gemeinde sich plötzlich entschließt, zu evangelisieren, hat sie schon am Ziel vorbei gelebt. Es geht doch grundsätzlich darum, davon zu erzählen, was wir mit Jesus und seiner Kraft erlebt haben. Wenn ich authentisch von meiner Situation berichte, sind die Türen weit auf, die Menschen hören zu.

Hat sich dein Blick auf den Glauben durch die Krankheit verändert?

Ja. In meinem Buch „Alles außer Mikado“ schreibe ich, dass sich das Buch Hiob mir dann erst erschlossen hat, als ich es als Parabel, als Gleichnis gelesen habe. Manche haben mir das als Bibelkritik ausgelegt. Ich habe im Hiob-Buch fast meinen Glauben verloren. Das Ende der Geschichte ist eine Provokation für mich gewesen. Ich kenne so viele, die nichts wiederbekommen haben, die einfach nur dahingestorben sind. Da war gar nichts mehr.

Was habe ich neulich mit einem Freund gelitten, als sein zweijähriges Enkelkind überfahren wurde! Gott hat gesagt: Ich will meinen Engeln befehlen, dass sie über dir wachen. Hatten sie in dem Moment gerade Chorprobe fürs Weihnachtsoratorium oder wo waren die Engel? Ich will mich nicht dafür schämen oder es als Sünde betrachten, diesen Zweifel herauszulassen und zu beschreiben.

Wie hast du den Glauben wiedergefunden?

Dieser Hiob kann in der tiefsten Stunde der Verzweiflung sagen: Ich weiß, dass mein Erlöser lebt. Bevor irgendein Prophet etwas von einem Erlöser sagt, lesen wir das bei Hiob. Das sprengt für mich alle Blockaden auseinander, das gibt eine freie Sicht zum Himmel und zu Gott, dem Vater. Wenn ich den „Messias“ von Händel höre und diese Arie „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“, dann packt es mich jedes Mal wieder neu, es zieht mich geradezu dorthin. Die ganze Hiob-Geschichte ist auf dieses eine Zitat ausgerichtet. Daran kann ich mich täglich aufbauen.

Du haderst nicht mehr mit deiner Diagnose?

Früher habe ich mich sehr stark über meine Sprache definiert, über die Rhetorik. Viele haben mir gesagt, ich spräche gut, man verstehe jedes Wort. Ich war gern auf der Bühne. Dass mir diese Möglichkeit genommen wird, ist ein sehr schwerer Abschied. Aber ich muss diese Bedingungen annehmen, wie sie sind. Ich möchte Dankbarkeit zum Lebensprinzip erheben, auch wenn mein körperlicher Zerfall unaufhaltsam ist. Ich sage dem Typen Parkinson: Du Schurke, du kannst nichts ändern an meiner Lebensqualität.

Du hast einmal gesagt, dass du nicht die Frage nach dem Warum des Leides beantworten musst. Auch in einer Kolumne hast du geschrieben: Wo ist Gott? – Ich weiß es nicht. Warum kannst du damit leben, diese Frage offen zu lassen?

Die Theodizeefrage ist und bleibt die offene Wunde, die ungesicherte Hintertür, durch die der Atheismus in mein Leben einzieht. Jeden Tag stellt der Schurke die Frage: Wo ist dein Gott? An manchen Tagen muss ich ihm sagen: Ich weiß nicht, wo er ist. Ich weiß nur, dass Jesus gesagt hat: Wer mich sieht, der sieht den Vater. Der Vater selbst ist ein ständig sich verbergender Gott. Selbst Mose durfte ihn nur von hinten sehen.

Was ist das für ein Gott, der sich so entzieht? Aber dann auf einmal bricht er herein in die dunkle Zeit, als Schweigen im Lande war, keine Propheten mehr von Gott sprachen – und offenbart sich in seinem Sohn Jesus. Das sprengt für mich alle Vorstellung, die man über diesen verborgenen Gott haben kann. Das ist für mich die Motivation, überhaupt evangelistisch zu denken und zu predigen.

„Jeden Tag stellt der Schurke die Frage: Wo ist dein Gott? An manchen Tagen muss ich ihm sagen: Ich weiß nicht, wo er ist. Ich weiß nur, dass Jesus gesagt hat: Wer mich sieht, der sieht den Vater.“

Jürgen Mette

Wir leben derzeit in einer sehr spannenden und angespannten Zeit. Manche sehen den Zeiger der Weltenuhr seit Jahren auf kurz vor zwölf. Du hast dich aber vor Endzeit-Stimmung immer gewehrt. Warum?

Viele Christen mühen sich, eine Endzeit zu konstruieren oder nachzuweisen, dass alles erfüllt ist, wenn es immer schlimmer wird. Theologisch definiert ist Endzeit seit der Himmelfahrt Jesu. Er entzieht sich seiner Gemeinde bis auf einen Tag X. Das gilt es durchzuhalten, da müssen wir unsere Aufgaben erledigen und nicht ständig die Zeit beklagen, in der wir leben. Es ist trotzdem eine gute Zeit. Das Feld ist zur Saat bereit, wir können als Christen so viel Gutes tun momentan. Worauf warten wir?

Was hast du an deinem Geburtstag vor?

An meinem 70. Geburtstag ist die Kantate von Johann Sebastian Bach BWV 70 angesagt, „Wachet! Betet!“. Sagenhaft! Die werde ich, wenn wir abends mit der Familie feiern, in den Mittelpunkt stellen als Meditation. Wachen, beten – was bedeutet das in Zeiten des Krieges und der Versorgungsengpässe, die womöglich auf uns zukommen? Darin finde ich eine tiefe Gelassenheit und einen großen Trost.

