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„Salvator mundi“: Polizei stellt kopierten „Heiland der Welt“ sicher

Italienischen Behörden ist der Heiland ins Netz gegangen. In einer Privatwohnung stellte die Polizei eine geraubte Nachbildung des „Salvator mundi" sicher - einem Gemälde von Leonardo da Vinci.
Von Norbert Schäfer
„Salvator mundi“ (dt. „Heiland der Welt“) - das Original aus dem 16. Jahrhundert wird Leonardo da Vince zugeschrieben. Das Ölgemälde ist das derzeit teuerste Gemälde der Welt.

Foto: gemeinfrei

„Salvator mundi“ (dt. „Heiland der Welt“) – das Original aus dem 16. Jahrhundert wird Leonardo da Vince zugeschrieben. Das Ölgemälde ist das derzeit teuerste Gemälde der Welt.

In Italien hat die Polizei eine zeitgenössische Nachbildung des bislang teuersten Gemäldes der Welt sichergestellt. Es handelt sich um eine Kopie des Bildes „Salvator Mundi“ (dt.: „Heiland der Welt“) des italienischen Künstlers Leonardo da Vinci. Das Original aus dem 16. Jahrhundert war im Jahr 2017 im britischen Auktionshaus Christie’s für rund 450 Millionen Dollar an einen anonymen Bieter versteigert worden und befindet sich seitdem in Privatbesitz.

Das nun in Neapel sichergestellte Kunstwerk wurde verschiedenen Medienberichten zufolge aus einem Museum der Stadt gestohlen. Es stammt vermutlich von einem Schüler da Vincis. Das sichergestellte Porträt ist – mit leicht veränderter Farbgebung zum Original – eine Darstellung von Christus im Stil der Renaissance. Der „Heiland der Welt“ erhebt auf dem Ölgemälde seine rechte Hand auf Schulterhöhe zum Segen, dabei hält er in der linken Hand eine durchsichtige Kugel in Höhe der Hüfte.

Über die genaue Urheberschaft des nun sichergestellten Gemäldes gibt es bislang nur Spekulationen. Vermutlich wurde das Porträt von einem Schüler da Vincis geschaffen und stammt wie das Original aus dem frühen 16. Jahrhundert. Auch die Urheberschaft des Originals war lange Zeit umstritten. Verschiedene Expertisen zu dem Original schreiben das Bildnis als eigenhändiges Werk Leonardo da Vinci zu. Anderslautende Bewertungen erkennen in dem Gemälde eine Werkstattarbeit.

Das gestohlene Bild hing Medienberichten zufolge im Schlafzimmer eines 36-Jährigen. Der Mann wurde festgenommen. Das Museum der Kirche San Domenico Maggiore erfuhr demnach erst nach der Sicherstellung der Darstellung durch die Polizei von dem Raub. Der Diebstahl war wegen der Schließung des Museums, bedingt durch die Coronamaßnahmen, offenbar nicht bemerkt worden.

Von: Norbert Schäfer

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