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Europäische Kirchen fordern Oster-Waffenstillstand

Europäische Kirchenverbände fordern eine Waffenruhe in der Ukraine. Um diese zu erreichen, schreiben sie den beiden Präsidenten Putin und Selenskij einen Brief.
Von Martin Schlorke
Ukraine-Flagge

Foto: Theriddien | CC BY 4.0 International

Am 24.4. überfiel Russland die Ukraine

Katholische und ökumenische Kirchenverbände in Europa haben Russland und die Ukraine zu einem Waffenstillstand aufgefordert. In einem am Mittwoch veröffentlichten Schreiben an die Präsidenten Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskij bitten die Präsidenten der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union (COMECE) um „eine allgemeine Waffenruhe, um den Christen in Russland und der Ukraine, Schwestern und Brüdern in Christus, die Möglichkeit zu geben, Ostern in Frieden und Würde zu feiern.“

Unterzeichnet haben den Brief KEK-Präsident Christian Krieger und der Präsident der COMECE, Jean-Claude Hollerich. Ein Waffenstillstand „würde allen Bürgern Ihrer beiden Länder zugute kommen“, heißt es in dem Brief. In Kraft treten soll der Waffenstillstand am 17. April und bis zum 24. April anhalten. Nach Ablauf der Vereinbarung sollten Friedensverhandlungen aufgenommen werden und die Waffen weiter schweigen.

Die Kirchenverbände beziehen sich dabei auf eine Forderung von Papst Franziskus. Die KEK ist ein Dachverband von 114 anglikanischen, protestantischen und orthodoxen Kirchen. Die COMECE besteht aus delegierten Bischöfen der katholischen Bischofskonferenzen aus den 27 EU-Mitgliedstaaten. Der US-Evangelist Franklin Graham forderte diese Woche ebenfalls einen Waffenstillstand.

Gegenüber dem evangelischen Pressedienst (epd) erklärte der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, ebenfalls seine Unterstützung für eine solche Waffenruhe. Es sei die Aufgabe aller Christen, Frieden zu suchen und zu unterstützen. Er sei zudem dankbar, dass es Gruppen in der Kirche gebe, die nicht müde werden zu sagen, dass Waffen die Gewalt weiter verschärften. Dennoch ringe sich die Kirche zu der Position durch, dort zu unterstützen, wo es ungerechte Angriffe gebe – manchmal auch mit Waffen.

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Eine Antwort

  1. Waffenruhe an Ostern!
    Es wäre sehr zu wünschen, wenn wenigstens an Ostern Tod und Leid eine Pause machten.
    – In der Hoffnung, dass dieser Moment der Ruhe auch grundsätzlich zur Besinnung führt und das Ende des Krieges einleitet.

    Hoffnung auf eine Feuerpause wie sie Weihnachten im ersten Weltkrieg tatsächlich wahr wurde, zu Weihnachten wurde der Feind wieder ein Mensch.
    Sehr anschaulich in diesem Musical dargestellt:
    https://www.baden-tv.com/mediathek/video/weihnachten-neu-erleben-aus-2017-teil-2/

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