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US-Bischöfe entzweit über Kommunion für Biden

Wegen seiner liberalen politischen Haltung zu Abtreibung verwehrte ein Priester Joe Biden schon einmal die Kommunion. Nun beschäftigt sich die amerikanische Bischofskonferenz damit, ob der Präsident sie erhalten darf.
Von epd
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Joe Biden, US Präsident Foto: jlhervàs
Joe Biden ist erst der zweite Katholik im Weißen Haus

Unter den römisch-katholischen Bischöfen der USA hat sich anscheinend der Konflikt verschärft, ob der katholische Präsident Joe Biden und andere Politiker wegen ihrer Haltung zu Abtreibungen von der Kommunion ausgeschlossen werden sollen. Bei ihrer Jahrestagung von Mittwoch bis Freitag wollen die US-Bischöfe
laut Tagungsplan über die Notwendigkeit einer „formellen Erklärung über die Bedeutung der Eucharistie im Leben der Kirche“ beraten.

Am 13. Mai schrieben nach einem Bericht des Jesuiten-Magazins America 67 der etwa 270 Bischöfe an José H. Gomez, den Präsidenten der amerikanischen Bischofskonferenz, mit der Bitte, die Diskussion aufzuschieben, bis die Bischofskonferenz wieder in Präsenz zusammenkommen kann. Wegen der Corona-Pandemie treffen sich die Bischöfe diese Woche digital.

Gomez schrieb am 22. Mai laut America ablehnend zurück. Es gehe erst einmal nicht um die Zustimmung zu einer Erklärung über die Eucharistie, sondern nur um eine Diskussion, ob man mit der Arbeit an einer Erklärung beginnen kann.

Biden häufiger Kirchgänger

Konservative Bischöfe haben verlangt, Politikern mit einer liberalen Auffassung zur Abtreibung, die „Würdigkeit des Kommunionempfangs“ abzusprechen. Bei Personen des öffentlichen Lebens, die legale Abtreibungen befürworten, bleibe der Kirche in manchen Fällen nur der „zeitweilige Ausschuss vom Tisch des Herrn“, erklärte der Erzbischof von San Francisco, Salvatore Cordileone.

Wie die meisten Politiker der Demokratischen Partei befürwortet Präsident Biden das US-Verfassungsgerichtsurteil von 1973 zur Legalisierung der Abtreibung. In seiner Autobiografie „Promises to Keep“ (deutsch: „Versprechen, die man einhalten muss“) schrieb Biden, er sei „persönlich“ gegen Abtreibung, sei aber nicht der Ansicht, er könne seine Haltung der Gesellschaft aufdrängen.

Biden ist nach John F. Kennedy (1961–1963) der zweite römisch-katholische Präsident. Der frühere Senator und Vizepräsident ist häufiger Kirchgänger. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Catholic News Agency hat Biden während des G7-Gipfels in Großbritannien an einer Messfeier in einer Kirche in Cornwall teilgenommen.

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Eine Antwort

  1. Unser Herr und Heiland der Welt ist selbst in diesen Bereich Seiner Schöpfung eingetreten, als Embryo. Daraus müssen wir den Beweis festlegen, daß dieser Beginn des Lebens ein vollwertiger Mensch ist. Er ist
    der Schöpfer des Lebens und kann auf diesem Weg Seine Allmacht uns zeigen. Darum ist Abtreibung jeg-
    licher Art nach Gottes Urteil ein Mord.
    Wir sollten demütig werden und Gottes Urteil annehmen. Präsident Biden sollte entschieden dieses Urteil
    verteidigen und keine Tolernz dulden. Ja, er müßte seine Haltung der Gesellschaft tatsächlich autdrängen.
    Selbstverständlich in Liebe und Demut aber mit Entschiedenheit.
    Welch unergründliche Liebe hat der Heiland der Welt bewiesen indem Er sich so tief erniedrigt hat, durch Seine Geburt und um dann am Ende am Kreuz von Golgatha für Seine Geschöpfe zu sühnen. Wir müssen ehrfürchtig und wirklich demütig werden und das alles im Gehorsam annehmen. Dann kann Gott uns segnen und wird uns einmal zu sich holen in Seine ewige Herrlichkeit.
    Kann man ein solches Geschenk ausschlagen ????—-

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