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„Christen sollen Olympische Spiele boykottieren“

Kürzlich hat das christliche Hilfswerk Open Doors den Weltverfolgungsindex vorgestellt. China landete dort auf dem 17. Platz. Grund genug für den Chef von Open Doors USA, David Curry, zum Boykott der Olympischen Winterspiele in Peking aufzurufen.
Von Johannes Blöcher-Weil
Ein Wintersportler, der Skiakrobatik betreibt
Bald wird bei den Olympischen Winterspielen wieder um Medaillen gekämpft (Symbolbild). Der Leiter des christlichen Hilfswerks Open Doors, David Curry, sieht das Großereignis kritisch.

Der USA-Chef des amerikanischen Hilfswerks Open Doors, David Curry, hat Christen dazu aufgerufen, die Olympischen Winterspiele in China zu boykottieren. Das sagte er auf einer Pressekonferenz am Mittwoch. Die Winterspiele seien ein Beispiel dafür, wie China den Sport nutzt, um seine Menschenrechtsverletzungen zu beschönigen.

Neben der Christenverfolgung verwies er auch auf den Umgang des Regimes mit den muslimischen Uiguren. Curry lobte zwar den diplomatischen Boykott der amerikanischen Regierung, betonte aber, dass jeder Christ noch einen Schritt weiter gehen müsse. Deswegen rufe Open Doors USA alle Christen im Land auf, „sich dem Boykott der Olympischen Spiele im Namen unserer verfolgten Brüder und Schwestern in China anzuschließen“. Konkret bedeute das, das Sportereignis nicht im Fernsehen zu verfolgen.

Auch die Fox News-Moderatorin Laura Ingraham ruft wegen der Menschenrechtsverletzungen in dem asiatischen Land zu einem Boykott der Winterspiele auf. Sie hat die Kampagne #NotOneMinute ins Leben gerufen. Dabei appelliert sie an ihre Zuschauer, „keine einzige Minute“ der diesjährigen Olympischen Spiel zuschauen. Außerdem fordert sie einen Boykott von Unternehmen, die als Sponsor bei dem Großereignis auftreten, darunter Airbnb, Coca-Cola, Samsung und Toyota.

Im Interview mit PRO erklärte der deutsche Chef von Open Doors, Markus Rode, dass die Weltöffentlichkeit die Olympischen Spiele nutzen müsse, um das Thema Religionsfreiheit und Menschenrechte in China anzusprechen. Zudem würde diese Öffentlichkeit den Christen vor Ort helfen und sie ermutigen. Die Botschaft sei: „Wir haben euch nicht vergessen.“ Laut Rode geschehe dies aktuell aber „bei weitem nicht“. Das sei eine Ermutigung für China. „Sie merken, dass die sogenannten christlich orientierten Staaten sich für das Thema Christenverfolgung gar nicht so sehr interessieren.“

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10 Antworten

  1. Ach so, und wo fängt man dann da an und wo hört man da auf? Was ist mit den USA, die durch den arabischen Frühling zu der Vertreibung von Hundertausender arabischen Christen geführt hat, die durch das Absetzen des Schahs viele Krisen bis heute ausgelöst haben. Wir können über die Rolle Frankreichs in Mali reden und auch über die wahren Hintermänner des unsäglichen Krieges zwischen Saudi-Arabien und Jemen bis hin zu den deutschen Waffenlieferungen an alle möglichen moralisch zwielichtigen Staaten. Moral ist nicht teilbar und deshalb ist es nicht akzeptabel, dass nun auch noch über christliche Institutionen politische Stimmung gemacht werden soll. Das einzige positive ist die Reaktion des sehr begonnenen Herrn Rode, aber so kennt man ihn ja!!!!

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  2. Hallo aus Nachbrland,
    Also, unserem Kirche hat schon 2008 eine Gebetsthemen mithilfe von u. A. ersten Hand berichten zusammengestellt. Diesen Schritt empfehle ich als den Ersten. Dass die China gar nix von Europa halt, das sieht man ja in den cn-Nachrichten: quasi ‘nach den Begegnung mit EU haben wir das high-tech fur erneuerbare Quelle errungen’. – Menschenrechte, die dabei angesprochen wurden sind nachwievor (leider) kein Thema.
    Doch Wir sind berufen zu beten: Gottes Wille geschehe “hos en urano kai epi ges”, dass alle Menschen den Weg des Lebens finden und Frieden geniesen.

    Dann konnen schauen, was wir tun konnen. z. B. bei den Erzeugnissen die Textil- und Fair Trade Zertificate suchen (die mit unabhangige Audit haben). Das kann schon etwas konkretes leisten. So hat z. B. Nike ihren Heimatmarkt in Herkunftsland China verloren, weil er eine Fair-Wolle benutzen wollte und nicht die aus Sin-ťiang (https://t.co/lkJrpFf5gK). Flammende Schuhen und Einschrankung auf E-shop (in CN) war dann die Antwort. Also ich wurde mich als Klient eher positiv bewegen, wofur ich eintrete.

    Lieber Matze, Konflikte konnen großem Potential bewahren, wenn sie nicht auf der Oberflache bleiben. (Zeitzeichen) Das sagte eine Frau (Petra Bahr). Dubwillst keine Schande unserem Geschlecht machen, oder?

