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„Leeroy will’s wissen“: Christ trifft Atheist

Aviel ist gläubiger Christ und der festen Überzeugung, Gott bereits selbst erlebt zu haben. Im Videoformat „Leeroy will's wissen!“ traf er auf den Atheisten Adrian. Gemeinsam diskutieren sie über Homosexualität, Sex vor der Ehe und Jesus: ein Dialog auf Augenhöhe.
Von Johannes Blöcher-Weil
Szene aus dem YouTube-Format „Leeroy will's wissen!

Foto: YouTube/Screenshot pro

Aviel (links) und Adrian (rechts) diskutieren mit dem Influencer Leeroy über Kirche, Sünde und Sexualität

Der bekannte Influencer Leeroy hat in der aktuellen Ausgabe seines Videoformats „Leeroy will’s wissen!“ den gläubigen Christen Aviel und überzeugten Atheisten Adrian eingeladen.

Aviel erzählt, wie er in seiner baden-württembergischen Heimat ganz selbstverständlich den Glauben im Alltag erlebt habe. Aber erst als ein Freund für ihn gebetet habe, habe er einen Frieden erlebt, den er bis dahin nicht kannte. Heute sei er in Berlin Mitglied einer Freikirche und predige auch vor vielen Menschen.

Adrian ist dagegen überzeugter Atheist und bekennt, dass er die Wahrheit in der Bibel und im Glauben nicht finden konnte. Die letzte Kirchgängerin der Familie sei seine Oma gewesen. Er selbst habe mit 17 Jahren begonnen, den Glauben zu hinterfragen und dazu viele religiöse Bücher gelesen.

„Gott hat ein krasses Interesse an jedem Einzelnen“

Religion habe für ihn etwas Spaltendes. Er glaube nicht an einen Gott, sondern an den Menschen und dessen Empathie-Fähigkeit. Er wünsche sich ein laizistisches System wie in Frankreich, wo Staat und Kirche strikt getrennt seien. Nach den Missbrauchsfällen in der Katholischen Kirche habe ihn gewundert, dass der Täter seinen eigenen Fall aufklären dürfe.

Aviel spricht authentisch darüber, dass Gott „ein krasses Interesse an jedem einzelnen Menschen“ habe. Er glaube auch, dass sich sein irdisches Leben auf die Ewigkeit auswirke und ob er diese mit oder ohne Gott verbringe. Die Zehn Gebote seien ein „krasser Standard“: „Wenn sich viele daran halten, würde das die Welt deutlich verändern“, wünscht er sich.

Jesu Erlebnisse und Taten seien sogar in vielen außer-biblischen Quellen überliefert. Für Aviel ist er „das Zentrum von dem, woran ich glaube. Er liebt mich und hat die Strafe auf sich genommen, die ich verdient hätte.“ Seine Botschaft hätte sich nicht so rasant verbreitet, wenn es Fake-News gewesen wären.

Auch beim Thema Schöpfung nahm Aviel eine klare Position ein. Die Welt sei so komplex, dass sie nicht aus einem Zufall heraus entstanden sein könne. Er glaube, dass Gott den Mann für die Frau geschaffen habe. Das sei schon aus anatomischen Gründen sinnvoll. Trotzdem verurteile er niemand für eine andere Sexualität. Er selbst wolle mit dem Sex auch noch bis zur Ehe warten.

„Kirchensteuer ist eine unfassbare Frechheit“

Adrian kritisierte die stillen Feiertage wie Karfreitag, an denen ihm das Feiern verboten wird. „Das ist unfair!“ Die ersten drei der Zehn Gebote seien für ihn ein ungeheurer Narzissmus, der zweite Teil gute Grundsätze, die allerdings wichtige Dinge nicht berücksichtigten. Das Leben selbst habe für ihn keinen tieferen Sinn. Deswegen sei er bestrebt, ihm einen Sinn zu geben.

Er selbst stelle sich Gott immer mal wieder als Frau mit Schleier im Gesicht vor. Was in der Bibel über Gott stehe, sei für ihn historisch nicht haltbar. Dafür habe Gott zu oft seine Meinung geändert, sei fehlbar und voller Widersprüche. Auf die Frage, ob er Gott vielleicht noch einmal finden werde, antwortete der verheiratete Familienvater, „dass der Zug für ihn abgefahren“ sei.

Eine gewisse Einigkeit herrschte bei den Protagonisten bei der Kirchensteuer. Während Adrian es „als unfassbare Frechheit“ empfand, dass der Staat für die „beiden Vereine“ Geld eintreibe, bemängelte Aviel, wenn mit diesem Geld der Name von Gott missbraucht werde: „Aber es werden auch gute Sachen damit gemacht“, ergänzt Aviel. Die knapp 35-minütige Sendung war von einem respektvollen Umgang miteinander bestimmt.

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