Das christliche Medienmagazin

Unbekannte beschmieren Magdeburger Dom

Mit etwa 30 Graffitis wurde der Magdeburger Dom beschmiert. Rassistische oder politische Motive seien laut der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland aber nicht erkennbar.
Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on whatsapp
Share on email

Foto: Gregor Rom | CC BY-SA 4.0 International

Der Magdeburger Dom ist die älteste fertiggestellte gotische Kathedrale in Deutschland

Unbekannte Täter haben am Wochenende den Magdeburger Dom beschmiert. Etwa 30 verschiedene Graffitis seien an den Mauern der Kirche, am Dach sowie an einigen über ein Baugerüst zugänglichen Stellen entdeckt worden, teilte eine Sprecherin der Polizei Magdeburg am Montag mit. Ermittlungen wegen Sachbeschädigung seien eingeleitet worden.

Laut einem Sprecher der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) wurden keine politischen, antiklerikalen oder rassistischen Botschaften auf die Kirchenwände gesprüht. Es handele sich vielmehr um „tags“ aus Buchstaben und Zahlenkombinationen. Entdeckt hatte die Tat am Montagmorgen ein Zeuge, der für die Restaurierung des Magdeburger Doms zuständig ist. Einige Schriftzüge erreichten Größen von zwei mal drei Metern.

Der Schaden für das Bauwerk sei noch nicht zu beziffern, werde aber als erheblich eingeschätzt. Der Dom bestehe in wesentlichen Teilen aus empfindlichem Sandstein. Auch handele es sich um ein historisches Gebäude von hohem kulturellen Wert. „Da kann man solche Graffitis nicht einfach übermalen“, betonte der Sprecher der Landeskirche.

Der Dom ist Predigtkirche des Landesbischofs der EKM und evangelische Pfarrkirche, befindet sich aber im Eigentum der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt. Er ist die älteste fertiggestellte Kathedrale der Gotik auf deutschem Boden. Der Magdeburger wurde ab 1207 oder 1209 als Kathedrale des Erzbistums Magdeburg gebaut und im Jahr 1363 geweiht. Der Dom ist Grabkirche von dem deutschen Kaiser Otto dem Großen (912–973).

epd
Ihr Beitrag für christliche Werte in den Medien
Bei PRO sind alle Beiträge frei zugänglich und kostenlos - und das wird auch so bleiben. PRO finanziert sich durch freiwillige Spenden.

Wir arbeiten in der PRO-Redaktion jeden Tag dafür, Ihnen solide Informationen zu liefern über Themen, die Sie interessieren.

Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin den christlichen Journalismus bieten, den Sie von PRO kennen.

Viele PRO-Leser helfen schon mit. Sind Sie dabei?

Schreiben Sie einen Kommentar

2 Antworten

  1. Trauriger Zustand der Gesellschaft, in der weder der Respekt vor Gotteshäusern
    noch zumindest der vor dem historisch einmaligen Gebäude von solchen Taten abhält.
    Respekt wird gerne gefordert, aber nur selten gewährt?

    7
    0
  2. Die Stadt -und Kirchen-Verantwortlichen sollten die Schmierereien bei der Polizei anzeigen, damit die Täter wegen Sachbeschädigung und Schändung einer Kirche und Kulturgut zur Rechenschaft gezogen werden. Das Strafmaß sollte dann daran gemessen werden , daß die Täter im Rahme von ” Sozialstunden ” den Schaden abarbeiten können.

    0
    0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien. Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden.

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

PRO-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen