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Straßenprediger in Zürich wegen Hassrede verurteilt

Ein Mann hatte im Juni 2021 in der Zürcher Innenstadt eine Predigt gehalten und Homosexualität als Sünde verdammt. Nun wurde er von einem Gericht wegen Diskriminierung und Hassrede verurteilt.
Von Jörn Schumacher
Der selbst ernannte Bußprediger sieht sich von Gott beauftragt, Homosexuelle zur Umkehr zu bewegen.

Ein 63-jähriger Mann, der von Beruf Nachhilfelehrer ist, hatte am Nachmittag des 19. Juni 2021 in der Bahnhofstraße von Zürich eine Bußpredigt gehalten. Darin verurteilte er Homosexualität als Sünde, die eine böse Lust und schändliche Begierde sei. Zwei Passanten riefen die Polizei, die den Mann kontrollieren wollte. Doch der Prediger rannte weg, und mehrere Polizisten nahmen die Verfolgung auf.

Das Bezirksgericht Zürich hat den 63-jährigen Christen laut einem Bericht der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) vergangene Woche zu einer Geldstrafe verurteilt wegen Diskriminierung und Aufruf zu Hass, sowie wegen Verhinderung einer Amtshandlung. Die Geldstrafe beläuft sich auf 95 Tagessätze zu 160 Franken (rund 163 Euro) auf Bewährung von zwei Jahren. Außerdem muss er die Gerichtskosten zahlen. Die zuständige Staatsanwältin hatte eigentlich eine höhere Strafe gefordert, nämlich eine bedingte Freiheitsstrafe von 8 Monaten sowie eine Geldstrafe von 10 Tagessätzen à 150 Franken.

Gericht: Prediger diskriminiert Homosexuelle

Seit 1983 predigt der Mann regelmäßig auf der Straße. Wie die NZZ berichtet, geriet der selbstständige Nachhilfelehrer bereits zuvor mit dem Gesetz in Konflikt. Der Prediger ist bereits wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung vorbestraft. Er hatte ebenfalls im Jahr 2021 eine Passantin mit der Bibel geschlagen und an der Hand verletzt. Ihr Handy, mit dem sie ihn filmen wollte, fiel deshalb auf den Boden und wurde beschädigt.

Das Gericht berief sich auf einen neuen Diskriminierungsartikel, den die Schweizer Stimmberechtigten im Februar 2020 in Kraft setzten. Dieser verbietet Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Orientierung. Es war eines der ersten Urteile seit Einführung der ausgeweiteten Anti-Rassismus-Strafnorm in der Schweiz.

Prediger sieht sich als „Retter der Homosexuellen“

Der Richter sagte laut NZZ bei der Urteilsbegründung: „Gegen das Diskriminierungsverbot verstoßen kann man auch, wenn man aus religiöser Überzeugung Aussagen macht. Denn sie sind für Betroffene herabsetzend und diskriminierend.“ Laut dem Schweizer Magazin Blick, das ebenfalls von der Gerichtsverhandlung berichtete, räumte der Richter zwar ein, dass der Mann Stellen aus der Bibel zitiert habe, doch bette er diese in seine eigene buchstabengetreue und fundamentalistische Interpretation ein, um Homosexuelle herabzusetzen. „Diese Ansichten sind im Jahr 2022 in Mitteleuropa definitiv aus der Zeit gefallen“, sagte der Richter. So könnte man ja auch das Zinsverbot aus dem Alten Testament buchstabengetreu interpretieren und auf der Straße predigen. „Aber Sie haben ja selber eine Hypothek auf Ihrem Haus“, sagte der Richter zum Verurteilten.

In seiner Erwiderung sagte der Straßenprediger, er diskriminiere niemanden, sondern sei vielmehr ein „Retter der Homosexuellen“. Es sei sein Auftrag von Gott, sie zur Umkehr zu bewegen. An den Richter gewandt, sagte er: „Sie verwechseln eine Bußpredigt mit Hass und Volksverhetzung.“ Er sei im Juni 2021 nach Zürich gereist, weil dort Sodom und Gomorrha herrsche. „Ich habe von Gott den Auftrag gefasst, die Menschen aus der Finsternis ins Licht zu führen“, so der Angeklagte.

