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Spenden für die Ukraine: Wie Sie helfen können

Die humanitäre Krise durch den Ukraine-Krieg verschärft sich. Viele christliche Organisationen helfen, die Not zu lindern. Eine Übersicht.
Von Norbert Schäfer
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Ankunft der ukrainischen Flüchtlinge an dem polnisch-ukrainischen Grenzübergang Medyka. Hier werden die Flüchtlinge mit warmen Essen und Kleidung versorgt. Von hier aus werden sie mit Bussen in Grossstädte und Sammelunterkünfte weitergeleitet.

Foto: Frank Schultze / Diakonie Katastrophenhilfe

Ukrainische Flüchtlinge an der Grenze zu Polen

Hilfswerke bitten um Spenden für die Menschen in der Ukraine und die, die aus Furcht um das eigene Leben in die Nachbarstaaten geflohen sind.

Allianz-Mission

Die Allianz-Mission kooperiert mit dem Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland, dem Internationalen Bund FeG (IFFEC) sowie den ukrainischen und polnischen Partnergemeindebünden und hilft Gemeinden in der (West-)Ukraine, die schon von Flüchtlingen überflutet wurden und dadurch finanziell und materiell überfordert sind.

Zudem sollen Gemeinden in Rumänien, Moldawien und Polen unterstützt werden, die entlang der Grenze zur Ukraine als Zwischenstation Flüchtlinge aufnehmen und ihnen helfen. Drei Hilfstransporte der Auslands- und Katastrophenhilfe des Bundes FeG in Deutschland sind bereits auf dem Weg. Die Allianz-Mission will auch bei Weiterreisen von der Grenze und der Vermittlungen von Unterkünften in Deutschland helfen.

Spendenkonto

Allianz-Mission e. V.
IBAN: DE86452604750009110900
BIC: GENODEM1BFG
Spendenzweck: Ukrainehilfe


Caritas

Die Caritas bittet, von Sachspenden für die Betroffenen des Ukraine-Kriegs abzusehen. Effektiver und wesentlich schneller sei es, dringend benötigte Dinge wie Decken, Lebensmittel, Wasser und Medikamente direkt vor Ort zu kaufen.

Spendenkonto

Caritas international
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02
BIC: BFSWDE33KRL
Stichwort: Ukraine-Konflikt


Deutsches Rotes Kreuz (DRK)

„Die Fluchtbewegungen aus der Ukraine lassen die Auswirkungen des bewaffneten Konflikts in der Wahrnehmung vieler immer näher rücken“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. „Darüber dürfen wir bei unseren humanitären Anstrengungen jedoch keinesfalls die Menschen vergessen, die im Land bleiben.“ Das DRK hat bereits einen größeren Hilfstransport nach Polen geschickt, ist aber auch weiterhin in der Ukraine vor Ort aktiv.

Spendenkonto

Deutsches Rotes Kreuz
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Ukraine


Diakonie Katastrophenhilfe

„Stündlich steigt die Zahl der Menschen, die über die Grenzen nach Polen, Rumänien, Ungarn, in die Slowakei und die Republik Moldau fliehen“, sagt Martin Keßler, Direktor der Diakonie Katastrophenhilfe. „Wir rechnen damit, dass der Bedarf an Hilfe noch deutlich zunehmen wird.“

„Wir konzentrieren unsere Hilfe zunächst auf die Menschen, die nach Polen und in andere Nachbarländer fliehen. An den Grenzen warten Zehntausende Menschen bei klirrender Kälte“, sagt Michael Frischmuth, Leiter Programme Diakonie Katastrophenhilfe. „Für die Menschen, die in die Nachbarländer geflohen sind, bereiten wir Bargeldhilfen vor, sodass sie sich lebenswichtige Güter nach Bedarf kaufen können.“

Spendenkonto

Diakonie Katastrophenhilfe
IBAN: DE68520604100000502502
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Ukraine-Krise


Global Aid Network (Gain)

Das christliche Hilfswerk Gain hilft aktuell in der Republik Moldau, in Polen, Ungarn und Rumänien. Das Hilfswerk stattet lokale Partner mit Hilfsgütern aus, damit ankommende Flüchtlinge dort sofort Hilfe erhalten können. Die ersten Transporte mit Matratzen, Decken, Kleidung, Lebensmitteln und Hygieneartikeln sind eigenen Angaben zufolge bereits in angrenzenden Ländern angekommen.

