Weil Nidal Hasan im Jahr 2009 13 Menschen auf einem Militärstützpunkt erschoss, wird er am 3. Dezember in den USA hingerichtet. Per Livestream wird die Erschießung allerdings nun doch nicht gezeigt. Zunächst hatte Verteidigungsminister Pete Hegseth dies so angekündigt. Präsident Donald Trump erteilt dem nun eine Absage.
Auf seiner Plattform „Truth Social“ schrieb er am Donnerstag: „Ich denke, die Hinrichtung zu streamen wäre eine starke Abschreckung für die Welt gewesen, weil sie sehen könnte, wie Amerika mit Terroristen und Müll wie Hasan umgeht, aber viele sehr gute und wohlmeinende Menschen würden lieber nicht im Stream oder anderweitig dabei zusehen, wie er stirbt.“ Dennoch werde Hasan aber wie geplant durch ein Erschießungskommando getötet. Die Familien der Opfer könnten dem beiwohnen, wenn sie wollten.
Kritik von Kirchen
Mit dieser Planänderung reagiert Trump auf anhaltende und breite öffentliche Kritik am Vorhaben des Pentagons. Nicht nur aus Medien und Politik waren kritische Stimmen zu hören. Der Vorsitzende der katholischen US-Bischofskonferenz, Erzbischof Paul S. Coakley, bezeichnete das Vorhaben nach Angaben von Religion News Service (RNS) als „barbarische Förderung einer Kultur des Todes“.
Auch evangelikale Vertreter warnen dem Bericht zufolge vor den Folgen einer öffentlich übertragenen Exekution. So erklärte Walter Kim, Präsident der National Association of Evangelicals, eine live übertragene Hinrichtung drohe, eine ernste staatliche Aufgabe in ein öffentliches Spektakel zu verwandeln.