Wie die NZZ berichtet, sagte der Angeklagte, als der Richter ihn nach seinen Lebensverhältnissen fragte, er sei Bußprediger. Und weiter: „Schauen Sie, als Kind Gottes, als Geretteter, erkauft durch das Blut Jesu Christi, führe ich die Befehle Gottes aus. Und Gott sagt: Wer nicht glaubt, wird verdammt werden.“ Er erklärte weiter, er sehe sich in der Tradition von Johannes des Täufers, Jesus Christus und der Apostel, die Buße gepredigt hätten, und er führe diesen Auftrag fort. Denn wenn jemand seine Sünde bekenne, erhalte er Gnade. Auf einen Anwalt verzichtete der Mann, seine Begründung: „Mein Beistand ist Jesus, er ist mein Herrgott, mein Geist.“

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20 Antworten

  1. Und wieder jemand, der andere Menschen mit der Bibel (er)schlägt. Hier sogar nicht nur im übertragenen Sinne… Nach Olaf Latzel wieder einer dieser aggressiven und gewalttätigen Menschen, die, statt sich mit ihrem Hass- und Aggressionsproblem in Therapie zu begeben und die Öffentlichkeit vor sich selbst zu schützen, sie in Form eines abartigen Gottesbildes in die Welt hinausschreien und anderen Menschen damit großen Schaden zufügen.

    Von wegen “Sodom und Gomorrah” herrsche in Zürich! Da hat der Angeklagte aber seine Bibel an dieser Stelle gar nicht wörtlich gelesen… Ich wüsste jedenfalls nicht, dass in Zürich regelmäßig ALLE männlichen Bewohner der Stadt Asylgewährende oder gastfreundliche Menschen auffordern, die männlichen Asylsuchenden oder ihre männlichen Gäste ihnen zu überlassen, damit sie sie vergewaltigen können!

    Und natürlich auch hier wieder die klassische fundamentalistische Hybris: Befehlsausführer Gottes, in einer Linie mit Johannes dem Täufer, Christus und den Aposteln, Jesus als Beistand…

    Es beschämt mich, dass solche Leute im Namen des Christlichen Glaubens sprechen!

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      1. Nein, denn er verhält sich genauso und stand auch genau wegen derselben Anklage vor Gericht. Es liegt auf der Hand, hier eine Verbindung herzustellen.

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        1. Olaf Latzel ist weder aggressiv noch gewalttätig. Im Gegenteil, er wurde von aggressiven und Gewalttätigen Personen bedroht, seine Kirche beschädigt. Er hat sich lediglich in einer internen Veranstaltung in der Wortwahl vergriffen, wofür er sich entschuldigt hat. Auch sein Gottesbild ist biblisch fundiert und in Übereinstimmung mit der biblischen Lehre christlicher Kirchen und Gemeinden. Wenn Sie hier nicht differenzieren können, sollten sie sich bitte zunächst umfassend informieren, bevor Sie einen Menschen zu Unrecht an den Pranger stellen.

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          1. @L. Freerksema
            Es entsetzt mich, dass Sie Olaf Latzel ernsthaft nicht für aggressiv und gewalttätig halten, nach allem, was man von oder über ihn nachhören und lesen kann! Offenbar haben wir sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, was Jesus mit “Tut anderen Leuten das, was ihr wollt, das sie euch tun” und Paulus mit “Lebt als Kinder des Lichts” meinte und was respektvolles Verhalten gegenüber Mensch und Tier im Allgemeinen bedeutet.
            Ich habe mich sehr wohl über ihn informiert und je mehr ich erfahren habe, desto mehr graust es mich vor diesem Menschen. Ich möchte ihm – zumindest solange er weiterhin so unbußfertig auf Erden sein Unwesen treibt – nicht begegnen.

            Ihr Whataboutism und mit dem Finger auf anderer Leute Fehler zeigen macht sein agressives Verhalten nicht besser, das diese Angriffe erst provoziert hat (ich kenne noch andere Pastoren, auch in der EKD, die keine positive Haltung zu Homosexualität haben, aber die erfahren solche Angriffe nicht – weil sie selbst nicht aggressiv und trotz allem respektvoll sind!)

            Und zum Thema Gottesbild: man kann sich aus den biblischen Texten sehr viele Gottesbilder zusammenschustern – er hat eindeutig eines gewählt, dass mit Jesus recht wenig zu tun hat.

