Trump lässt sich von Jesus umarmen

Die Auseinandersetzung zwischen Donald Trump und Papst Leo XIV. geht in die nächste Runde. Der US-Präsident hat erneut ein Bild auf seinem Kanal Truth Social geteilt. Darauf wird er von Jesus umarmt.
Von Johannes Blöcher-Weil
Das neueste KI-Bild zeigt Donald Trump in trauter Einigkeit mit Jesus

Donald Trump kann es nicht lassen. Der amerikanische Präsident hat nachgelegt und erneut ein KI-Bild mit religiösem Bezug veröffentlicht, das dieses Mal einer seiner Anhänger generiert hat. Es zeigt ihn gemeinsam mit Jesus, der darauf den Präsidenten umarmt.

Das Bild hat Trump in einem eigenen Post auf seiner Plattform „Truth Social“ geteilt und um den Text ergänzt: „Den linksradikalen Verrückten gefällt das vielleicht nicht, aber ich finde es ziemlich schön.“ Damit geht Trump in seiner digitalen Auseinandersetzung mit dem Oberhaupt der Katholischen Kirche in die nächste Runde.

Ein bereits von ihm veröffentlichtes Bild, das ihn als Erlöser zeigt, wurde unterdessen entfernt. In diesem Zusammenhang hatte er den Papst für dessen Äußerungen zum Iran-Krieg heftig kritisiert. Trump hatte sogar behauptet, dass Leo XIV. ohne ihn als Präsidenten nicht Papst geworden wäre.

„Werde den Krieg weiter kritisieren“

Auslöser für die ganze Debatte war das Friedensgebet von Papst Leo XIV. letzten Samstag, in dem dieser das Ende aller Kriege gefordert hatte. Ohne Namen zu nennen, sprach er von „Allmachtsfantasien, die um uns herum immer unberechenbarer und aggressiver werden“. Der Papst hatte Drohungen Trumps gegen den Iran bereits als „wirklich inakzeptabel“ verurteilt.

Leo selbst befindet sich gerade auf einer Afrikareise. In einer Stellungnahme machte er deutlich, dass die Welt heute die Botschaft hören müsse, dass Menschen trotz ihrer unterschiedlichen Glaubensrichtungen friedlich zusammenleben ‌könnten. Auf die jüngsten Attacken Trumps ging er ‌dabei nicht direkt ein. Am Montag hatte er gegenüber der Nachrichtenagentur „Reuters“ betont, dass er keine Angst vor der amerikanischen Regierung habe und den Krieg weiter kritisieren werde.

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