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Gläubige Christin gewinnt „The Voice“ in Australien

Bella Taylor Smith von der charismatischen Hillsong Kirche in Sydney hat die Talentshow „The Voice“ in Australien gewonnen. Die 23-Jährige sprach offen über ihren Glauben. Kritiker monierten, der eigentliche Gewinner sei die Megachurch.
Von Jörn Schumacher
Mikrofon
Die Stimme von Bella Taylor Smith überzeugte Fans und Jury bei der aktuellen Staffel der australischen Ausgabe von „The Voice“

Die zehnte Ausgabe von „The Voice Australia“ hat die 23-jährige Bella Taylor Smith gewonnen, die Mitglied der Lobpreisband der australischen Hillsong-Kirche in Sydney ist. Die weltweit bekannte Gemeinde wurde dort 1983 in gegründet. Im Fokus steht moderne Lobpreismusik, die Kirche hat mittlerweile über 40 Musikalben produziert und über 11 Millionen Kopien verkauft. Mittlerweile gibt es Ableger der Kirche in 23 Ländern mit rund 150.000 Mitgliedern.

Mit dem Lied „Ave Maria“ von Beyoncé trat Smith anfangs in den „Blind Auditions“ der Sendung auf, wo die Juroren die Sänger zwar hören, aber nicht sehen können. Der Song basiert auf dem bekannten Lied von Franz Schubert, mit dem Text des katholischen Gebets. Alle vier Juroren drückten den Buzzer und bekannten damit, mit Smith arbeiten zu wollen. In der Sendung thematisierte Smith ihren Glauben und sagte unter anderem: „Ich wusste eigentlich nie, zu welchem Zweck ich gut singen kann oder was ich damit anfangen könnte, bis ich zur Kirche ging.“ Später sagte sie in der Sendung: „Der Glaube ist ein wirklich wichtiger Teil in meinem Leben.“

Streit um die Religion

Im Finale sang Smith im Duett mit ihrem Coach Guy Sebastian, der seit 2019 Mitglied in der Jury der Show ist, „The Prayer“. Das Lied wurde erstmals 1998 von der kanadischen Sängerin Celine Dion und dem italienischen Tenor Andrea Bocelli gesungen. Im Text heißt es: „Führe uns, leite uns mit Deiner Gnade an einen Ort, an dem wir sicher sind.“ Für den ersten Platz der Show erhielt Smith 100.000 australische Dollar (62.500 Euro) und einen Plattenvertrag bei EMI.

Auch der Fernseh-Juror Guy Sebastian sei gläubig, sagte Smith an einer Stelle. In Interviews sprach sie offen über ihren Glauben und Schwierigkeiten in ihrem Leben, etwa die Sucht ihres Vaters, der 2020 ins Gefängnis kam. Wegen der Corona-Pandemie habe sie, wie alle Künstler, nicht auftreten können, was sie hart getroffen habe. „Ich konnte nicht einmal meine Miete zahlen“, offenbarte sie in einem Interview. Mit dem Preisgeld werde sie nun erst einmal „einige Rechnungen bezahlen“ und eventuell Urlaub machen.

Die britische Zeitung Daily Mail berichtet, dass Fans der Sendung „The Voice“ kritisierten, Smith habe nur wegen ihrer Aktivität in der Hillsong Kirche gewonnen. „Hillsong war von Anfang an in die Sendung involviert“, schrieb einer über Twitter. Auch der Vorwurf, der Juror Guy Sebastian gehöre ebenfalls zu Hillsong, kam auf. Ein weiterer Nutzer: „Sagen wir, wie es ist: Der wirkliche Gewinner ist Hillsong.“

Andere verteidigten den Sieg von Smith als völlig losgelöst von ihrer religiösen Überzeugung. Ein Nutzer schrieb über Twitter: „Ich kann diese Verschwörungstheorien nicht mehr hören. Sie ist ein wunderbares Mädchen mit einer tollen Stimme. Religiös oder nicht, sie hat gewonnen, auf faire Weise.“ Ein anderer Fan der Sendung schrieb: „Es ist egal, welcher Religion sie angehört. Bella war großartig. Sie hat es verdient zu gewinnen.“ Ein Dritter schrieb: „Ich glaube nicht, Bella gewann, weil sie einen religiöses Lied gesungen hat. Wir kannten vorher schon alle ihre großartige Stimme, und dass sie gewinnen würde. Lasst Religion da raus.“

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Eine Antwort

  1. Sie ist und singt soooosoooosooooo schön!Hoffentlich bekommt sie ihr Geld selbst❤️🎁👍

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