Papst beschwichtigt im Streit mit Trump

In einer jüngsten Äußerung bemüht sich Papst Leo XIV. um Deeskalation mit dem Weißen Haus. US-Vize J.D. Vance steigt darauf ein.
Von Anna Lutz
Eine Fotomontage von Papst Leo auf der linken und Donald Trump auf der rechten Seite. Donald Trump hält eine Bibel in die Kamera und schaut grimmig.

Papst Leo erklärte am Samstag vor Medienvertretern, es liege „keineswegs in seinem Interesse“ weiterhin mit dem US-Präsidenten Donald Trump zu debattieren. In einer Rede in Kamerun hatte er jüngst „Tyrannen“ kritisiert, die die Welt plündern. Die Rede sei vor zwei Wochen geschrieben worden, aber wegen der aktuellen Debatte fälschlicherweise auf Trump bezogen worden, erklärte der Pontifex weiter. 

Dankbar, dass der Papst das gesagt hat

Tatsächlich hatte es in der vergangenen Woche einen Konflikt zwischen Trump und Papst Leo gegeben. Letzter hatte in seiner Osterbotschaft zu Frieden im Nahen Osten aufgerufen und erklärt, Gott stehe nicht an der Seite derer, die Bomben werfen. Trump und auch sein Vize J.D. Vance hatten ihre Politik verteidigt und ihrerseits scharfe Kritik am Oberhaupt der Katholiken geübt. 

Auch Vance äußerte sich nun nach den jüngsten Einlassungen von Papst Leo via „X“. „Ich bin dankbar, dass der Papst das gesagt hat“, erklärte er. Die Realität sei komplexer als von den Medien dargestellt. „Papst Leo predigt das Evangelium so, wie er es sollte und das bedeutet unausweichlich, dass er seine Meinung zu moralischen Fragen des Tagesgeschehens eröffnet. Der Präsident – und seine ganze Administration – arbeiten dafür, diese moralischen Prinzipien in einer verkommenen Welt wirksam zu machen.“ Vance fügt in Richtung Papst hinzu: „Er wird in meinen Gebeten sein und ich hoffe, ich auch in seinen.“ Vance ist selbst katholisch. 

So kehrt zunächst wohl Ruhe ein in einen Streit ein, der die Welt bewegt, aber durchaus auch belustigt hat. Nicht zuletzt durch ein Bild, das Donald Trump im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung postete und das ihn als Jesus zeigte, der einen Menschen heilt. Viele warfen ihm deshalb Blasphemie vor. Trump selbst erklärte, er habe sich als Arzt zeigen wollen und löschte das Bild wieder. Dennoch fluteten Social Media-Nutzer das Netz in den folgenden Tagen mit selbst erstellten Memes zum Thema

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