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Söder rät Lindner zum Eintritt in die Kirche

Christian Lindner musste wegen seiner kirchlichen Trauung Kritik einstecken. Politiker-Kollege Markus Söder gratulierte nun dem Paar und riet zum Kircheneintritt.
Von Norbert Schäfer
Markus Söder auf dem Kongress Christlicher Führungskräfte 2017

Foto: pro/Swanhild Zacharias

Markus Söder (CSU) ist seit 2018 Ministerpräsident des Freistaates Bayern

Die Hochzeit von Finanzminister Christian Lindner auf Sylt am vergangenen Wochenende hat eine Menge Staub aufgewirbelt. Der FDP-Politiker hatte seiner Frau Franca Lehfehldt in einer Kirche das Ja-Wort gegeben, obwohl beide keine Kirchenmitglieder sind. Lindner musste sich daraufhin unter anderem von der evangelischen Theologin Margot Käßmann den Vorwurf gefallen lassen, die kirchliche Trauung als „Kulisse“ missbraucht zu haben. Dagegen hatte sich Lindner in einem Interview mit „chrismon“ gewehrt und erklärt, dass ihm der kirchliche Segen wichtig gewesen sei. Auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, wieder in die Kirche einzutreten, hatte Lindner geantwortet: „In meine frühere Konfession nicht.“ Allerdings habe die Pastorin ihn im „Nachdenken bestärkt“. Der Politiker war im Alter von 18 Jahren aus der katholischen Kirche ausgetreten.

Nun hat sich der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in der Bild am Sonntag (BamS) zu der Lindner-Hochzeit zu Wort gemeldet. Söder gratulierte dem Paar zur Hochzeit und empfahl dem FDP-Politiker, wieder in die Kirche einzutreten. „Vielleicht ist das ein guter Moment, wieder in die Kirche einzutreten“, erklärte Söder, und weiter: „Das wäre ein großartiges Signal für den Glauben in diesen Zeiten.“ Offenkundig habe den beiden die Trauung in der Kirche gut gefallen.

Finanzminister und FDP-Vorsitzender Christian Lindner und die TV-Journalistin Franca Lehfeldt hatten sich am 9. Juli in der evangelischen Kirche St. Severin auf Sylt trauen lassen. Beide sind nicht Mitglied einer Kirche. Bei seiner Vereidigung zum Finanzminister im Dezember 2021 hatte der FDP-Politiker den Gotteszusatz „Ich schwöre es mit Gottes Hilfe!“ verwendet.
Ministerpräsident Markus Söder bezeichnet sich selbst als engagierten und überzeugten Christen. Söder ist evangelisch und war bis April 2018 Mitglied der Landessynode in Bayern.

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3 Antworten

  1. “… Eintritt in die Kirche”

    Das wäre die logische und richtige Konsequenz.
    Das würde ich auch empfehlen.

    Kirche benötigt Vielfalt.
    Gleichzeitig muss Kirche aber auch auf dem richtigen Grund stehen: 1. Kor. 3, 11. (woran ich manchmal/ oft zweifle, wenn ich sehe, wie sich “Kirche” dem Zeit”geist” anpasst).

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  2. Ach, der alte Querkopf Söder und seine Ratschläge. Wenn man so, wie er, den Machtmenschen demonstrierend, mit den Menschen umgeht bzw. umging, Beispiel: Armin Laschet, dann sollte man sein angebliches “Christsein” nicht immer wieder betonen. Wie heißt es in der Bibel: An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.

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    1. ist halt so ein Sünder wie wir anderen auch. Gut dass er nicht Bundeskanzler wurde, aber in der Sache hier hat er Recht, finde ich.

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Kommentare sind geschlossen.

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