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Meinung

Wahre, echte Schönheit

Werbeagenturen hübschen ihre Fotos mithilfe von digitalen Retuschen auf – und vermitteln so ein schiefes Bild der Wirklichkeit. Norwegen geht jetzt dagegen vor. Sabine Langenbach kann das nur unterstützen.
Von Sabine Langenbach

Foto: PRO

Sabine Langenbach wirbt in Vorträgen dafür, zum eigenen Äußeren zu stehen.

Makellose Haut, kein graues Härchen, bestgeformter Körper. In der Werbung und den Videos, die Influencer ins Netz stellen, sieht alles immer so schön aus. Und genauso wollen die Zuschauer und Follower auch sein! 

Aber Achtung: Vieles ist zu um schön, um wahr zu sein!  Die Bilder und Filme werden oft für den perfekten Auftritt bearbeitet. 

In Norwegen ist damit seit dem 1. Juli Schluss. 

Per Gesetz muss retuschierte Werbung mit einem kreisrunden Hinweis gut sichtbar gekennzeichnet werden. Der Button, der mindestens sieben Prozent der Gesamtfläche einnehmen muss, ist Pflicht, wenn Körpergröße, Körperbau oder -form, die Haut oder die Gesichtsform nachträglich bearbeitet wurden.

Das Gesetz greift für Werbung in den klassischen und sozialen Medien und ausdrücklich auch für Influencer. 

Besonders jüngere Menschen sollen dadurch sensibilisiert werden, dass Werbung nicht immer die Realität spiegelt. 

Das find ich gut! 

In meinen Vorträgen erzähle ich immer davon, dass jeder Mensch ein Original Gottes ist. Geliebt und gewollt – so wie er oder sie ist. Davon bin ich fest überzeugt. 

Und trotzdem merke ich manchmal, dass ich mich selbst nicht immer mit der Brille der Liebe Gottes anschaue, sondern mit einer oberkritischen, die sicher auch durch Werbung geprägt wurde. 

Vor ein paar Monaten nervte mich beim Blick in den Spiegel mal wieder dieser doofe Leberfleck direkt neben meiner Nase. Kurz darauf hatte ich einen Hautarzttermin. Medizinisch war mit dem Fleck alles ok. Ich fragte, ob man den trotzdem entfernen lassen könnte. Ja, war die Antwort. Als ich das hörte, wurde mir klar: Wenn ich mir jetzt einen Termin geben lasse, trete ich meine „Gott liebt mich, wie ich bin“-Überzeugung mit Füßen. Ich erzählte der Ärztin von meinen Vorträgen.  Lachend sagte sie: „Dann ist ja klar, was Sie machen, beziehungsweise nicht machen!“ 

Egal in welchem Alter, ob Mann oder Frau: Von den Schönheitsidealen, die die Medien und Influencer präsentieren, braucht sich niemand verunsichern zu lassen. Jeder ist ein geliebter Gedanke Gottes, den er mit Fähigkeiten und Begabungen ausgestattet hat. Alle Menschen sind deshalb wertvoll und auf ihre individuelle Weise schön! 

Das find ich nicht nur gut, das find ich spitze!

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Eine Antwort

  1. Ein brandaktuelles, meißt unter dem Teppich verstecktes Thema in einer Socialmedia Welt der Lüge! Jugend bzw jugendliches Aussehen ist sozusagen einer der Schlüssel, besonders als Mensch der Bühne. Das Gott einen so liebt ist klar, aber da braucht ein Mensch vor Kameras und Bühnen schon ein dickes Fell mit riesiger Selbstbejahung. Leider fehlt das manchem und so wird er Opfer der Schönheitsdiktatur die auf Bühnen – TV – Film herrscht. Naklar ist es möglich dann andere Wege zu gehen „ so Gott will“

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