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US-Evangelikale unzufrieden mit Joe Biden

Bei weißen US-Evangelikalen schneidet Präsident Joe Biden schlecht ab. Die Zufriedenheit mit der Arbeit des Präsidenten ist auch insgesamt gesunken. Das zeigt eine aktuelle Umfrage.
Von Norbert Schäfer
Der neue US-Präsident Joe Biden zeigte der Welt bei seiner Vereidigung, welche große Rolle der katholische Glaube für ihn spielt
US-Präsident Joe Biden

Ungefähr ein Jahr nach Amtsantritt ist die Zustimmung zur Arbeit von US-Präsident Joe Biden in der amerikanischen Öffentlichkeit insgesamt viel niedriger als in den ersten Monaten seiner Amtszeit. Das zeigt eine Umfrage des Pew Research Centers, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Katholiken und schwarze Protestanten sind laut der Befragung eher mit der Amtsführung des US-amerikanischen Präsidenten Joe Biden zufrieden als andere christliche Glaubensgruppen. Am unzufriedensten sind weiße Evangelikale, wie das Pew Research Center mitteilte. Gegenwärtig sind 14 Prozent der weißen Evangelikalen mit Bidens Arbeit einverstanden. Im vergangenen März waren es noch 22 Prozent. Von den weißen evangelikalen Protestanten hatten bei den US-Präsidentschaftswahlen 2020 nur 15 Prozent ihre Stimme für Biden abgegeben, während 84 Prozent für Trump stimmten.

Rückhalt bei Nicht-Religiösen

Unter den Katholiken stimmen jetzt insgesamt 46 Prozent Bidens Leistung zu. Das ist ein Rückgang von 10 Prozentpunkten. Im März 2021 waren noch mehr als die Hälfte, nämlich 56 Prozent der Katholiken mit Biden zufrieden. Mit Blick auf die weißen Katholiken zeigt sich, dass die Zufriedenheit in dieser Gruppe noch etwas stärker zurückgegangen ist. Unter den weißen Katholiken sind aktuell 35 Prozent mit der Arbeit des US-Präsidenten einverstanden. Im März 2021 waren das noch 46 Prozent. Die katholischen Bischöfe verurteilen Bidens Zustimmung zu legalisierter Abtreibung. Zustimmung findet Biden bei der Sozial- und Einwanderungspolitik.

Relativ starken Rückhalt erhält Biden der Erhebung zufolge bei Menschen ohne religiöse Bindung (47 Prozent). Der demokratische Politiker ist seit Januar 2021 Präsident. Bei allen Bevölkerungsgruppen sei die Zustimmungsrate seitdem zurückgegangen, teilte das Pew Research Center mit. Biden ist der zweite römisch-katholische Präsident seit John F. Kennedy Anfang der sechziger Jahre.

Mit Blick auf die restliche Amtszeit gehen die Meinungen ebenfalls auseinander. Insgesamt sind 20 Prozent der erwachsenen Amerikaner der Meinung, dass Biden ein erfolgreicher Präsident sein wird. Mehr als doppelt so viele (43 Prozent) sagen, dass er keinen Erfolg haben wird. 37 Prozent der Befragten sagen, dass es für ein Urteil noch zu früh sei. Bei der Erhebung wurden vom 10. bis 17. Januar 5.128 US-Amerikaner befragt.

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5 Antworten

  1. Das ist ja nun wirklich ein ganz überraschendes Ergebnis im Hinblick auf eine Wählergruppe, die mit überwältigender Mehrheit den brandgefährlichen, anti-demokratischen Lügner und Polit-Clown Donald Trump unterstützt und ihn teilweise sogar zur Heilsfigut stilisiert hat!

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    1. Zeigen Sie bitte anhand von Aussagen und Taten, dass Präsident Trump antidemokratisch sei. Bitte liefern Sie auch gleich mit, wo Biden und Trumps Vorgänger demokratisch gehandelt haben (Zunahme Überwachung durch Geheimdienste, Wahrheitsministerium…)

      Vielleicht denken Sie einmal darüber nach, was eine von den Leuten entkoppelt politische Gruppe (Elite) dazu sagt, wenn Trump bei seiner Amtsantrittsrede verkündet, dass er die Macht, die in Washington DC beansprucht wird und eigentlich gemäß Verfassung den Leuten gehört (wie bei uns in D, denn wir bezahlen sie), wieder an das Volk zurückgeht. Was glauben Sie, wird das einfach so hingenommen oder würde nicht vielmehr eine Kampagne gestartet, die das verhindern soll?

      Tipp: hören Sie sich eine Rede von Trump im Original an, ungekürzt und nicht zusammengeschnitten. Und, nein, ich denke nicht, dass er ein Heiliger ist.

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  2. Leute, einfach wieder hinlegen. In jeder Amtsperiode nimmt die Beliebtheit des amerikanischen Präsidenten ab und logischerweise stärker die ihm eher kritisch gegenüber stehen. Und sagen wir mal so: in der Innenpolitik, bei Afghanistan und Ukraine bekleckert er sich nicht gerade mit Ruhm.

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  3. Grundvoraussetzung für diese Entwicklung war, dass Biden Präsident wird und somit den Mr. Trump ablöst. In den 4 ruhigen Trump-Jahren ist die Kriegsfront ja völlig eingeschlafen. Jetzt läufts wieder. Yes , America is back!
    Erschreckend, wie viele blind und ohne weiteres der ständigen Treiberei und dem Vorwand “Demokratie und Freiheit” wieder hinterherlaufen würden. Geschichte wiederholt sich. Da fällt mir immer der Blair ein…
    Oft gehört und immer wieder interessant.

    “Der britische Premierminister Tony Blair will „in den nächsten Wochen“ Beweise dafür vorlegen, dass der irakische Präsident Saddam Hussein die Entwicklung von Massenvernichtungswaffen vorantreibt”

    “Saddam habe „große Mengen“ an biologischen und chemischen Waffen angehäuft und bemühe sich auch um Atombomben, sagte Blair am Dienstag in seinem nordenglischen Wahlkreis Sedgefield.“

    “Ursprünglich habe er die Beweise erst freigeben wollen, wenn eine Entscheidung über das Vorgehen gegen Bagdad getroffen worden sei, sagte Blair.”

    Was die ganzen Beweise wert waren ist bekannt. Für die “Koalition der Willigen“ waren sie gut genug um einen Krieg zu beginnen der viele Menschenleben gekostet und große Gebiete bis heute destabilisiert hat.

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    1. Manchmal holt einen die Geschichte auf schreckliche Weise ein! Und jetzt zeigt sich auf ganz bittere Weise, was für einen hanebüchnenen Mist Sie hier verzapfen!
      Ja, die Kriegsfront ist auf furchtbare Weise angelaufen, aber nicht wie Sie in Ihrem dumpfen Anti-Amerikanismus vermutet haben!

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Kommentare sind geschlossen.

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