    Sehr interessant hingegen sind zum Beispiel Artikel in “China und die Olympiade” Von China InfoStelle. Sehr empfehlenswert, bevor man zu eigener Antwort (das Tun des Gerechten) kommt.

    Liebe Grüße nach Deutschland! <3

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  3. P. S. Korrektur: Also, die Nike und andere wurden auch auf den grosten e-shops des cn-landes gestrichen.

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  4. Es wird genauso, wie es
    Jesus seinen Jüngern sagte: Sehet zu das euch nicht jemand verführe! Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: “Ich bin Christus!” und werden viele verführen. Wenn ihr aber hören werdet von Kriegen und Kriegsgeschrei, so fürchtet euch nicht. Denn es muss also geschehen; aber das Ende ist noch nicht da. Es wird sich ein Volk wider das andere empören und ein Königreich wider das andere, und werden Erdbeben geschehen hin und wieder, und wird teure Zeit und Schrecken sein. Das ist der Not Anfang. Ihr aber, sehet euch vor! Denn sie werden euch überantworten vor die Rathäuser und Schulen; und ihr müsst gestäupt werden, und vor Fürsten und Könige geführt werden um meinetwillen, zu einem Zeugnis über sie. (Markus 13)

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  5. Kein Mensch, der Gutes bewirken will, kann sich gemein machen mit Aktivitäten, die Unrecht unterstützen, verharmlosen oder relativieren.
    “Zieht nicht unter fremdem Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat Gerechtigkeit zu schaffen mit Gesetzlosigkeit?
    Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis?
    Wie stimmt Christus überein mit Belial?
    Oder was für ein Teil hat der Gläubige mit dem Ungläubigen?
    Was hat der Tempel Gottes gemein mit den Götzen?
    Wir aber sind der Tempel des lebendigen Gottes;
    wie denn Gott spricht (3. Mose 26,11-12; Hesekiel 37,27): »Ich will unter ihnen wohnen und wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.«
    Darum »geht weg von ihnen und sondert euch ab«, spricht der Herr; »und rührt nichts Unreines an, so will ich euch annehmen
    und euer Vater sein und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein«, spricht der allmächtige Herr (Jesaja 52,11; Hesekiel 20,41; 2. Samuel 7,14).”

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    1. Wenn man das aber wirklich Ernst nimmt wie in den einleitenden Sätzen dargestellt müssen die meisten von uns kündigen. Wir können es in einer gefallenen Welt nicht verhindern uns irgendeiner Form schuldig zu machen.

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      1. Hallo aus Tschechien,
        Also, soweit die Heiligkeit durch pharisaischecAbspalten erreicht werden soll, ware es scheinheilig.
        Aber wenn Gott unser Gemüt umgürtet und Losbindet zur unverfälschten Bruderliebe, ist schon eine Hoffnung da.
        Leider haben nur wenige hier in Sinn etwas Positives wenigstens zum Gerechten Lohn den Landwirten und ordinären Menschen (sei es in CN, sei es wo anders) zu unternehmen. Spricht da eine scheinheilige Angst – Aber Angst gibt es nicht in der Liebe – oder durch lockdown erwachte Passivität? Aber wir durfen und konnen ja schon in taglichen umgang mit dem Nächsten und seiner Ware schon ein Stück Überwinder werden. Oder haben wir die erste Liebe verloren? Lassen sich die Deutschen so einfach verklemmen!? Als ob Der, der in uns ist, nicht größer würde…

        “Heiligkeit ist kein scharfes Hugel, das Klein und Unsicher ist, sondern Breite Ebene!” (Oswald Chambers, täglichen Andachten)

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  6. Eine Staatsführung wie die chinesische , die sogar den Druck der Bibel kontrolliert und schon vor 5 Jahren das I. Gebot aus allen in den Kirchen aufgehängten Gebotstafel streichen ließ, kann auch nicht wirklich die 5 olympischen Ringe für freie unabhängige Spiele vertreten, außer durch eine monumentale Sportschau, bei der nicht auf die freie Sportausübung geblickt werden soll , sondern wahrscheinlich nur , um überwiegend die Grandiosigkeit des eigenen Landes zu Demonstrieren !

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  7. Das Gewäsch von einer führenden Lügnerin wie Ingraham zu verlinken ist – gelinde gesagt – eine Frechheit. Es geht ihr allein darum, Dr. Fauci zu verunglimpfen, und Stimmung gegen die Sponsoren der Olympischen Spiele zu machen, die sich gegen Versuche der Republikaner stellen, Menschen vom Wählen abzuhalten.

    Fox “News” und Menschenrechte? Da lachen ja die Hühner.

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  8. Könnten wir es verantworten bei Olympischen Spielen in unserem Land teilzunehmen, wo jedes Jahr Hunderttausende im Mutterleib ermordet werden, wo ca.12 Millionen Menschen unter fadenscheinigen Gründen, oder besser gesagt Lügen, vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen werden. Wo zur Zeit wieder ungeniert Kriegspropaganda getrieben wird. Die ganze Diskussion ist sowas von scheinheilig.

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