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Tom Hanks als betender Kapitän

Ein Kriegsfilm mit Oscar-Preisträger Tom Hanks in der Hauptrolle ist beim Streaming-Dienst Apple TV+ zu sehen. Der Film handelt von einem gläubigen Kapitän eines Kriegsschiffes, das während des Zweiten Weltkrieges im Nordatlantik eine Mission durchführt. Auch wenn der Glaube nur gestreift wird, so war es Drehbuchautor Hanks wichtig, einen gläubigen Menschen darzustellen. Eine Rezension von Jörn Schumacher
Von PRO
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Oscar-Preisträger Tom Hanks spielt im Film „Greyhound“, der beim Streamingdienst Apple TV+ zu sehen ist, den gläubigen Kapitän eines amerikanischen Kriegsschiffes im Zweiten Weltkrieg

Foto: Apple TV+

Oscar-Preisträger Tom Hanks spielt im Film „Greyhound“, der beim Streamingdienst Apple TV+ zu sehen ist, den gläubigen Kapitän eines amerikanischen Kriegsschiffes im Zweiten Weltkrieg

„Greyhound: Schlacht im Atlantik“ basiert auf dem Roman „The Good Shepherd“ von C.S. Forester, und der Streamingdienst Apple TV+ sicherte sich die Rechte. Nun können sich Abonnenten des Dienstes den Film online ansehen – nachdem sie sich durch die umständliche Anmeldeprozedur und mehrere Sicherheitsabfragen gearbeitet haben, und selbst dann ist nicht immer alles so leicht zu bedienen wie bei anderen Streamingdiensten. Es soll angeblich eine deutsch synchronisierte Fassung geben, die bei Apple TV+ aber – warum auch immer – nicht aufzufinden ist. Ursprünglich sollte der Film von Sony Pictures auf die Leinwand gebracht werden, aber wegen Corona halten die Hollywood-Studios größere mutmaßliche Blockbuster noch zurück oder lassen Produktionen online anlaufen, die erwartungsgemäß nicht den ganz großen Erfolg auf der Leinwand gebracht hätten.

Tom Hanks spielt den Leiter eines Schiffs-Konvois im Nordatlantik. Mehrere Kriegsschiffe begleiten Handelsschiffe im Nordatlantik. Es ist das Jahr 1942, und der Film handelt von mehreren Stunden, in denen die sonst über dem Konvoi fliegende Flugzeug-Begleitung ausfallen muss. Der Konvoi wird von einem deutschen U-Boot-Geschwader angegriffen und über mehrere Stunden verfolgt. Captain Krause (Hanks) ist auf seiner ersten Atlantik-Mission und muss nicht nur gegen die deutschen U-Boote ankämpfen, sondern auch gegen Kälte und Erschöpfung. Der Film ist spannend, wird aber wohl nicht als das ganz große Meisterwerk in die Geschichte eingehen. Dafür sind die Handlung und die Charaktere zu flach, optisch wirken die Schlachtszenen auf dem Meer zu sehr wie Computergrafiken.

Das Drehbuch schrieb Hanks selbst. Ihm war es wichtig, die Gläubigkeit der Hauptfigur zu betonen. Captain Krause betet häufiger im Film, und er zitiert Bibelverse, auch vor der Mannschaft. Der Film ist zudem eingerahmt von zwei Szenen, in denen der Kapitän vor seinem Bett kniet und betet, die Bibel in der Hand: gleich zu Beginn und am Schluss, wenn alle Strapazen überwunden sind. Und egal wie hektisch die Situation auf der Brücke auch sein mag, vor dem Essen betet der Kapitän jedes Mal. Einen Bibelvers hat der Kommandant in seinem Zimmer an seinem Spiegel hängen, der ist einmal kurz in Großaufnahme zu sehen: „Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit“ (Hebräer 13,8). Als die Flotte erfolgreich ein deutsches U-Boot versenkt, jubelt die Truppe, und ein Untergebener freut sich: „Weitere 50 tote Krauts!“ Der Kapitän will in den Jubel nicht so recht einstimmen und erwidert nur ernst: „50 Seelen.“

Tom Hanks ist Pastor

Vom Glauben handelt „Greyhound“ sonst nicht. Eigentlich sollte Tom Hanks derzeit noch in einem anderen Kinofilm zu sehen sein, in dem es um einen berühmten amerikanischen Christen geht. Anfang des Jahres sollte das Biopic „Der wunderbare Mr. Rogers“ auch in den deutschen Kinos anlaufen, doch der Filmstart ist aufgrund von Corona und der leeren Kinos auf unbestimmte Zeit verschoben. Der Spielfilm gibt einen Eindruck vom amerikanischen Moderator und Pastor Fred Rogers, der vor allem dem amerikanischen Publikum durch seine Kindersendung „Mister Rogers’ Neighborhood“ bekannt ist. In der Sendung spielte Rogers einen freundlichen Nachbarn, der Dinge erklärt. Sie lief drei Jahrzehnte lang im amerikanischen Fernsehen. Der gläubige Christ und presbyterianische Pastor Rogers gilt vielen Amerikanern als Vorbild.

Hanks ist selbst gläubiger Christ. Im Jahr 2016 machten Fotos die Runde, als er einem jungen Paar in New York spontan anbot, sie zu vermählen. Das war nicht nur ein Scherz: Denn der Oscar-Preisträger ist nach einem entsprechenden Online-Test von der Universal Life Church als Pastor ordiniert worden und kann so auch Trauungen durchführen. Gelegentlich äußerte sich der Oscar-Preisträger zu seinem Glauben an Gott. „Gott ist geheimnisvoll, aber Gott ist jeden Tag am Werk“, sagte er einmal auf die Frage, was Gott seiner Frau und ihm bedeute. „Ich wäre dumm, wenn ich nicht an Gott glaubte“, soll Hanks laut der Internetplattform qpolitical.com einmal gesagt haben. „Ich denke, dass die Gnade Gottes nicht nur in den Augen der Gläubigen liegt, sondern auch in deren Händen“, wird er auf dem Portal life.de zitiert.

Von: Jörn Schumacher

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