Der Evangelische Kirchentag in Dresden neigt sich dem Ende zu. Am letzten Nachmittag der Großveranstaltung erklärte die Kirchentagspräsidentin Katrin Göring-Eckardt, Spiritualität und Politik seien in diesem Jahr die Schwergewichte des Protestantentreffens gewesen. Der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider gab Auskunft über die Schwierigkeiten im Dialog mit dem Islam – und die wohl bunteste Promi-Besucherin des Kirchentags meldete sich laut wie eh
Nach dem Bundespräsidenten hat auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Evangelischen Kirchentag in Dresden besucht. In einem Forum über eine neue Weltordnung wandte sie sich entschieden gegen die Diskriminierung von Christen in aller Welt.
Es hätte ein interessanter Abend werden können. Am Freitag ist "Spiegel"-Autor und Katholik Matthias Matussek am Rande des Kirchentages in der "religionsfreien Zone" aufgetreten. Mit Atheisten wollte er über Gott und die Welt diskutieren. Dialogbereitschaft suchte man aber auf beiden Seiten vergebens.
Die Wissenschaftlerin und Buchautorin Marcia Pally hat Christen zu mehr politischem Engagement aufgefordert. Pally hielt am Samstag beim Evangelischen Kirchentag in Dresden eine Bibelarbeit. Für Schlagzeilen sorgte die Professorin zuletzt mit ihrem Buch "Die neuen Evangelikalen", in dem sie auf das vielfältige wohltätige Engagement von Christen in den USA hinweist.
Zwischen Liebe und Verachtung liegt oft ein schmaler Grat. Margot Käßmann ist derzeit die große Hassliebe der Medien. Sie ist der Star des Evangelischen Kirchentages, niemand hat so viele Auftritte wie sie, niemand bekommt mehr Presse – und wohl auch niemand mehr Kritik. Am Freitag saß sie auf dem "Roten Sofa" des Presseverbandes der EKD.
Für die Journalistin Oda Lambrecht sind alle Evanglikalen Fundamentalisten. Der Vorsitzende des evangelikalen Dachverbandes "Deutsche Evangelische Allianz", Jürgen Werth, sieht es gerne, wenn Christen in seinem Netzwerk schlicht "intensiv evangelisch" genannt werden. Auf dem Kirchentag in Dresden debattierten beide über den Unterschied zwischen Evangelikalen und Landeskirchlern. Im Mittelpunkt stand wie so oft die Frage nach der Bewertung von Homosexualität.
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