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Menschenleben retten ist wichtiger als König Fußball

Marcel Franke vom Karslruher SC verzichtet auf ein Zweitliga-Spitzenspiel, weil er Stammzellen gespendet hat. Sabine Langenbach bringt das auf ganz neue Gedanken, was Nächstenliebe bedeuten kann.
Von Sabine Langenbach
Sabine Langenbach

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Hilfsbereitschaft ist ein Grundwert des Sports – und des Glaubens

Sportschau, Kicker, Sky, Focus und viele andere haben auf allen Kanälen davon berichtet: Der Fußballspieler Marcel Franke vom Karlsruher SC fehlte am vergangenen Samstag beim Zweitliga-Spiel gegen den SV Darmstadt 98, weil er am Donnerstag Stammzellen gespendet hatte. Danach, so rieten ihm die Ärzte, sollte er sich schonen.

Am Sonntagabend war der 29-Jährige zu Gast bei SWR Sport. Er berichtete dort, dass viele Menschen, auch einige seiner Vereinskollegen, gedacht hätten, er sei operiert worden. Dabei wurde ihm lediglich drei Stunden lang an einem Arm das Blut abgenommen und am anderen wieder in den Körper zurücktransportiert. Marcel Franke fand das eine relativ entspannte Sache. „Ich konnte einen Menschen hoffentlich retten. Was Schöneres gibt es nicht“, wird er bei Zeit-Online zitiert.

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Wenn das ein Profifußballer sagt, dann hat das Gewicht und bringt den ein oder anderen auf die Idee, sich auch typisieren und als Knochenmarkspender registrieren zu lassen. Dieser Effekt ist natürlich gewollt, denn: „Alle 12 Minuten erhält in Deutschland ein Mensch die niederschmetternde Diagnose Blutkrebs. Viele Patient:innen können ohne eine lebensrettende Stammzellspende nicht überleben“, lese ich auf der Homepage der Deutschen Knochenmarkspenderdatei, DKMS.

Mit Blick auf Marcel Franke titelt am Montag der Deutschlandfunk auf seiner Website: „Wie Werte des Sports zum Spenden motivieren können.“ In dem Bericht erfahre ich, dass die deutschen Profi- und Amateurfußballer die DKMS vielerorts in die Vereinsarbeit integriert haben. Der Ex-Tischtennis-Nationalspieler und Gründer von „Sportler für Organspende“ Hans Wilhelm Gäb sagt dazu in dem Beitrag:„Hilfsbereitschaft gehört einfach zum Sport.“

Aber Gott sei Dank nicht nur zum Sport! Anderen zu helfen liegt vielen Menschen auf dem Herzen. Das ist nichts anderes als Nächstenliebe, die ja besonders gerne von Christen eingefordert wird. Zu Recht. Denn Jesus selbst hat seinen Nachfolgern immer wieder deutlich gemacht, dass sie sich um ihre Mitmenschen kümmern sollen, wenn sie Hilfe brauchen. Bestes Beispiel: Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter aus dem Lukas-Evangelium, Kapitel 10.

Als engagierte Christin helfe ich auch gerne auf unterschiedliche Weise. Blut habe ich noch nie gespendet und auch keine Stammzellentypisierung machen lassen. Warum eigentlich nicht? Ist das nicht auch eine Form der Nächstenliebe?

Spannend, dass ausgerechnet Marcel Franke vom Karlsruher SC Auslöser für diesen Gedanken ist, wo ich mir doch eigentlich nicht viel aus Fußball mache und wenn…. dann zählt nur der BVB ☺

Stammzellenspende statt Fußballspiel. Das find ich gut.

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