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Union stark bei Katholiken, AfD und Linke bei Konfessionslosen

Die konfessionelle Basis der CDU/CSU bröckelt. Das geht aus einer Wahltagsbefragung der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen hervor. Die Union haben demzufolge sowohl neun Prozent weniger Protestanten als auch neun Prozent weniger Katholiken gewählt als 2017.
Von Johannes Blöcher-Weil
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Foto: PRO

Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen hat untersucht, wie die Anhänger der Konfessionen gewählt haben.

34,8 Prozent aller Katholiken und 24,2 Prozent der Protestanten haben bei der Bundestagswahl am Sonntag die Union gewählt. Der Wert lag damit bei beiden Konfessionen um etwa neun Prozentpunkte niedriger als bei der letzten Bundestagswahl 2017. Dies geht aus einer Erhebung der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen hervor, die die Konrad-Adenauer-Stiftung veröffentlicht hat.

Einen Aufschwung in diesem Wählerspektrum hat dagegen die SPD erlebt. Die stärkste Fraktion im neuen Deutschen Bundestag konnte den Anteil der konfessionellen Wähler steigern. Bei den Protestanten waren es in diesem Jahr 29,7 Prozent und damit 5,5 Prozentpunkte mehr als vor vier Jahren. Bei den Katholiken konnte die jetzt stärkste Fraktion den Wert von 17,9 auf 22,5 Prozent steigern.

Konstante FDP-Werte

Bündnis 90/Die Grünen steigerten ihre Werte in beiden Gruppen um jeweils fünf Punkte gegenüber der Wahl 2017. Bei den Evangelischen waren es aktuell 14,9 Prozent und bei den Katholiken 13,1 Prozent der Wähler. Keine Veränderungen gab es bei den Protestanten, die die Freien Demokraten wählten. Hier lagen die Werte sowohl 2017 als auch 2021 bei 11,3 Prozent. Bei den Katholiken konnte die FDP um 0,4 Prozentpunkte auf ebenfalls 11,3 Prozent zulegen.

Die AfD musste bei den Protestanten leichte Verluste gegenüber 2017 hinnehmen und sank von 10,6 auf 8,7 Prozent. Bei den Katholiken betrug der Verlust 1,7 Prozentpunkte mit aktuell 7,7 Prozent. Am geringsten war der Wert bei der Partei „Die Linke“. Hier machten 2,5 Prozent der Katholiken und 3,5 Prozent der Protestanten ihr Kreuz.

Bei den Wählern, die sich keiner der beiden großen christlichen Konfession zuordneten, schnitt die Union mit nur 15,3 Prozent laut der Befragung deutlich schlechter ab. Die SPD kam hier auf 22,7 Prozent. Sie lag damit vor den Grünen (17,6 Prozent). Auf den weiteren Plätzen hinter der CDU lagen die AfD (14,4 Prozent), die FDP (11,8 Prozent) und die Linkspartei mit acht Prozent. Damit bilden Konfessionslose bei Linken und AfD die mit Abstand die größte Gruppe, bei den Grünen liegen sie leicht vorne und bei der FDP fast gleichauf mit Kirchenmitgliedern.

Die Zahlen zum Wahlverhalten nach Konfession zur diesjährigen Bundestagswahl basieren auf einer Befragung von 41.373 Wählerinnen und Wählern am Wahltag.

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2 Antworten

  1. Das es bei der Wahl nicht nur um Geschmacks- oder Stilfragen ging, sondern um Menschen- und Lebensrechte, daran wird hier deutlich erinnert:

    >>Eine der GRÜNEN-Politikerinnen, die keinen Hehl aus den Konsequenzen ihrer politischen Forderung macht, ist Frau Dr. Laura Sophie Dornheim (promovierte 2014 in Gender Studies).
    Mit einer beklemmenden Kälte und einer Radikalität, die erschreckt und erschüttert, schreibt sie wörtlich: „Schwangerschaftsabbrüche müssen straffrei sein. Immer. Und ja, sie müssen auch im dritten Trimester noch möglich sein” – das ist, was wir Abtreibung bis zur Geburt nennen.<<

    https://www.1000plus.net/news/abtreibung-bis-zur-geburt-wirklich

  2. Dass es bei der Wahl nicht nur um Geschmacks- oder Stilfragen ging, sondern um Menschen- und Lebensrechte, daran wird hier deutlich erinnert:

    >>Eine der GRÜNEN-Politikerinnen, die keinen Hehl aus den Konsequenzen ihrer politischen Forderung macht, ist Frau Dr. Laura Sophie Dornheim (promovierte 2014 in Gender Studies).
    Mit einer beklemmenden Kälte und einer Radikalität, die erschreckt und erschüttert, schreibt sie wörtlich: „Schwangerschaftsabbrüche müssen straffrei sein. Immer. Und ja, sie müssen auch im dritten Trimester noch möglich sein” – das ist, was wir Abtreibung bis zur Geburt nennen.<<

    https://www.1000plus.net/news/abtreibung-bis-zur-geburt-wirklich

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