Das christliche Medienmagazin

„Die christliche Weisheit bietet alles, um im Leben zurecht zu kommen“

Der Karriere-Coach Attila Albert hat ein Buch über Lebenswahrheiten geschrieben. Darin erklärt er, warum Menschen ihre Spiritualität pflegen sollten und warum ihn der christliche Glaube überzeugt.
Von Jonathan Steinert
Attila Albert

Foto: Tyler Ramsey

Attila Albert ist als Coach spezialisiert auf Medienprofis

PRO: Sie haben mehrere Ratgeber-Bücher geschrieben. Auch der Titel Ihres neuen Buchs „9 Wahrheiten, die dich durchs Leben tragen“, klingt wie ein Ratgeber. Der Untertitel ist für das Genre eher ungewöhnlich: „Christ werden und bleiben in einer Welt, in der auch alles andere geht“. Was gab den Anlass, das Buch zu schreiben?

Attila Albert: Mich hat geärgert, wie stark die Lebensberatungs- und Coaching-Szene inzwischen oft in Esoterik und New Age abgedriftet ist. Derartige Ratschläge empfinde ich als lebensfremd und zu stark vereinfacht und möchte ihnen deshalb etwas entgegensetzen.

Dazu kommt der Faktor der kulturellen Verarmung und Entfremdung: Die christliche Weisheit und Lebenslehre bietet alles an, um im Leben zurecht zu kommen, ebenso die Infrastruktur für ein aktives spirituelles Leben. Niemand muss zum Kloster nach Tibet oder zum Meditieren nach Bali, sondern findet alles bereits in unmittelbarer Nachbarschaft.

Haben Sie auch ein missionarisches Anliegen damit, Menschen mit Jesus in Berührung zu bringen?

Ich bin in einer atheistischen Umgebung aufgewachsen – in der Volksrepublik Ungarn und in der DDR, damals Karl-Marx-Stadt, heute Chemnitz. Lange hatte ich nur wenig Kontakt zu Christen und dem Glauben, fand auch den Zugang schwierig.

Ich erinnere mich an ein Gespräch mit einem Jesuiten in Berlin, in dessen Büro ich sogar gekommen war, der mir aber nicht auf einfache Weise erklären konnte, warum ich glauben und wie ich es genau anfangen sollte. Das erlebte ich erst mit amerikanischen Missionaren. So möchte ich im Buch auch die Bedürfnisse von denjenigen aufnehmen, die mit dem christlichen Glauben gerade oder wieder ganz neu anfangen wollen. Selbstverständlich ist jeder frei in seiner Glaubensentscheidung. Für mich war sie damals und ist bis heute die beste.

Der Autor

Attila Albert, geboren 1972, ist seit 2012 Karriere-Coach für Medienprofis. Zuvor war er als Journalist für verschiedene Medien tätig, unter anderem die Bild, die Freie Presse und die Blick-Gruppe in der Schweiz. Seine Ausbildung zum zertifizierten Coach erhielt er in Los Angeles und Chicago. Er hat mehrere Ratgeber geschrieben, beim Mediendienst kress hat er eine wöchentliche Kolumne. Mit 36 Jahren ließ er sich in der Crystal Cathedral in Kalifornien taufen.

Attila Albert Foto: Tyler Ramsey Foto: Tyler Ramsey

Sie entfalten in dem Buch neun Wahrheiten, die Sie für sich erkannt haben. Wie sind Sie ausgerechnet auf diese neun gekommen?

Sie beschreiben komplexe Lebenseinsichten, die sich in meiner langjährigen Arbeit als Journalist und später als Coach, bei Beobachtungen anderer und eigenen Erlebnissen immer wiederholt haben. Oft widersprechen sie dem, was man häufig hört, was nur eben nicht stimmt. Dass man zum Beispiel alles erreichen könne, wenn man nur nie aufgeben würde, dass es vor allem darum gehe, seinen eigenen Traum zu leben und ähnliches.

Das ist natürlich lebensfremd. Vieles erfüllt sich nicht, manches Problem lässt sich nie lösen, etwa eine chronische Krankheit oder ein familiäres Problem. Jeder erlebt solche Situationen, privat oder auch im größeren Rahmen – aktuell Corona, Energiekrise, Inflation, wieder Krieg in Europa. Dafür braucht man spirituelle Konzepte und Methoden, um das lange auszuhalten, vielleicht sogar einen Sinn darin zu finden. Wütende Forderungen vor allem an andere, wie man sie oft hört, etwa in den Sozialen Medien, helfen da wenig weiter.

