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Abendmahl an einem Tisch

Auf dem Ökumenischen Kirchentag haben Angehörige verschiedener Konfessionen in mehreren Gottesdiensten gemeinsam Abendmahl gefeiert. Kirchentagspräsidentin Bettina Limperg lobte das Zeichen, das davon ausgehe.
Von Jonathan Steinert
Tisch, Tafel, ÖKT, Kirchentag, Frankfurt, Ökumene

Foto: PRO/Jonathan Steinert

Dieser Tisch, eine Kunstinstallation zum Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt, besteht aus vier unterschiedlich hohen und geformten Teilen

Der 3. Ökumenische Kirchentag hat laut den Veranstaltern die Kirchen einander näher gebracht. Man sei „einen wichtigen Schritt weiter“, sagte der katholische Kirchentagspräsident Thomas Sternberg am Sonntag auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt am Main mit Blick auf eine neue Willkommenskultur bei Abendmahl und Eucharistie. Von Frankfurt gehe ein neues ökumenisches Signal aus: „Grenzt euch nicht ab, öffnet euch“, so Sternberg, der auch Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken ist.

Die wechselseitige Teilnahme an Abendmahl und Eucharistie sei ja seit vielen Jahren gelebte Praxis und geschehe jeden Sonntag „Hunderttausende Male“ in Deutschland, ergänzte Sternberg. Neu sei allerdings, dass das, was sonst eher im privaten Rahmen geschehe, in Frankfurt zum „ersten Mal öffentlich“ praktiziert worden sei. Insofern habe sich die Ökumene in Frankfurt verändert.

Am Samstagabend hatten katholische Christen Brot und Wein beim evangelischen Abendmahl empfangen, Protestanten nahmen an der katholischen Eucharistiefeier teil – darunter die Spitze des Kirchentages. Sternberg war zu Gast beim Abendmahl in der Evangelischen Gemeinde Frankfurt-Riedberg, unter anderem zusammen mit Volker Jung, dem Präsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Sternberg nannte seine Teilnahme eine „persönliche Gewissensentscheidung“.

In der Freien evangelischen Gemeinde nahmen die Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags, Julia Helmke, und der Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Marc Frings, am Abendmahl teil. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, sowie der Limburger Weihbischof Thomas Löhr waren zu Gast in einer orthodoxen Vesper. Auch der Vorsitzende des Arbeitskreises Christlicher Kirchen, Erzpriester Radu Constantin Miron, nahm daran teil.

Die evangelische Kirchentagspräsidentin Bettina Limperg erhielt die geweihte Hostie in einer katholischen Abendmahlsfeier im Frankfurter Dom. Sie freue sich, dass der Ökumenische Kirchentag mit diesen Gottesdienstfeiern in ökumenischer Sensibilität ein wichtiges Zeichen setze, das weit über den Kirchentag hinausreiche, sagte sie.

Von: epd/Jonathan Steinert

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Eine Antwort

  1. Ich bin begeistert ! So stelle ich mir schon seit Jahren das gemeinsame Abendmahl vor, daß schon bei Mt. 26 oder 1. Kor. 11 fast so ähnlich schon vor fast 2000 Jahren vom Zöllner Apostel Matthäus aufgeschrieben
    und von Jesus Christus praktiziert und eingeführt wurde. Danke für diese klare christl. Handhabung.

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