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Ukraine-Krieg: Politiker sollen „Friedensstifter“ sein

Mehrere Dutzend Abgeordnete haben sich am Sonntagmorgen zum Gebet für Frieden getroffen. EKD-Bevollmächtigter Dutzmann erinnerte die Politiker an ihre besondere Verantwortung in der jetzigen Lage.
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Bundestag

Foto: Deutscher Bundestag / Thomas Köhler/photothek.net

Mehrere Bundestagsabgeordente trafen sich vor der Sondersitzung des Bundestags zum Ukraine-Krieg zum Beten (Symbolbild)

Vor der Sondersitzung des Bundestags zum Krieg in der Ukraine sind Abgeordnete am Sonntagmorgen zu einem Gottesdienst mit Friedensgebet in Berlin zusammengekommen. Das Unvorstellbare sei geschehen, es herrsche wieder Krieg in Europa, sagte der Bevollmächtigte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bei Bundestag und Bundesregierung, Martin Dutzmann, in seiner Predigt. Er rief die Politiker und Politikerinnen dazu auf, „Friedensstifter“ zu sein, und sich ihrer Verantwortung in der jetzigen Lage bewusst zu sein.

Es sei richtig, die Gewalt nicht einfach hinzunehmen, auch wenn dies Einschränkungen und Verzicht hierzulande bedeute, sagte Dutzmann. Zudem äußerte er die Erwartung, dass Deutschland mithelfe, den vom Krieg Gezeichneten Schutz zu bieten. Der Leiter des katholischen Büros in Berlin, Karl Jüsten, brachte das Bedauern darüber zum Ausdruck, dass diplomatische Bemühungen nicht dazu geführt haben, den Krieg zu verhindern.

Gelesen wurde in dem nachdenklichen Gottesdienst, zu dem mehrere Dutzend Abgeordnete in die katholische Kirche St. Thomas von Aquin gekommen waren, die Seligpreisungen aus der Bergpredigt Jesu. Darin enthalten ist das berühmte Bibelzitat „Selig sind, die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen“.

Der ökumenische Gottesdienst mit Friedensgebet fand nach Angaben der Kirchen auf Bitten von Mitgliedern des Bundestags statt. Gekommen waren unter anderen die Wehrbeauftragte des Bundestags, Eva Högl (SPD), CDU-Parteichef Friedrich Merz und der Grünen-Politiker Konstantin von Notz. Das Parlament kommt am Sonntag zu einer Sondersitzung zusammen, in der Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) eine Regierungserklärung zur Lage in der Ukraine nach dem russischen Angriff auf das Land abgeben wird.

epd
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3 Antworten

  1. Das hört sich alles immer so wunderbar an: “Politiker sollen Friedensstifter sein – Gebet für den Frieden – Gott ist die Liebe”.
    Haben die Menschen u. auch viele Christen vergessen, dass der Frieden mit Gott nur durch seinen Sohn Jesus möglich ist. Römer 5,1 “Da wir nun gerechtfertigt worden sind durch Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus, ..”
    Der Gott der Liebe, hat seinen Sohn für die Sünden der Menschen geopfert, hat Jesus für uns gerichtet, damit alle leben können, die an IHN glauben.
    Nachfolger Jesu sollen Botschafter an Christi statt sein und das Salz und LIcht der Welt. Haben wir Menschen/Christen, die Wahrheit vom Kreuz verloren?
    L.G. Martin Dobat

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  2. Die Idee finde ich super mit dem Friedensgottesdienst, denn die Obrigkeit ist von Gott eingesetzt. “Selig sind, die da geistlich arm sind, denn ihrer ist das Himmel reich” Vielleicht sollten sie in Zukunft öfter mal den lieben Herrn Jesus Christus um Rat fragen. .. Ganz privat möchte ich als Denkanstoß mit auf den Weg geben, daß wir in Frieden leben und bei uns Waffenbesitz unter Strafrecht steht… Das ist gut und richtig. Aber wir dürfen demütig und dankbar bedenken, daß wir das nicht alleine geschafft haben. Deutschland hat als Land, in dem Frieden herrscht auch eine Vorbildfunktion. Als Herr Schröder sich traute “Nein” zusagen, war ich tief beeindruckt. Genauso überrascht mich jetzt diese rasante schnelle Hilfe gegenüber dem angegriffenen Land. Heute erst erfuhr ich erst, daß noch gar keine EU-Mitgliedschaft besteht, was viele Menschen glaubten. Das stellt nur eine untergeordnete Rolle bei den Hilfsaktionen dar. Es gibt viele Varianten des Verbundenheitgefühles. Die Welle des Arrangements ist schon außerordentlich.

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  3. Ich finde es gut, wenn wenigstens einige unserer Politiker auf die Idee kommen, zu Gott zu kommen und ihn um Frieden zu bitten. Wer sonst hätten denn die Kraft dazu, Frieden zu stiften, als er?

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