Denkst du über den Tod nach?

Auf keinen Fall werde ich einen Spruch abgeben, der sich publizieren lässt als eines von letzten Worten großer Männer. Ich habe keine Angst vor dem Tod, aber vor dem Prozess dahin. Das hat wahrscheinlich jeder Mensch. Aber ich habe so viel Gutes empfangen in meinem Leben, dass ich sagen kann, ich trete, wann auch immer, gelassen ab und dankbar. „Da kommt ein armer Sünder her, der gern ums Lösgeld selig wär“, dieses alte Lied spiegelt das wider, was ich einmal sein will. Und mit 70 kann ich sagen, ich hab das biblische Alter erreicht. Das Leben währt 70 Jahre, der Rest ist Zugabe.

Vielen Dank für das Gespräch!

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9 Antworten

  1. Vielen Dank für die tiefen Gedanken und weisen Worte, Herr Mette!
    Ihre Lebens- und Glaubenserfahrungen habe mir schon öfter in schwierigen Zeiten geholfen.

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  2. Wie schon vorher mal gesagt:
    Der Beitrag von Jürgen Mette war für mich immer der Beste!
    Schade, wenn er dann nicht mehr zu lesen ist.
    Ich wünsche ihm weiterhin Gottes Segen.
    Renate

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  3. Ich kannte Sie bislang nicht. Ihre Gedanken und ihre Ausdrucksweise erzeugen in mir Respekt, viel Verständnis und Impulse! Danke dafür! Ihre Art, Themen anzusprechen und Ansichten zu vertreten, ohne zu verletzen, spricht mich sehr an. Auch das „fragende Lied“ ist ganz besonders und berührt mich. Gott segne Sie und die Menschen, die Ihre Wege kreuzen. Mögen Sie den „uralten“ Liedtext ihres Lied-Zitats an der Himmelstüre zuversichtlich sprechen und staunen, wenn Sie ihren/unseren Erlöser sehen! Liebe Grüße!

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  4. Ich habe Sie als jungen Mann kennengelernt, während unsere Familie von 78- 83 in der Dannstadter Landeskirlichen Gemeinschaft war, wo sie auch ab und zu predigten. Schon damals mochten wir Sie. Und ich schätze Ihre jetzigen Beiträge sehr.

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  5. Lieber Jürgen Mette!
    Ich kann und will Ihnen einfach nur Danke sagen. Danke für Ihre Gedanken, die ich mal auf einem Männerfrühstück in Hessen gehört habe. Danke für Ihr Buch über die Evangelikalen, dem ich nur voll und ganz zustimmen kann. Und vielen herzlichen Dank für die Mühe, die Sie sich immer mit dieser Kolumne gegeben haben. Diese Kolumne war für mich immer ein Höhepunkt in ProKompakt. Und ich danke Ihnen für Ihre Gedanken in diesem Interview. Vor allem Ihre Gedanken über das Ende des Lebens, die Angst vor dem Sterbeprozess aber die große Hoffnung im Blick auf Hiob 19:25 und vor allem die große Dankbarkeit im Rückblick auf mein Leben kann ich voll und ganz nachvollziehen. DANKE!!!! Danke, dass ich so viel von Ihnen lernen durfte. Bleiben Sie behütet!!!
    Mit lieben Grüßen
    Harald Knörzer

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  6. Auch ich schließe mich dem Dank an. Und ich möchte Sie ermutigen den Gedankenschritt, den Sie angefangen haben weiterzugehen. Wenn Jesus sagt: “Wer mich sieht, der sieht den Vater”, dann sehen wir IHN doch grade in den Not-Zeiten nach Matthäus 25 eindeutig. Er ist bei den Geringsten. Dort finden wir IHN. Und wenn wir an der Seite der Geringsten stehen, dann finden wir IHN. Das ist meine Erfahrung, weshalb für mich unser christlicher Glaube nichts mit “Glauben”, sondern mit Erfahrung zu tun hat. Es ist schon ein wenig dialektisch, dass Gott gerade dort ist, wo nach IHM gefragt wird: Bei dem Vater, von dem Sie berichteten. Denn Gott schützt nicht vor, sondern im Leid und führt hindurch. Dabei wartet und antwortet Gott auf aufrichtige Gebete und verantwortliche Taten – an SEINER Seite. Wir wissen wo ER zu finden ist. Es gilt darauf zu vertrauen, um es dann auch erfahren zu können. Bleiben Sie behütet.

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  7. Ihnen alles Gute auf ihrem weiteren Lebensweg. Die Erfahrung von Gottes Hilfe und Nähe, gerade bei abnehmender Vitalität. Vor allem immer genügend Feuerholz für den Kamin. 🙂 Mein Wunsch, dass sie in fünf Jahren noch einmal eine Kolumne hier schreiben. Thema: Wie sich unser Land in den letzten fünf Jahren verändert hat. Alles Gute !

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    1. Lieber Jürgen,
      Auch im Nachhinein: Gottes reichen Segen zu Deinem Siebzigsten. Das Interview hat mich angesprochen. Die Hiob-Geschichte ist für mich auch immer wieder eine Herausforderung. Auf die Theodizee-Frage gibt es keine Antwort, aber sie verliert an Bedeutung mit dem wunderbaren Bekenntnis des geschundenen Hiob: “Ich weiss, dass mein Erlöser lebt!” Das ist ein echter Seelen-Anker. Ich erinnere mich immer noch gerne an unsere Israel-Reise vor vielen, vielen Jahren. Sei herzlich gegrüsst und bleib bewahrt. Schalom!

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