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Vielfältiger, gläubiger Schauspieler: Tom Hanks wird 65

So gut wieder jeder kennt ihn: Der zweifache Oscar-Preisträger Tom Hanks trat in unzähligen Rollen in einigen der erfolgreichsten Filmen Hollywoods auf. Der ordinierte Pastor, der in Amerika immerhin Paare trauen darf, griff in seinen Filmen zuletzt auch thematisch den christlichen Glauben auf. Am Freitag wird Tom Hanks 65.
Von Jörn Schumacher
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Viele tiefgründige Rollen übernahm der Hollywood-Schauspieler Tom Hanks, zuletzt ging es in seinen Filmen auch um den Glauben. Am Freitag wird er 65.

Tom Hanks wurde 9. Juli 1956 als Tom Jeffrey Hanks im in Concord in Kalifornien geboren. Da seine Eltern sich früh trennten, wuchs er bei seinem Vater und wechselnden Stiefmüttern auf. Hanks war Hauptdarsteller in zahlreichen Hollywood-Filmen, darunter „Forrest Gump“, „Philadelphia“ und „Cast Away – Verschollen“. Der vielfältige Schauspieler, der von sich selbst sagt, besonders an neuen Herausforderungen interessiert zu sein, hat sich früh erfolgreich gegen sein Image als der nette Kerl von nebenan gewehrt. Heute ist Tom Hanks der weltweit finanziell erfolgreichste Schauspieler; seine Filme haben über acht Milliarden US Dollar eingespielt.

Hanks heiratete früh und wurde mit 21 Jahren zum ersten Mal Vater. Seit 1988 ist er in zweiter Ehe mit der Schauspielerin und Produzentin Rita Wilson verheiratet, mit der er zwei Kinder hat. Seine Frau hat griechische Vorfahren und ist griechisch-orthodoxen Glaubens. Diesen Glauben übernahm ihr Ehemann. Vor einigen Jahren machte ein Video im Internet die Runde, auf dem Hanks preisgab, sogar ordinierter Pastor zu sein. Ein Brautpaar traf den Schauspieler im Oktober 2016 im Central Park in New York, als sie Hochzeitsfotos machten. Hanks, der vorbeijoggte, stoppte und scherzte: Er könne die beiden trauen, falls der Pastor nicht kommen sollte. Der Hollywood-Star machte ein Online-Seminar der „Universal Life Church“ mit und wurde angeblich als Pastor ordiniert, um Trauungen durchzuführen. Diese amerikanische „Internetkirche“ vergibt allerdings keine echten Pastoren-Titel, sondern gründet auf der Ansicht des Gründers, jedes Gemeindemitglied sollte eigentlich Pastor sein. Der zweifache Oscar-Gewinner ist katholisch aufgewachsen, machte Erfahrungen bei den Mormonen und konvertierte zur griechisch-orthodoxen Kirche.

Hanks äußerte sich gelegentlich öffentlich zu seinem Glauben an Gott. „Gott ist geheimnisvoll, aber Gott ist jeden Tag am Werk“, sagte er einmal auf die Frage, was Gott seiner Frau und ihm bedeute. „Ich wäre dumm, wenn ich nicht an Gott glaubte“, soll Hanks laut der Internetplattform qpolitical.com einmal gesagt haben. „Ich denke, dass die Gnade Gottes nicht nur in den Augen der Gläubigen liegt, sondern auch in deren Händen“, wird er auf dem Portal life.de zitiert.

Betender Kapitän und „Mr. Rogers“

Hanks beeindruckte 1993 in seiner Rolle eines HIV-infizierten schwulen Anwalts in „Philadelphia“ und bekam dafür einen Oscar. Im Folgejahr erhielt er für seine Rolle in Robert Zemeckis „Forrest Gump“ erneut einen Oscar. Zusätzlich war der Schauspieler viermal für den Oscar nominiert. Den Film „Cast Away – Verschollen“ (2000) verbinden ebenfalls viele Menschen mit dem Schauspieler, der hier einen Mann spielte, der auf einer einsamen Insel strandete und sich irgendwann mit einem Ball unterhält. In „Road to Perdition“ (2002) spielte Hanks ein Mafia-Mitglied. Öfter führten ihn die Dreharbeiten auch nach Deutschland, etwa für den Film „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ von Steven Spielberg aus dem Jahr 2015. Bereits mit 45 Jahren wurde Hanks vom „American Film Institute“ für sein Lebenswerk geehrt.

Vor allem ein christliches Publikum faszinierte Hanks mit seiner Darstellung des amerikanischen Fernsehmoderators und Pastors Fred Rogers. Der gläubige „Mr. Rogers“ war bekannt für seine einfühlsame Art und für seine schlichte Botschaft der Liebe. Hanks stellte den gläubigen Fernsehmann authentisch dar und vermittelte mit dem Film „Der wunderbare Mr. Rogers“ eine tiefgründige christliche Botschaft. Im Dezember 2020 kam er auf DVD heraus.

Außerdem schlüpfte Hanks im Film „Greyhound“ im vergangenen Jahr in die Rolle des tiefgläubigen Kapitäns eines Kriegsschiffes, das während des Zweiten Weltkrieges im Nordatlantik eine Mission durchführte. Der Glaube des Armeeangehörigen wird nicht ausgelassen, Hanks war es Medienberichten zufolge wichtig, einen gläubigen Menschen darzustellen.

Seit Februar ist auf Netflix die Produktion „Neues aus der Welt“ zu sehen, die kurz nach dem amerikanischen Bürgerkrieg spielt. Hanks neuester Film heißt „Finch“, der bei Apple+ laufen soll. Er spielt darin den letzten Menschen auf der Erde. Die Hauptfigur bastelt sich einen Roboter, um weniger einsam zu sein.

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Eine Antwort

  1. Vielleicht sollte man mal in Wikipedia nachschauen, was für eine “Kirche” die “Universal Life Church” ist :-). Lange konnte man dort per Brief, später online, ohne Prüfung Pastor werden …

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