Diese neun Wahrheiten erscheinen für sich genommen ziemlich nüchtern bis desillusionierend: Leid ist unvermeidbar, das Schlechtsein lockt jeden, Liebe ist nicht immer angenehm. Warum gehen Sie so negativ daran?

Es ist im Buch immer als Doppelklang angelegt: Eine ernüchternde, aber klärende Einsicht ist gleichzeitig mit einem ermutigendem, hoffnungsvollen Umkehrschluss verbunden. Dass es uns allen beispielsweise schwerfällt, Gutes zu tun, muss man erst mal anerkennen und aus der Illusion rauskommen, eigentlich viel besser als die anderen zu sein.

Gleichzeitig kann ich positiv daraus mitnehmen: Ich muss nicht immer perfekt sein, ich bin fehlbar und die anderen auch. Wenn ich danach verstehe, dass ich deshalb auf Nachsicht angewiesen bin, kann ich auch mit anderen leichter nachsichtig sein. Natürlich ist die Illusion anfangs schöner als die Wahrheit, aber irgendwann zeigt sich mit ein wenig Lebenserfahrung: Der Traum war eine verführerische Lüge, die Wahrheit dagegen trägt.

Können Sie noch ein Beispiel für so eine Illusion nennen?

Ein typischer Fall ist das Schielen auf Prominente – Sportler, Unternehmer, Schauspieler und Musiker – als Erfolgsmodell für das eigene Leben. Man liest, was Elon Musk oder Steve Jobs gemacht haben, und soll sie als Vorbild für sich nehmen.

Das ist populär, aber völlig am Ziel vorbei. Solche Menschen sind Ausnahmeerscheinungen, die ein Leben führen, das man selbst nicht führen wollte und könnte. Stattdessen gibt es die Inspiration direkt im eigenen Umfeld: Familie, Eltern, Großeltern, Freunde, die oft ungeheuer viel bewältigt und erreicht haben, wenn man sich ein wenig näher damit beschäftigt.

Welche der neun Wahrheiten ist für Sie persönlich die bedeutsamste?


Lange Zeit hat das Leistungsdenken für mich eine große Rolle gespielt, dass ich sozusagen meinen Wert als Mensch erst einmal beweisen muss. Das hatte verschiedene biografische Gründe und hat mich durchaus motiviert. Aber es war auch immer sehr anstrengend und ein Hindernis in den Lebensphasen, in denen ich nicht so stark und erfolgreich war, wie ich es selbst als Anspruch gesetzt habe. Das sehe ich heute gelassener, ruhe mehr in mir. Da habe ich den Glauben als sehr heilend erlebt.

„Der christliche Glaube beinhaltet vieles, das abschließend geklärt ist und sich nicht mehr ändern wird, so lange die Welt besteht. Das hat eine enorm beruhigende Wirkung und schafft ein Grundkoordinatensystem in einer Welt, die immer chaotisch war und bleibt.“

Sie schreiben im Buch, dass wer seine spirituelle Seite vernachlässigt, auch einen Preis dafür zahlen muss. Welchen Preis zahlen die Menschen dafür und warum ist das so?

Für mich ist das gut mit der körperlichen Seite des Menschseins vergleichbar. Man muss sich weder gesund ernähren, noch Sport machen, weder auf sein Gewicht achten noch vorbeugend zum Arzt gehen. Das geht meist auch lange gut, aber irgendwann muss man feststellen: Jetzt bin ich schwächlich, übergewichtig, kurzatmig. Jede Kleinigkeit haut mich jetzt schneller um.

Mit der spirituellen Seite ist es ebenso: Niemand muss sich damit beschäftigen. Anfangs ist das sogar bequemer, und man vermisst vielleicht auch gar nichts. Aber in schwierigen Phasen fehlt plötzlich die Substanz. Das war gut in der Coronazeit zu beobachten, als sich viele Menschen plötzlich in linken oder rechten Extremismus oder absurde Verschwörungstheorien geflüchtet haben. Ihnen fehlten Sicherheit, Orientierung und Halt in einer Zeit voller Angst und Unklarheiten.

Die Spiritualität und die Religion können eine Basis sein für die persönliche Resilienz und Widerstandsfähigkeit?

