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Bedford-Strohm: Ostergottesdienste sind zu verantworten

EKD-Chef Heinrich Bedford-Strohm hat sich überzeugt gezeigt, dass Ostergottesdienste trotz Pandemie zu verantworten sind. Die Bitte, nur virtuelle Gottesdienst zu feiern, hat die Bundesregierung zurückgenommen.
Von PRO
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Foto: pro/Norbert Schäfer

Heinrich Bedford-Strohm betonte die Bedeutung der Osterbotschaft gerade in der Pandemie-Zeit

Gottesdienste sind über Ostern nicht nur virtuell, sondern auch in Präsenz möglich, sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland und bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm in einem Interview des Deutschlandfunks. Die Präsenzgottesdienste fänden unter strengen Hygiene- und Schutzkonzepten statt, die sich bewährt hätten. Die Gemeinden setzten diese Konzepte so um, dass von den Gottesdiensten keine Infektionsrisiken ausgingen.

Ohnehin werde nur eine begrenzte Zahl von Menschen die Gottesdienste in den Kirchen besuchen. Sie anzubieten sei aber wichtig, weil nicht alle Zugang zu digitalen Formaten hätten. Die Kirchengemeinden würden selbst „sehr verantwortlich entscheiden“, in welcher Form sie einen Ostergottesdienst anbieten. „Wir haben jetzt ein Jahr Erfahrungen damit“, ergänzte Betford-Strohm. Zu Ostern gilt damit nach Angaben der Evangelischen Kirche eine ähnliche Regelung wie an Weihnachten. Die Hygienekonzepte seien seitdem allerdings noch einmal weiter entwickelt worden.

„Osterbotschaft noch nie so wichtig wie jetzt“

Die Pandemie habe die Menschen verwundet und erschöpft, daher ist es laut Bedford-Strohm gerade jetzt bedeutsam, die Osterbotschaft kraftvoll weiterzugeben. „Der Tod hat nicht das letzte Wort, die Dunkelheit siegt nicht, sondern das Licht.“ Diese Botschaft sei noch nie so wichtig gewesen wie jetzt. Es sei gut, dass die Kirchen die Möglichkeit, damit auf allen Kanälen die Menschen zu erreichen. Die 20 Landeskirchen in der EKD wollten dieser belastenden Zeit mit positiven Glaubenssätzen begegnen.

Der Bund-Länder-Beschluss zur Bekämpfung der Corona-Pandemie von vergangener Dienstagnacht sah eine „erweiterte Osterruhe“ vor. Gründonnerstag wie auch Ostersamstag sollten kurzerhand zu Ruhetagen erklärt werden. Zudem äußerten die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten die Bitte, Kirchen und Gemeinden mögen ihre Veranstaltung zu Ostern in virtuelle Räume verlegen. Die Kirchen zeigten sich überrascht von diesem Vorstoß und betonten, an Präsenzgottesdiensten festhalten zu wollen. Die Bundesregierung unter Angela Merkel (CDU) nahm die Regelung inzwischen zurück und überarbeitete den Beschluss. Der Wunsch nach virtuellen Gottesdiensten wurde ersatzlos gestrichen. Der Ratsvorsitzende der EKD sieht die Verantwortung für die Oster-Gottesdienst dennoch weiter bei den einzelnen Kirchengemeinden.

Von: Johannes Schwarz

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Eine Antwort

  1. “Ohnehin werde nur eine begrenzte Zahl von Menschen die Gottesdienste in den Kirchen besuchen.”
    Oder, anders formuliert:
    Wenn sie alle kämen, dann kämen sie nicht alle rein.
    Da sie aber nicht alle kommen, kommen eben doch alle rein.

    Ich jedenfalls werde fröhlich – und ohne übertriebene Corona-Panik – die Gottesdienste besuchen. Denn “live” ist eben doch noch näher an der Gemeinde.
    – Wer aber die Gottesdienste lieber von zu Hause aus erleben will, dem sei auch das gegönnt. Zuhause darf man die Lieder ja sogar laut mitsingen 😉

    Ob “live” oder “remote”, wesentlich bleibt aber, dass wir festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken;
    denn er ist treu, der sie verheißen hat;
    und lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken.

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