Wut auf Gemeinde: Lastwagenfahrer rammt Kirche

In Österreich ist ein Mann mehrfach mit einem LKW gegen ein Kirchgebäude gefahren. Bereits in der vergangenen Woche ist der Fahrer negativ ausgefallen. Einen religiösen Hintergrund schließt die Polizei nicht aus.
Von Martin Schlorke
Altes Rathaus Brunn am Gebirge

Ein 32-jähriger Mann ist am Montag mit einem zwölf Tonnen schweren LKW in das Gebäude der rumänischen Pfingstgemeinde Elim in Brunn am Gebirge gefahren. Verletzt wurde dabei niemand. Allerdings verursachte der Mann auf der Fahrt von Wien nach Brunn am Gebirge mehrere Verkehrsunfälle und touchierte eine Fußgängerin, die dabei leicht verletzt wurde.

Nach Angaben der Polizei fuhr der Mann anschließend mehrfach gegen das Kirchgebäude und rammte dieses gezielt. Am Gebäude soll ein „immenser Schaden“ entstanden sein, weswegen es einsturzgefährdet ist.

Wie mehrere österreichische Medien übereinstimmend berichten, handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um einen rumänischen Staatsbürger, der in der Vergangenheit mehrfach die Kirche besucht haben soll. Vor einigen Wochen sei er bereits negativ aufgefallen und soll eine Bibel zerrissen haben.

Laut der Landespolizeidirektion Niederösterreich ist derzeit unklar, ob der Mann in einem psychischen Ausnahmezustand gehandelt hat. Die Ermittlungen hat die Mordgruppe des Landeskriminalamtes Niederösterreich übernommen. Zudem ist das Landesamt für Verfassungsschutz involviert, da ein religiöser Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann. Gegenüber der Polizei soll der Rumäne als Motiv angegeben haben, dass die Kirche sein Leben zerstört habe.

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