Ja, wobei ich nicht denke, dass sich Gottes Segen konkret in materiellen Verbesserungen, etwa einer Beförderung oder Lohnsteigerung messen lässt. Hier zählen andere Kategorien. Grundsätzlich sollte man ein Grundkorsett an Überzeugungen haben, die schlüssig sind und tragen. Leiden gehört zum Beispiel zum Leben. In Jesus haben wir dafür ein konkretes Vorbild, wie man würdevoll damit umgehen und einen Sinn darin finden kann.

Daneben sind es die Rituale und Alltagsstrukturen, die Religion bietet: Eine soziale Gemeinschaft mit ihren Bräuchen und Traditionen, in der ich im besten Fall so sein kann, wie ich bin, aufgehoben mit meinem Problem. Dazu gehört auch die Lehre: Was hilft mir, wenn ich wirklich unter Druck stehe? Welches Gebet, welche Bibelstelle, welche spirituelle Praxis, etwa Fasten oder Pilgern. Schon einmal das Vaterunser oder einen Psalm auswendig gelernt zu haben, kann sich in einem Schockmoment auszahlen, in dem einem die eigenen Worte fehlen.

Was hat der christliche Glaube über die Krise hinaus für einen Wert?

Natürlich einen ebenso großen in den schönen, aufregenden, dankbaren Momenten des Lebens, die ihn bestätigen. Grundsätzlich sehe ich als seine große Stärke, über alles hinauszugehen, also ewig und unendlich zu sein. Die politischen Systeme, populären Ansichten und gesellschaftlichen Moden kommen und gehen.

Da wirkt der persönliche Glaube enorm stabilisierend. Er beinhaltet vieles, das abschließend geklärt ist und sich nicht mehr ändern wird, so lange die Welt besteht. Das hat eine enorm beruhigende Wirkung und schafft ein Grundkoordinatensystem in einer Welt, die immer chaotisch war und bleibt. Dazu kommt natürlich die Hoffnung, die mit dem Glauben verbunden ist, dass am Ende doch alles gut ausgehen wird.

Das Buch

Attila Albert, 9 Wahrheiten, Christ werden und bleiben

Attila Albert: „9 Wahrheiten, die dich durchs Leben tragen“, bene!, 224 Seiten, 18 Euro

„Christ werden und bleiben in einer Welt, in der auch alles andere geht“, heißt der Untertitel Ihres Buches. Warum sind Sie ausgerechnet Christ geworden?

Weil mir der christliche Glauben als wahr erscheint und ich ihn als intellektuell, emotional, sozial und kulturell enorm reich und bereichernd empfinde. Wenn ich mich mit seinen Inhalten und Ausdrücken beschäftige, sei es mit der Bibel oder dem christlichen Kosmos an Glaubensvarianten und -ideen, Architektur, Kunst und Musik, scheint er mir unerschöpflich.

Als jemand, der mit dem marxistischen Menschen- und Gesellschaftsbild aufgewachsen ist, sehe ich ihn auch als Gegenentwurf zu einer historisch falschen Lehre. Der christliche Glauben verleugnet nicht, dass der Mensch gute wie schlechte Seiten hat oder verspricht, dass politische oder staatliche Strukturmaßnahmen alles lösen würden. Sondern beschreibt unser ewiges Ringen und bietet eine Erlösung an, die wir nicht selbst schaffen müssen.

Welche heutzutage präsentierten Wahrheiten halten Sie für Irrwege?

Die eben erwähnte Natur des Menschen ist für mich ein Thema, das ich in den aktuellen neo-marxistischen Bewegungen wiedererkenne: Das eindimensionale Denken, dass es explizit gute und schlechte Menschen gibt, die sich anhand weniger Kriterien wie Rasse, Geschlecht, soziale Stellung oder Verhalten einer Seite zuordnen lassen.

Ein zweiter Punkt ist die aktuell übergroße Bedeutung des Berufslebens und des damit verbundenen Erfolgs. Ich sehe oft betroffen, wie erschöpft und am Ende heute schon Berufsanfänger in den 30ern sind. Da gilt es, stärker Grenzen zu setzen: Ich mach das nicht, das entspricht gar nicht meinen Überzeugungen. Also wieder ein etwas ganzheitlicheres Leben, das auch Gesundheit, Beziehung, Familie und Freunde erlaubt.

Und der dritte Punkt?

Der Konformismus, der sich aus den moralistischen Bewegungen der letzten Jahre ergibt, der idealistische und lebensfremde Ansprüche formuliert, denen keiner genügen kann. Der dem Einzelnen das korrekte Denken und Sprechen vorschreiben will, also damit durchaus eine totalitäre Seite zeigt. Dazu gehört auch der hochfliegende Anspruch, immer gleich „die Erde retten“ oder „die Gesellschaft transformieren“ zu wollen, was dann doch fast immer nur Selbstdarstellung ist und zudem sehr übergriffig.

