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Laschet zitiert Bonhoeffer – nicht ganz textsicher

In einem Interview hat der Kanzlerkandidat der Union, Armin Laschet, aus einem bekannten Text von Dietrich Bonhoeffer zitiert – mit leichten Schwächen.
Von Norbert Schäfer
Armin Laschet

Foto: pro/Jörn Schumacher

Armin Laschet ist Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Bundesvorsitzender der CDU und der Kanzlerkandidat der Unionsparteien

Nach dem TV-Triell mit den Kanzlerkandidaten von CDU, SPD und den Grünen hat sich der Unionskandidat und nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet am Montag allein in einem Interview auf Welt-TV den Fragen von Robin Alexander und Tatjana Ohm gestellt. Die Reporterin wollte von Laschet wissen, ob der ein Lieblingsgedicht habe und ob er daraus zitieren könne.

Ohm stellte Laschet die Frage vor dem Hintergrund, dass am vorangegangenen Wochenende ein Video vom logo!-Kinderreporter Alexander mit dem AfD-Spitzenpolitiker Tino Chrupalla für Wirbel im Netz gesorgt hatte. Der AfD-Politiker vermochte darin kein deutsches Gedicht zu nennen oder daraus zu zitieren. Chrupalla hatte zuvor in dem Interview mit ZDFtivi gefordert, dass mehr deutsche Volkslieder und Gedichte auswendig gelernt werden sollten.

Laschet konnte – im Gegensatz zu Chrupalla – auf die Frage der Welt-Reporterin mit einem Gedicht und sogar Informationen zu dessen Entstehung aufwarten. Allerdings geriet der Kanzlerkandidat der Union bei der Strophe aus dem geistlichen Gedicht des evangelischen Theologen und NS-Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer unter dem Titel „Von guten Mächten treu und still umgeben“ zuerst ins Stocken, dann patzte er.

Statt „Gott ist bei uns am Abend und am Morgen“, wie das Gedicht Bonhoeffers in der Textfassung des Evangelischen Gesangbuchs wiedergeben wird, zitierte Laschet fälschlicherweise: „Wir denken dran am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“ Das Gedicht aus der Feder Bonhoeffers und das Kirchenlied bewegten ihn, gestand Laschet ein. Seiner Meinung nach gehöre das Gedicht in das Repertoire der Texte, die an Schulen gelernt werden sollten.

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3 Antworten

  1. Der Herr segne und behüte die Politiker nach dem Reichtum deiner Gnade.
    Vor allem schenke ihnen Weisheit, wie du damals Salomo seine
    Bitte erfüllt hast. Lass sie nach deinen Willen die richtigen Entscheidungen treffen nach deiner Gerechtigkeit.
    Jesus Christus spricht: Seid barmherzig wie auch eurer Vater barmherzig ist.
    Lukas 6,36

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    1. Für Politiker die Menschen immer mehr entmündigen und gängeln, die Gesellschaft spalten, kann ich beim besten Willen nicht für Weisheit und Bewahrung bitten. Mein Gebet: Mach End oh Herr mach Ende…
      Zu diesem System kann man nur sagen, bzw. wird Gott einmal sagen: Gewogen und zu leicht befunden

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  2. Möge Herr Laschet wie Paulus sagen können “Allem bin ich gewachsen, weil Christus mich stark macht”, Philipper 4,13).

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