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          2. An Hr. Freerksema:
            „lediglich in einer internen Veranstaltung in der Wortwahl vergriffen“ dann soll er es nicht ins Netz stellen oder stellen lassen. Dadurch ist es ja erst bekannt geworden! Und es geht nicht nur um die Wortwahl! Es geht um die objektiv unchristlichen Aggressionen solcher Prediger.
            Die Differenzierung ist hier bei mehreren Artikeln in den Kommentaren schon umfassend gelaufen.
            Das Gottesbild solcher Prediger scheint vielleicht durch ein oberflächliches Bibelverständnis abgedeckt zu sein. Bleiben Sie nicht dabei stehen!
            Meine Erfahrung mit Fundamentalisten ist: dass sie sich oft den Sprung in den wirklichen Glauben nicht trauen.
            Aber auch für Sie gibt es die Hoffnung, dass Jesus zu Ihnen spricht: „Tu dich auf! Öffne dich!“

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      2. Die Verbindung zu Latzel drängt sich geradezu auf! Dieser Hang, andere zu verurteilen und sich dafür auf Gott zu berufen ist schon sehr ähnlich.
        Solche Prediger benutzen die gleiche Bibel wie wirklich tiefe Christen…aber sie benutzen sie eben nur um ihre eigenen Aggressionen zu rechtfertigen, ihren eigenen Hochmut, den sie natürlich christlich verbrämen als Sendungsbewusstsein. Wenn es solchen Predigern wirklich um die Menschen gehen würde, würden sie wirklichen Kontakt zu den Menschen aufnehmen, sich einfühlen und auseinandersetzen. Aber es scheint doch wohl so zu sein, dass solche Prediger zunächst mal gefangen sind in sich selbst “Incurvatus in se”.

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  2. Zur UMkehr der Menschen finde ich den Mann mutig! & ja, es herrscht der ZEITGEIST & nicht GOTTES GEIST. Schuld vor Gott? … na die fängt ja schon in Gedanken an und naklar ist NIEMAND besser als der Andere. Generell ist das richtig mutig zu sein und nicht den Menschen aber GOTT zu gehorchen. Im Knast? … waren viele der Jünger CHRISTI

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    1. “Doch der Prediger rannte weg…”

      “…wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung vorbestraft…”

      Wahrlich sehr mutig.

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  3. Ich würde den Richter gerne Fragen, ob man ein Referat über Homosexualität, dass im Tonfall versucht, unfeindlich zu sein, auch verurteilen würde, wenn der Redner aus den relevanten Passagen des AT und NT darauf schließt, dass das Praktizieren von Homosexualität eine Sünde sei. Die Erwiderung bzgl. Zinsverbote zeigen eher, dass der Richter sich mit seiner Haltung als staatlicher Vertreter auf eine Ebene begibt, auf der er schlecht entscheiden kann: Was ist richtige, zulässige Theologie in seinen Augen und was falsche Theologie nach seiner Meinung. Und ab wann ist eine Meinung “buchstabengetreue und fundamentalistische Interpretation”, kenne ich doch inzwischen selbst offen-homosexuell lebende Theologen, die die Antwort der Frage derart abgeben, dass der Richter sie verurteilen müsste… . Gefallen lassen muss sich der Mann seiner Strafe durchaus mit Blick auf seine Haltung (Weglaufen) und seine Historie in der Vorstrafe.

    Jetzt wäre es aber spannend unter denjenigen, die das Urteil feiern, zu erfahren, ob sie auch der Meinung sind, dass ein Prediger im Gottesdienst, der die Frage streift und auch als Sünde beurteilt, ebenfalls verurteilt werden müsse? Zumindest die weiche Erklärung der “Einbettung” könnte ja dann immer kommen – egal wie scharfsinnig man den biblischen Text betrachtet. Und nein: Ich mache jetzt nicht die Frage auf, ob man Homosexualität derart biblisch betrachten kann/ muss. Alleine das “kann” man legitim tun aus biblischer Sicht, eröffnet ja das Problemfeld, in das man hier fällt: Zensur einer legitimen Schriftauslegung.

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  4. Liebe Kaja,

    Ist es denn ein Ausdruck von Liebe, wenn man seinen Nächsten nicht auf die Sünde hinweist, in der er lebt?
    Jemand hat einen Schimmelfleck in der Wohnung. Und alle finden das toll und bestätigen demjenigen, dass das schon in Ordnung sei. Dabei schadet das ihm und seinem Umfeld.