Spendenkonto

Global Aid Network (GAiN) gGmbH
IBAN: DE88 5139 0000 0051 5551 55
BIC: VBMHDE5F
Stichwort: Ukraine22



Humedica

Die Hilfsorganisation humedica hilft aktuell in Rumänien, Moldawien, Polen und in der Ukraine und entsendet zwei Einsatzteams an die ukrainische Grenze. Die Einsatzkräfte sollen in Polen und Rumänien weitere Hilfe auf den Weg bringen und koordinieren. Neben Einsatzkräften schickt humedica auch Hilfstransporte in die Grenzgebiete. Sie haben medizinische Güter, etwa Verbandsmaterialien, geladen. Auch lang haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Zucker oder Mehl sowie warme Decken, Schlafsäcke und Feldbetten sollen Richtung Ukraine gebracht werden.

Spendenkonto

humedica e.V.
IBAN: DE35 7345 0000 0000 0047 47
BIC: BYLADEM1KFB
Stichwort: Ukraine


Samaritan’s Purse

Die Lage in der Ukraine ist nach Einschätzung von Samaritan’s Purse „verheerend“. Den Flüchtenden fehle es an warmer Kleidung, Lebensmitteln und Hygieneversorgung, aber auch an persönlichem Beistand. Die Not der Flüchtlinge will das christliche Missionswerk mit seinen Verteilpartnern der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ und örtlichen Kirchengemeinden lindern.

Samaritan’s Purse e.V. (Weihnachten im Schuhkarton)
IBAN: DE12 3706 0193 5544 3322 11
BIC: GENODED1PAX
Stichwort: Ukraine


World Vision

World Vision Rumänien ist derzeit mit Mitarbeitern an der Grenze im Einsatz. Die haben erste Hilfsgüter verteilt und stellen nun den weiteren Bedarf fest. Die größere Verteilung von Hilfsgütern wie Hygienesets, Trinkwasser und weiterer Hilfsgüter sei in Planung, teilte World Vision Deutschland auf Anfrage mit. Der Hilfseinsatz soll auf die Grenzgebiete zwischen Moldawien und Ukraine ausgeweitet werden.

Spendenkonto

World Vision Deutschland e.V.
IBAN: DE89501900000000002020
BIC: FFVBDEFFXXX
Stichwort: Nothilfe Ukraine


Hintergrund: Humanitäre Katastrophe im Ukraine-Konflikt

Die Ukraine steht wegen des russischen Einmarsches laut Hilfsorganisationen vor einer humanitären Katastrophe. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR warnt vor der möglicherweise größten Flüchtlingskrise in Europa in diesem Jahrhundert. Hilfsorganisationen rufen angesichts des Leids und der anhaltenden Kämpfe zu Spenden und mehr Geld für die Hilfe in dem osteuropäischen Land und den Nachbarstaaten auf.

Seit Beginn der Invasion am Donnerstag sind nach Angaben der Vereinten Nationen rund 660.000 Menschen aus dem Land geflüchtet. Die größte Flüchtlingskrise in Europa in diesem Jahrhundert sei zu befürchten, sagte UNHCR-Sprecherin Shabia Mantoo am Dienstag in Genf. Der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, hatte zuvor erklärt, er habe in 40 Jahren Krisenerfahrung kaum jemals einen so schnell wachsenden Exodus erlebt.

Insgesamt rechnet die Organisation mit bis zu vier Millionen Flüchtlingen aus der Ukraine.

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