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US-Pastor verbrennt Harry Potter und Twilight

Der US-Pastor Greg Locke hat Bücher und Filme der Reihen „Harry Potter“ und „Twilight“ verbrannt. Die Bücherverbrennung ist Teil einer Predigtreihe.
Von Martin Schlorke
Buecherverbrennung-Greg-Locke

Foto: Greg Locke/Facebook/Screenshot PRO

Im Feuer wurden neben Bücher auch Tarot-Karten und Heilskristalle verbrannt

Wegen „dämonischer Einflüsse“ hat der US-Pastor Greg Locke Bücher und Filme der Reihen „Harry Potter“ und „Twilight“ verbannt. Die Aktion im US-Bundesstaat Tennessee war am Donnerstag live auf Facebook zu sehen. Das berichteten mehrere US-Medien. Mit der Verbrennung will Locke „Befreiung von den Dämonen“ erreichen. Im Video verkündigte er: „Eure Zauberei muss im Namen von Jesus weichen.“ Zuvor hatte Locke seine Anhänger aufgefordert, okkulte Gegenstände aus ihren Häusern zur Verbrennung mitzubringen, darunter Tarot-Karten oder Heilskristalle.

Die Verbrennung ist Teil der Predigtserie „Befreiung von Dämonen“, erklärt Locke in einem Instagram-Post. Dort schreibt er außerdem, dass er keine Hexerei dulde und „keine Kompromisse mit Teufelsanbetern“ eingehe. Es sei an der Zeit, die Menschen davon zu befreien.

Zusammenhang mit Verbot der Graphic Novell „Maus“?

Medienberichten zufolge ist Locke bereits in der Vergangenheit durch Verschwörungsmythen und aufgefallen. Zudem werden ihm Hetze gegen das Tragen medizinischer Masken und eine Nähe zur rechtsradikalen QAanon-Bewegung vorgeworfen. 2021 sperrte der Kurznachrichtendienst Twitter den Account von Locke dauerhaft.

In einigen Medien wird darüber spekuliert, ob die Verbrennung im Zusammenhang mit dem Verbot der berühmten Graphic Novel „Maus – Die Geschichte eines Überlebenden“ von Art Spiegelman im Zusammenhang steht. Die Schulkommission des McMinn County im US-Bundesstaat Tennessee hat das Buch aus dem Lehrplan der Schulen entfernt. Der Grund: Darin kämen acht Schimpfwörter vor sowie eine Zeichnung von Nacktheit.

In dem Buch verarbeitet der New Yorker Künstler Spiegelman in Form einer Geschichte mit gezeichneten Bildern die Erlebnisse seines Vaters Władysław Spiegelman und seiner Mutter Andzia Spiegelman, die beide das Konzentrationslager in Auschwitz und weitere Konzentrationslager überlebt hatten. Der Großteil der sonstigen Familie, darunter ihr erster Sohn, sowie Freunde wurden von den Nazis ermordet.

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5 Antworten

  1. Eine gute Aktion gegen Okkultismus und andere böse Geister und Einflüsse. Vielleicht sollten Christen auch Zeitungen und Zeitschriften, Kundenblätter usw. meiden, abbestellen oder nicht mehr kaufen, in denen die verallgemeinerten und unwahren täglichen Horoskope mehr Platz einnehmen wie z. B. das Wort z. Sonntag oder Hinweise auf Gottesdienste u. ä. !

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  2. @U.P.
    Wenn die Bücherverbrennung eines offensichtlich völlig falsch verdrahteten US-“Predigers” bejubelt wird als “gute Aktion gegen Okkultismus und andere böse Geister….”, dann erspart sich eigentlich jede weitere Wertung! Das ist hanebüchener Unfug! Und christlich ist das auch nicht, sondern “Störfunk” aus einer irren und gefährlichen Welt!

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    1. PS Die Grimmschen Märchen gehören unbedingt ins Feuer und Matthäus 2 muss aus der Weihnachtsgeschichte getilgt werden!

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  3. Achtung ! Satirisch gemeint: „ Jawoll! Recht hat er, der Herr Ullrich Papschik ! Man sollte eigentlich ALLE Printmedien verbrennen, oder mindestens für „Christen“ verbieten ! Da stehen oft furchtbare , zum Teil sogar verführerische „Wörters“ drin; und sogar manchmal fragwürdige Fotos/ Bilder, die für unmündige Christen SEHR GEFÄHRLICH sind !“
    Es passt jetzt ( nach meiner satirischen Bemerkung) nicht, von der Freiheit eines Christenmenschen zu schreiben, oder: „Alles ist euer,
    ihr aber seid Christi“.

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  4. Die Aktionen amerikanischer „Fernsehprediger“ wurden zu Recht von den meisten deutschen Frommen schon immer sehr kritisch gesehen. Man wird einfach das Gefühl nicht los, denen geht‘s mehr um die Münzen im eigenen Kasten, als um das Seelenheil der Anvertrauten.

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