Hier kann der Glauben zum einen helfen, sich davon abzugrenzen, zum anderen auch zum Praktischen anhalten: Den Nächsten lieben und ihm helfen, ehe man verbal die ganze Menschheit ans Herz drückt und allen anderen etwas zumuten, sich selbst aber nicht einschränken will. Mir ist es da zum Beispiel lieber, ein Arbeitgeber zahlt mindestens Tarifgehälter, sorgt für eingehaltene vertragliche Arbeitszeiten und eine machbare Arbeitsbelastung, als dass er sich nach draußen mit Gender-Sprache, Regenbogenflaggen und Fridays-for-Future-Sprüchen präsentiert.

Vielen Dank für das Gespräch!

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8 Antworten

  1. Ich finde das Interview mit dem Karriere-Coach Attila Albert über sein Buch sehr spannend und in seinen Aussagen nichts anderes als völlig zutreffend. Was ich mir noch deutlicher erwünscht hätte, dass er, Albert, noch expliziter auf die Grundlage seines Glaubens hingewiesen hätte, die Bibel. Aber es geht aus seinen Worten hervor, dass dies seine Grundlage ist. Es bleibt einfach so: Nicht jede biblische Aussage benötigt den (umfangreichen) Kontext: “Der Glaube kommt aus der Predigt, die Predigt aus dem Worte Gottes”. Römerbrief 10 Vers 17. Diesen Paulusvers ist jede/r, der/die denken kann, in der Lage, genauso zu verstehen. Auch ohne Kontext. Im Literalsinn, so, wie sie/er den Text vor Augen hat, verständlich. Die Grundwahrheiten der Bibel, das, was der Mensch für seinen Glauben, sein Leben hier und für die Ewigkeit braucht, sind alle kompatibel zueinander. Eins ergänzt das Andere. Und ich bin überzeugt, dass das Gott auch so wichtig war und ist, dass man nicht Theologieprofessor oder sonst theologischer Lehrer sein muss, um das zu begreifen, was zum Heil nötig ist zu begreifen. Die Bibel legt sich selber aus, das ist ein Grundsatz theologischen Arbeitens. Mit jedem neuen Eindringen in die Schrift und der Bitte “HERR, lehre mich Deine Wahrheit”, wird 1.) sich der HERR einer solchen ernstgemeinten Herzensbitte niemals verschließen (ich nehme direkt Bezug auf die aktuelle Jahreslosung) und 2.) wird sich mir die Schrift so öffnen, dass alles zueinander passt. Und dieser Glaube ist nicht mein Verdienst, sondern das Geschenk Gottes an mich! Wie froh wurde ich darüber!!

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    1. Ich habe das Buch gelesen. Es ist von Anfang an in seinen Glaubensaussagen und auch mit dem Zitieren von Bibelstellen sehr klar. Der genaue Weg zum Glauben wird allerdings etwas weiter hinten beschrieben und das ist gut so. Gerade dadurch, dass es NICHT gleich “mit der Tür ins Haus fällt” und von Anfang an zur Entscheidung aufruft, hat der kirchenferne Leser Zeit, sich ausreichend mit dem zu beschäftigen, was wirklich ansprechend ist, mit den Weisheitssätzen. Ich würde mir wünschen, dass mehr Bücher sich etwas Zeit lassen mit den Entscheidungen lassen, wir Deutschen sind da etwas entspannter unterwegs und benötigen diese Zeit.

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    2. Lieber Herr Weber, vielen Dank für Ihre Gedanken. Ich würde als meine persönliche Glaubensgrundlage zuerst den Heiligen Geist nennen, um ihn zu erhalten und anzunehmen, danach die Bibel (und ihre Lehrer), um ihn intellektuell zu verstehen, zu vertiefen und praktisch zu leben. In dem Sinne, dass ich das eigene und generell menschliche Bemühen nachgeordnet sehe. Alles Gute für Sie und viele Grüße, Attila Albert