    Über die Form kann man immer streiten. Trotzdem wollte er sicherlich nicht sie, liebe Kaja, ansprechen. Sondern die Menschen die Gewohnheitsmäßig in dieser Sünde verharren.

    Lesen sie einmal den Sündenkatalog in 1. Korinther 6,9-10 durch. Dort geht es um Menschen, die in der Sünde verharren. Da braucht es manchmal ein paar klare Worte. Unbiblisch ist es nicht.

    Ich hoffe der Mann geht in Berufung, nur weltlich gesehen geht dieses Gesetz gegen die Meinungs- und Religionsfreiheit. Es führt dazu, dass man in der Schweiz nicht mehr Sünde als Sünde benennen kann.
    Wenn dadurch nur ein Mensch in der ganzen Masse umkehrt von seinem Irrweg und zum rettenden Glauben findet, wäre sein Einsatz nicht umsonst.

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  5. Was Sodom und Gomorrah angeht. Wen nimmt Lot denn da auf? Sind das wirklich „Asylsuchende“, wie sie behaupten?
    Die drei Personen als Asylsuchende zu bezeichnen ist schon ganz schön vermessen. Wollten sie wirklich in der Stadt leben oder waren sie nur auf der Durchreise, also Besucher, die wie Gäste bei ihnen nicht dauerhaft bei ihnen einziehen wollen. Bitte lesen sie doch einmal 1.Mose 19 durch.
    Vor der Unzucht von Sodom und Gomorrah wir oft in der Bibel gewarnt (zB. Judas 7). Die Geschichte in 1.Mose 19 ist sicherlich nur ein Beispiel, denn sonst wären die Städte kein solches negatives Beispiel.
    Haben sie sich schon über homosexuelle Praktiken informiert und den zT deutlich häufigeren Partnerwechsel dabei?
    Aus meiner Sicht weist das auf einen unnatürlichen Umgang mit Sexualität hin, wie ihn auch Römer 1,26-27 schildert.

    Viel grundlegender wäre doch die Frage, ob sie Homosexualiät für Sünde halten?
    Wenn nicht würde entweder ihre Meinung oder die Bibel unrecht haben.
    Da verlasse ich mich lieber auf Gottes Wort!

    (Bin gespannt wie weit die Meinungsfreiheit im Kommentarbereich von pro geht.)

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  6. Auch mich beschämt dieser Vorfall, gleichermaßen, wie der des Pfarrer Latzel´s. In ihrer Grundaussage haben beide recht, weil der Gott der Bibel, sich niemals ändert, und er die Menschen als Mann und Frau geschaffen hat. Die Genderideologie und der “LGBTIQ-Rausch” ist mit dem Wort Gottes nicht in Übereinstimmung zu bringen und ist dem Gott der Bibel ein Gräuel. Die Art und Weise wie dieser “Bußprediger” die biblische Wahrheit verkündigt hat und dann der Polizei “davonläuft”, ist jedoch ebenfalls nicht mit dem Wort Gottes in Übereinstimmung zu bringen. Wenn die Liebe Gottes fehlt, sind alle biblischen Wahrheiten umsonst. Allerdings sind solche “Auftritte” auch ein “Elfmeter” für die Welt, die abgefallenen Kirchen und humanistische Christen.
    L.G. Martin Dobat

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    1. Als Vertreter einer “abgefallenen Kirche” und “humanistischer Christ” muss ich Ihnen einmal wieder entgegnen:

      Die Liebe Gottes Gottes führte und führt bei Ihnen ja zu sehr eigenwilligen “Früchten” und die sollte man kennen, damit man weiß, wes Geistes Kind Sie sind:
      Sie haben in einem Vortrag, der noch viral ist, behauptet, die Juden hätten den Holocaust als Strafe Gottes verdient, und müssten noch mit weit schlimmeren Heimsuchungen Gottes rechnen, wenn sie Jesus nicht annehmen würden. Diese im Vollsinne perversen Aussagen, die sich noch auf Ihrer Webseite befinden, haben seinerzeit Dr. Josef Schuster, den Vorsitzenden des Zentralrates der Juden, veranlasst, Sie des Antisemitismus zu zeihen – vollkommen zurecht übrigens!
      Ihre Gottesvorstellung hat mit dem Bild, das uns Jesus von Gott vermittelt, wirklich garnichts zu tun, sondern macht aus Gott einen widerlichen und grausamen Despoten! Mit der Liebe Gottes haben Ihre Vorstellungen gar nichts zu tun!
      Natürlich werden Sie meine Entgegnungen nicht erreichen! Ich bin ja auch nur ein humanistischer Christ – um Ihre in jeder Hinsicht absonderliche Diktion aufzugreifen. Gott sei Dank – und auch das im wörtlichen Sinne – und hoffentlich bin ich das und deshalb widerspreche ich Ihrer in jeder Hinsicht menschenverachtenden und gotteslästerlichen Irrlehre.

