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Sängerin Nina Hagen: „Bibel ist guter Ratgeber“

Dass Nina Hagen zu einem besseren Menschen geworden ist, verdankt sie nach eigenem Bekunden der Bibel. In dem Buch der Bücher sieht die Künstlerin einen „guten Ratgeber“.
Von Norbert Schäfer

Foto: pro

Catharina „Nina“ Hagen (Archivbild) wurde am 11. März 1955 in Ost-Berlin geboren. 1976 emigrierte die Künstlerin aus der einstigen DDR in den Westen.

Die Künstlerin Nina Hagen ist durch „ihren guten Ratgeber“, der Bibel, zu einem besseren Menschen geworden. Das hat die Sängerin und Songwriterin gegenüber der Augsburger Allgemeinen vom Wochenende in einem Interview erklärt.

Menschen ihres Alters würden mitunter andere „lautstark und cholerisch niedermachen, sie maßregeln und demütigen“. Dass sie ein solcher Mensch nicht mehr sei, verdanke sie der Bibel. „Ich habe gelernt, Böses nicht mit Bösem, sondern immer nur mit Gutem zu beantworten“, sagte die Künstlerin. Das Christsein sieht Hagen als „eine Lebensschule“. Man werde nie „ein perfekter Mensch“, übe sich aber darin, „zu schlichten statt zu richten“.

„Schwerter-zu-Pflugscharen-Romantikerin“

„Gott, die Liebe, das Leben jetzt und das Leben in der kommenden Dimension, nachdem man die sterbliche Hülle verlassen hat – darum geht es doch beim Menschsein“, sagte die Sängerin, die gerade ein neues Album unter dem Titel „Unity“ veröffentlicht hat. „Ich verstehe unter ‚Unity‘ die Vereinigung im Sinne des Christentums, die in Gottes Liebe gründet“, erklärte Hagen ihr Verständnis von Einheit, Zusammenhalt und Solidarität gegenüber der Zeitung.

Enttäuscht zeigte sich Hagen darüber, dass sich die „Weltpolitik wegentwickelt hat von einem friedlichen Miteinander“. Als Christin könne sie ihre Zuversicht aber nicht verlieren. „Ich glaube volles Rohr an die Liebe. Gott ist Licht ohne jede Finsternis, er ist Quell allen Lebens“, sagte Hagen, und weiter: „Wenn wir uns nur einfach gegenseitig lieb haben könnten, dann werden sich unsere versteinerten Herzen erweichen.“ Hagen rechnet damit, dass man sie angesichts des Krieges in der Ukraine als „Schwerter-zu-Pflugscharen-Romantikerin“ beschimpfen könnte, weil „diese Welt nicht viel übrig hat für Menschen, die keinen Bock auf Waffen und Rüstung haben“.

Eigenen Angaben zufolge stand Hagen mit dem Schriftsteller Heinrich Böll im Austausch über Fragen des Glaubens. Böll habe sie „tief beeindruckt und begeistert“ und habe mit ihr – „damals fast noch ein Kind“ – auf „Augenhöhe über Gott und die Welt“ gesprochen.

Die Künstlerin freut sich auch auf die Weihnachtszeit, die „Ruhe und das Friedliche an den Tagen“ und auch darüber, dass „es den lieben Gott gibt und dass ich anderen Menschen etwas Gutes tun kann“.


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3 Antworten

  1. “Die Künstlerin freut sich auch auf die Weihnachtszeit, die „Ruhe und das Friedliche an den Tagen“ und auch darüber, dass „es den lieben Gott gibt und dass ich anderen Menschen etwas Gutes tun kann“.
    Den (nur) “lieben Gott” gibt es nicht. Das wäre ja ein Gott, wie ich ihn gerne hätte, wie er in meinen Kram passt. Über den ich verfügen könnte. Der sog. “liebe Gott” ist der Gott des Aller-Welt-Geschwätzes.
    Der Gott, wie wir ihn aus der Bibel kennen, ist ein heiliger und gerechter Gott. Und ein Gott der Liebe. Es ist dem Menschen nicht möglich, umfassend zu definieren, wie Gott ist. Das Geschöpf urteilt nicht über den Schöpfer.

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    1. Ach, Herr Weber, …. w i e d e r „wissen Sie es besser/ am besten,“ wie Gott ist ,😇
      Warum können Sie sich nicht einfach mal darüber freuen, wie köstlich frei Nina Hagen von ihrem Glauben und von ihrem Verhältnis zu Gott berichtet und lebt ? Manchmal tun Ihre abwertenden, besserwisserischen Kommentare „echt weh“! In gleichen Kommentaren schreiben Sie dann „von der unendlichen Liebe Gottes“.
      Auch, wie Sie verächtlich über so gute, klärende Kommentare von Carvalho herziehen… da ist bei Ihnen nichts mehr zu spüren von Respekt für andere, als Ihre Meinungen.

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  2. Nina Hagen sprach vom “Leben in der kommenden Dimension, nachdem man die sterbliche Hülle verlassen hat”, nun, glaubt sie an Himmel und Hölle?
    Von der Hölle wird ja nur noch sehr selten gesprochen, dazu gehören auch Prediger, weil sie nicht daran glauben…

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Kommentare sind geschlossen.

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