Schweiz: Mit Gott ins WM-Finale?

Nicht nur deutsche Nationalspieler haben bei der WM ihren Glauben öffentlich bezeugt. Auch die Schweizer beten gemeinsam auf dem Rasen – und haben einen besonderen Torjubel.
Von Martin Schlorke
Schweiz Fans

Erstmals seit der Heim-WM 1954 steht die Schweiz wieder im Viertelfinale einer Fußballweltmeisterschaft. Vorausgegangen war ein dramatisches Elfmeterschießen gegen Kolumbien. Den entscheidenden Elfmeter verwandelte Rubén Vargas. Seine Tore zuvor hatte der 27-Jährige mit zu einem Kreuz geformten Fingern bejubelt.  

Gegenüber dem Medienportal „nau.ch“ erklärte Vargas vor dem Spiel gegen Kolumbien, welche Rolle der christliche Glaube in seinem Leben spielt: „Es ist ein Fundament für mich“, erklärte der 27-Jährige. Der Glaube gebe ihm „Kraft und Mut“ und mach ihn dankbar. „Es ist ein Privileg, Fußball-Profi zu sein.“ Auf die Frage, wie er mit Rückschlägen umgeht, antwortete er. „Es ist normal, dass es im Leben nicht immer rund läuft. Darum ist es auch schön, dass er immer bleibt – er ist immer da. In guten wie in schlechten Zeiten für mich. Und dafür bin ich dankbar.“

Vargas ist aber längst nicht der einzige Nati-Spieler, der sich auf und neben dem Feld zu seinem christlichen Glauben bekennt. Gemeinsam mit einigen Teamkollegen betete er nach dem Triumph im Elfmeterschießen auf dem Spielfeld – so wie die deutschen Nationalspieler Felix Nmecha und Jonathan Tah.

Der Freiburg-Profi Johann Manzambi etwa jubelte ebenfalls mit der Kreuz-Geste. Auf Instagram schreibt Ersatztorwart zu jedem Post den Hashtag „godisgreat“ (deutsch: „Gott ist groß“). Und auch Stürmer-Star Breel Embolo bekennt sich regelmäßig in den sozialen Netzwerken zu seinem christlichen Glauben. Djibril Sow schreibt auf Instagram: „Gott hat die Kontrolle.“

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