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      1. Die vielen alten Kirchenlieder, die nicht mehr gesungen werden, die enthielten viel, viel biblische Wahrheit. “O komm, Du Geist der Wahrheit, und kehre bei uns ein, verbreite Licht und Klarheit, verbanne Trug und Schein…” Wer den Heiligen Geist nicht hat, der ist nicht sein (Gottes). Geistliches kann nur geistlich beurteilt werden u.s.w. Ohne den Heiligen Geist sind wir, was die Bibel betrifft, nicht kompetent kommunikationsfähig. Der Heilige Geist leitet uns in alle Wahrheit!
        Möchte baldigst Ihr Buch lesen, weiß ja nur, was rezensiert wurde und was Sie im Text oben dazu sagen.. Bin echt gespannt!
        Dankeschön, lieber @Attila Albert, wünsche Ihnen auch alles Gute, herzlichen Gruß! Eckhard Weber

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  2. Ich habe das Buch in den letzten Tagen gelesen und bin sehr beeindruckt!
    Attila Albert greift sich aus den ungeheuer vielfältigen Erscheinungsformen des Christentums die der Ressource für das Leben heraus. Das passt super zu seiner Tätigkeit als Coach UND: Es passt hervorragend zum Christentum selbst. Nach den Jahrhunderten, in denen der Glaube vorwiegend als ethische Instanz und später als sozialer Schrittmacher gesehen wurde, wird die Qualität des Christentums, als relevante Ressource des menschlichen Lebens immer wichtiger.

    Das Buch kommt in Bezug auf Titel und Aufmachung im Gewand der modernen Weisheitsliteratur à la Dobelli daher und ist doch sehr klar in seinen Glaubensaussagen. Es ist sehr leicht und spannend zu lesen, da es reich gefüllt ist mit Praxis und Lebensgeschichten. Zudem ist es glaubhaft, da der Autor sich selbst nicht schont und auch spannende Infos aus seinem eigenen Leben und Glauben offenbart.

    Das Buch wird sowohl Interessierten am Glauben als auch langjährigen Christen einige gute Impulse mit auf den Weg geben. Es ist meines Erachtens sehr geeignet, Menschen, die sich für den Glauben interessieren, an diesen heranzuführen.
    Christen und Theologen kann das Buch zum Nachdenken anregen, wie man die Kirchenfernen wirklich erreicht. Der Ansatz, den Glauben als wichtige Ressource des menschlichen Lebens darzustellen, ist hierfür sehr empfehlenswert. Das Buch liefert damit einen wichtigen Beitrag, die momentane Glaubenskrise in unseren Kirchenanzugehen und, so Gott will zu überwinden.

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  3. Attila Albert wurde in der Crystal Cathedral getauft, das dort gepredigte Wohlstands- / Wohlfühlevangelium ist bekannt und entspricht nicht der Bibel (Apg. 20,27; Galater 1,8; 2.Timotheus 2,15 und 4,3; 2.Thessalonicher 2,10.11; 2.Korinther 2,17 und 11,13.14; Römer 16,18; Titus 1,10.11).
    https://theoblog.de/das-fromme-glueck/21144/

    Die Insolvenz dieser “Kathedrale” führte dazu, dass sie von der Katholischen Kirche gekauft wurde.

    Leider wurde Attila Albert dazu nicht interviewt.

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    1. @Claus F. Dieterle: Vollkommene Zustimmung. Allerdings scheint sich Albert doch von der Crystal Cathedral nunmehr zu distanzieren, was aus Folgendem hervorgeht:
      Die Spiritualität und die Religion können eine Basis sein für die persönliche Resilienz und Widerstandsfähigkeit?
      Ja, wobei ich nicht denke, dass sich Gottes Segen konkret in materiellen Verbesserungen, etwa einer Beförderung oder Lohnsteigerung messen lässt.
      Auch ich habe im Fernsehen früher sehr oft Robert Schuller sen. predigen gehört und gesehen. Genau das zuvor Geschilderte hat er gepredigt. Ich war nie überzeugt davon, hielt das für falsch.

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    2. Lieber Herr Dieterle,

      wenn es Sie genauer interessiert: Ich denke, Robert H. Schuller hat es spätestens ab den 80er Jahren mit dem „positiven Denken” weit überzogen und sich mit seinem Versuch, eine eigene Theologie zu schaffen („Self-Esteem: The New Reformation”) völlig verhoben. Gleichwohl verdanke ich seiner Anregung viel und erlaube mir grundsätzlich, selbst zu denken und eventuell eben nur Aspekte von anderen für mich zu übernehmen. Insgesamt ist die Diskussion aber Jahre nach seinem Abtreten und sogar seinem Tod wohl müßig, und die dortige Gemeinde hat ihr schmerzhaftes Korrektiv erfahren und neu anfangen müssen.

      Vielen Dank für Ihre Rückmeldung und weiterhin alles Gute, Attila Albert

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