      MfG
      Carvalho

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    2. PS Ich zitiere Sie wörtlich:
      “Und so war der Holocaust eine Züchtigung Gottes [aktiv, SIC!] an seinem Volk, das er liebhat.”
      Wie Sie das Wort “Liebe” benutzten, finde ich widerlich. Es ist ganz schwer angesichts solch obszöner Gedanken höflich zu bleiben!

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  7. Lieber Nathan M,
    Über die Frage mit Homosexualität und Sünde habe ich hier bereits ausführlich meine Position dargelegt. Biblisch fundiert, klar am jeweiligen Text orientiert, christuszentriert und unter Einbezug der seelsorgerlichen Perspektive und der Perspektive der Betroffenen. Sie können sie in den Kommentaren zahlreicher PRO-Artikel zum Thema Homosexualität nachlesen.
    Daraus ergibt sich dann auch meine Haltung zu den Formulierungen “Sünde Sünde nennen” und “Sünder auf ihre Sünde hinweisen” in Bezug auf Menschen mit homosexueller Orientierung.
    “Die Bibel” kann weder Recht noch Unrecht haben – denn sie ist ein Buch.

    Hinsichtlich des Begriffs Asylsuchende danke ich Ihnen für den Hinweis. Der Begriff war in der Tat nicht gut gewählt und ich hätte besser nur “Gastgeber” und “männliche Gäste” schreiben sollen!

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    1. Die Bibel als Buch ist natürlich nur das äußere Medium. Bekannterweise glauben “gläubige Christen”, dass die Bibel (die Heilige Schrift) von Gottes Geist inspiriert ist, also Wort Gottes ist. Wer nicht bereit ist, dass zu glauben, sollte dann konsequenterweise zu einem Psychologie- oder Philosophiebuch greifen und sich dort orientieren.

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      1. An P.-G.:
        Ihr Posting weckt in mir die Analogie zur Grundschule: Dort darf ja auch nicht nachgelassen werden, jedem Jahrgang neu das Lesen beizubringen. Das erfordert Geduld und Beharrlichkeit. Die Bibel ist nun mal ein Buch, Gotteswort im Menschenwort. Und es ist immer ein Verstehensprozess, auch das was unmittelbar gelesen erscheint, legen Sie im Kopf aus, bewusst oder unbewusst.
        Letztlich besteht die berechtigte Sorge, dass es gerade Fundamentalisten (allerdings leider unbewusst) mehr um die eigene Vergewisserung geht als um den Willen Gottes.

        Ein guter, ausführlicher und sachlicher Artikel: „Fundamentalismus / Biblizismus /bibeldidaktischer Umgang“ von Michael Fricke bei WiReLex. Sehr zu empfehlen!

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  8. @Kaja
    Sie schrieben oben über Olaf Latzel:
    “Ich habe mich sehr wohl über ihn informiert und je mehr ich erfahren habe, desto mehr graust es mich vor diesem Menschen. Ich möchte ihm – zumindest solange er weiterhin so unbußfertig auf Erden sein Unwesen treibt – nicht begegnen. ”

    Olaf Latzel war vor ca. 4 Jahren als Gastprediger unserer Gemeinde in der Schweiz. In dieser Zeit hat er in unserem Haus übernachtet. Somit konnte ich ihn persönlich näher kennen und auch schätzen lernen.
    Sie haben Ihr Urteil über ihn lediglich dadurch gefällt: “…was man von oder über ihn nachhören und lesen kann!” Welche Quellen haben Sie hierzu genutzt…??
    Seien Sie gewiss: Sie tun Olaf Latzel Unrecht!!!

    Mit freundlichen Grüssen

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