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Früherer Landesbischof Rentzing aus künstlichem Koma erwacht

Der ehemalige sächsische Landesbischof Carsten Rentzing liegt nicht mehr im Koma und befindet sich auf dem Weg der Besserung. Er hatte am Ostermontag einen Herzstillstand erlitten.
„Konservativ ist kein Makel“: Rentzing im pro-Interview 2016

Foto: pro

Carsten Rentzing war von 2015 bis 2019 sächsischer Landesbischof

Nach einem plötzlichen Herzstillstand vor gut einer Woche befindet sich der frühere sächsische Landesbischof Carsten Rentzing auf dem Weg der Besserung. Wie die Sprecherin des Evangelisch-Lutherischen Landeskirchenamtes Sachsens, Tabea Köbsch, am Mittwochabend dem Evangelischen Pressedienst (epd) mitteilte, liegt der 53-Jährige nicht mehr im künstlichen Koma. Nach Auskunft seiner Familie müsse er nicht mehr beatmet werden.

„Als Landeskirche tragen wir jedoch auch Verantwortung für den Schutz der Privatsphäre von erkrankten Pfarrerinnen und Pfarrern beziehungsweise Mitarbeitenden, weshalb ich um Verständnis dafür bitte, dass wir keine weitergehenden Auskünfte erteilen können“, sagte Köbsch dem epd. Es werde jedoch weiterhin zur Fürbitte für Rentzing und seine Familie aufgerufen.

Der 53-Jährige hatte am Ostermontag einen Herzstillstand erlitten und musste wiederbelebt werden. Der evangelische Theologe war von 2015 bis 2019 sächsischer Landesbischof. Er ist inzwischen wieder Pfarrer der sächsischen Landeskirche. Seit November 2020 ist er als Beauftragter der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) für die Stärkung der Kontakte zu den lutherischen Kirchen in Mittel- und Osteuropa zuständig.

Rentzing hatte sein Bischofsamt am 11. Oktober 2019 nach gut vier Jahren an der Spitze der Landeskirche zur Verfügung gestellt. Hintergrund waren von ihm als Student verfasste Texte, die das sächsische Landeskirchenamt als „elitär, in Teilen nationalistisch und demokratiefeindlich“ sowie als „aus damaliger und aus heutiger Sicht unvertretbar“ einstufte. Von den Texten hat sich Rentzing inzwischen distanziert.

epd
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4 Antworten

  1. Das ist eine gute Nachricht. Ich denke aber, dass nicht die als Student verfassten Texte der Grund für seinen Rücktritt waren. Ein konservativer Bischof war nicht erwünscht, darum wurde so lange gesucht, bis man etwas fand, um ihn zu Fall zu bringen. Ich frage mich ob denen, die das mit verantwortet haben, vielleicht jetzt doch ein wenig das Gewissen schlägt. So ein intensives Mobbing, wie es Carsten Rentzing widerfahren ist, geht bestimmt an Herz und Nieren.

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  2. Zu den Texten sollte man noch erwähnen, dass sie vor 3 Jahrzehnten geschrieben wurden, zu einer Zeit, als in der soeben frei gewordenen DDR-Gesellschaft noch nicht jedes abweichende Denken als unvertretbar eingestuft wurde.

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    1. Der heftigste Druck kam nach allem was man gelesen hat, aus seiner eigenen Kirche, von Brüdern und Schwestern. Und das Vergehen des ehemaligen Bischofs war eine 30Jahre zurückliegende, heute als politisch unkorrekt eingestufte Meinungsäußerung – Gott bewahre uns vor diesen unbarmherzigen Inquisitoren. Ist es eigentlich tatsächlich so, dass mit Anetta Kahane eine ehemalige und langjährige Stasi-Zuträgerin an der Spitze einer der gegenwärtig einflussreichsten zivilgesellschaftlichen Akteure – der Amadeo-Antonio-Stiftung – steht…?

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  3. Bei allen negativen Nachrichten, ist diese Nachricht über Carsten Rentzing eine gute Botschaft. Wir sind dankbar für die Besserung seines gesundheitlichen Zustandes und wünschen und beten für Familie Rentzing um Kraft und für Carsten Rentzing um völlige Genesung.

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