Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, hat beim traditionellen Johannisempfang in Berlin Kritik am Beschneidungsurteil des Kölner Landgerichts geübt. Vor Prominenten aus Politik und Gesellschaft erklärte er außerdem, er sehe eine "Atmosphäre des Bloßstellens, des Niedermachens, des Draufschlagens" in der modernen Medienwelt.
Anfang des Jahres ist in Deutschland ein neuer Streit um Babyklappen und anonyme Geburten entbrannt. Meinungsforscher wollen nun herausgefunden haben: Für viele Frauen war gerade die umstrittene Geheimhaltung ihrer Identität eine Chance, ihr Kind am Ende doch zu behalten.
Ärzte, die Jungen aus religiösen Gründen beschneiden, machen sich strafbar. Das hat das Landgericht Köln entschieden. Betroffen sind davon vor allem Juden und Muslime. Die Kritiker des Urteils sind zahlreich. Die "Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen" sieht darin eine Diskriminierung religiöser Minderheiten.
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