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Das christliche Medienmagazin

Die Evangelien als Magazin

Was, wenn die Bibel ein Hochglanzmagazin wäre? Doch statt von neuen Mode-, Musik und Lifestyle-Trends würde sie von Jesus Christus handeln. Der Fontis-Verlag hat mit „The Gospels“ die vier Evangelien als modernes Magazin herausgebracht. Schick und trendy. Ganz so wie der Glaube.
Von Jörn Schumacher
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Foto: Fontis Verlag / Collage: pro
„Hoffnung für alle. Die Bibel. The Gospels“ beinhaltet in leichter Sprache die Texte der vier Evangelien, ist optisch aber wie ein modernes Magazin konzipiert

Hinter „Hoffnung für alle. Die Bibel: The Gospels“ aus dem Fontis-Verlag steckt keine weitere Bibel-Ausgabe im Buch-Format, mit schwarzen Buchstaben auf weißem Papier. Hier haben sich die Grafiker des Hauses so ausgetobt, als hätten sie ein stylisches Magazin für junge Leser kreieren sollen. Auf den 332 Seiten werden die vier Evangelien inhaltsgetreu wiedergegeben, allerdings in der Aufmachung der digitalen Jugendmagazine jetzt, bento oder Spiesser. Viele schicke Fotos begleiten die Texte, die wiederum in einfacher Sprache gehalten sind.

Dort, wo normalerweise der Autorenname steht, steht „Inspiriert vom Heiligen Geist“. Im Vorwort schreibt Dominik Klenk, Leiter des Fontis-Verlages: „Die Bibel ist ein Liebesbrief. Ein Liebesbrief Gottes an uns.“ Er erklärt: „Was wir hier in ‚The Gospels‘ zusammengestellt haben, sind die vier Kerntexte der Bibel im Neuen Testament.“ Es seien „die Grundtexte der Überlieferung des Lebens, des Sterbens und der Auferstehung von Jesus Christus.“ Das Motto Martin Luthers, „Man muss den Leuten aufs Maul schauen!“, sei auch heute noch brauchbar für heutige Bibel-Übersetzungen. Die visuelle Darstellung der Evangelien seien ebenso „Gottes Gedanken und Absichten für uns“ wie die gewöhnlichen Evangelien in Buchform. „Jesus offenbart sich durch diese Worte, und sie verwandeln uns, wenn wir ihm und dem, was er gesagt hat, glauben und vertrauen.“

In einem einleitenden Kapitel beantworten die Herausgeber die Frage, ob es angebracht sei, aus der „Heiligen Schrift“ ein modernes Magazin mit vielen Abbildungen zu machen. „Dieses Buch will durch seine visuelle Gestaltung seine heilige Schrift ebenso wenig ersetzen oder verwässern, wie es die Maler biblischer Kunstwerke oder die Hersteller von Glasfenstern in Kirchen vor Hunderten von Jahren wollten. Die Texte, die Fotos, die Illustrationen, alles dreht sich darum, das Leben von Jesus und die Menschenleben, die er beeinflusste, in den Blick zu rücken und visuell zu veranschaulichen.“ Jesus selbst habe mithilfe von Gleichnissen gelehrt. „Dieses Buch will die biblischen Gestalten zum Leben zu erwecken und dir helfen, die Geschichten und Schlüsseltexte zu visualisieren, dich an sie zu erinnern und mit ihnen zu verbinden.“ Denn die Evangelien verschafften ein besseres Verständnis der wahren Natur von Jesus. Das Konzept geht auf: Man möchte weiterblättern und mehr erfahren von den Menschen aus der Bibel, die genauso gut im Heute leben könnten.

„Hoffnung für alle. Die Bibel. The Gospels“, Fontis-Verlag, 332 Seiten, 20 Euro, ISBN 9783038484189

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2 Antworten

  1. Wenn nur das Evangelium gepredigt wird, auf jede Art und Weise:
    “So ermahne ich dich inständig vor Gott und Christus Jesus, der richten wird die Lebenden und die Toten, und bei seiner Erscheinung und seinem Reich:
    Predige das Wort, stehe dazu, es sei zur Zeit oder zur Unzeit;
    weise zurecht, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre.
    Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden;
    sondern nach ihrem eigenen Begehren werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken,
    und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren.
    Du aber sei nüchtern in allen Dingen, leide willig, tu das Werk eines Predigers des Evangeliums, erfülle redlich deinen Dienst.”
    (Paulus an Timotheus)

  2. Mir fielen gleich die sog. “Armenbibeln” im Mittelalter ein, die zu teuer für wirklich Arme waren, jedoch sich an “geistig Arme” mit geringen Lesekenntnissen richteten. Da waren sviw auch mehr Bilder als Text enthalten.

    Zu viel Bilder können vom “Wort” ablenken, aber für Leute, die keine “Bleiwüsten” mehr anschauen, sind bebilderte Ausgaben sicher nützlich.

    Das ist auf jeden Fall gut gemeint und hoffentlich auch gut gemacht (was ich alter Sack nicht beurteilen kann 😉 ).

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