Das christliche Medienmagazin

„Oh My God“: Adele veröffentlicht religiös-mysteriösen Musikclip

Adele gehört zu den erfolgreichsten Sängerinnen unserer Zeit. Am Donnerstag veröffentlichte sie einen Videoclip zu ihrem Song „Oh My God“. Nicht zufällig spielt das Filmchen mit religiösen Bildern, offenbar geht es um das Thema Verführung.
Von Jörn Schumacher
Adele

Foto: YouTube, Screenshot PRO

In ihrem neuesten Musikvideo greift Adele religiöse Motive auf

Adele, die mit bürgerlichem Namen Adele Laurie Blue Adkins heißt, hat über 100 Millionen Tonträger verkauft und gilt als eine der erfolgreichsten Sängerinnen unserer Zeit. Die 33-jährige Britin verkaufte ihr Album „21“ über 31 Millionen Mal, damit war es das am häufigsten verkaufte Album des 21. Jahrhunderts. Adele erhielt 15 Mal einen Grammy, für den Song „Skyfall“, das Titellied im gleichnamigen James-Bond-Film gewann sie zusätzlich einen Golden Globe und einen Oscar. Medienwirksam hatte die Künstlerin am Mittwoch über Instagram einen Videoclip zum Song „Oh My God“ angekündigt. Einen Tag später lüftete sie das Geheimnis, und schon nach wenigen Stunden zählte der Clip über acht Millionen Klicks.

Wie so oft bei Popsongs mit religiösen Bezügen ist auch bei „Oh My God“ nicht eindeutig zu sagen, ob sich die Ansprache im Liedtext an ein (männliches?) Gegenüber richtet oder an Gott. Ist es eine Aussprache mit einem Freund, oder ein Gebet – oder ein bisschen von beidem? Im Interview des amerikanischen Radiosenders Audacy sagte Adele, es gehe im Song um die Zeit, in der sie nach einer langen Phase von Angstzuständen zum ersten Mal wieder ihr Haus verlassen konnte. Damals war sie 30 Jahre alt, auch ihr aktuelles Album heißt „30“. Das Lied „Oh My God“ ist der fünfte Track dieses Albums, das im November 2021 erschien.

Zwischen Himmel und Hölle

Das Video beginnt mit der Großaufnahme eines Apfels, und der spielt im weiteren Verlauf eine Rolle. Auch eine Schlange kommt vor – offenbar spielt das Video mit dem Thema Versuchung, und Adele ist mehrmals im Video doppelt zu sehen, so als müsse sie sich zwischen zwei Optionen entscheiden. Welche Möglichkeiten zur Auswahl stehen, erzählt das Video nicht.

„Ich habe nicht viel Zeit zu verlieren“, heißt es in der ersten Zeile von „Oh My God“. „Aber ich will mir die Zeit für dich nehmen und dir zeigen, wie wichtig du mir bist. Ich wünschte, ich könnte dir erlauben, meine Mauern einzureißen. Aber ich drehe mich immer noch so wie außer Kontrolle.“ An anderer Stelle heißt es: „Ich weiß, dass es falsch ist. Aber ich will Spaß haben.“ Sie singt von „einem Schwanken zwischen Himmel und Hölle“: „Das ist ein Kampf, den ich nicht führen kann.“

Im Refrain heißt es: „Oh mein Gott, ich kann es nicht glauben / Unter all den Menschen in der Welt / Wie wahrscheinlich ist es / aus meinem Leben in deine Arme zu fallen?“ Schließlich singt Adele in vielen Wiederholungen: „Herr, lass mich nicht im Stich! Ich sage: Lass mich nicht im Stich! (oh Herr).“ Am Ende beißt die Sängerin entschlossen in den Apfel.

„Was will uns Adele mit DIESEM neuen Clip sagen?“, fragte der deutsche Fernsehsender RTL und sprach wohl vielen Fans aus der Seele. „Was sie wohl mit den religiösen Anspielungen, die sie wie einen verführerischen Engel wirken lassen, ausdrücken mag?“, rätselt die Website Kulturnews. „Die Kulisse im Hintergrund wirkt improvisiert und hebt Adeles engelsgleiche Erscheinung auch mit heligenscheinartigen Lichtelementen immer wieder hervor.“

Versuchungen wird die britische Sängerin in Zukunft genug haben; sie startet am 21. Januar ihr Engagement in Las Vegas, der „Sin City“, also der sprichwörtlichen „Stadt der Sünde“. Jedes Wochenende wird Adele dann bis zum 16. April im „Caesars Palace Hotel“ auftreten. Im Internet reagierten zahlreiche Follower auf den Song und das Video mit der bekannten Abkürzung, die zum Titel des Songs „Oh My God“ passt: OMG!

Ihr Beitrag für christliche Werte in den Medien
Bei PRO sind alle Beiträge frei zugänglich und kostenlos - und das wird auch so bleiben. PRO finanziert sich durch freiwillige Spenden.

Wir arbeiten in der PRO-Redaktion jeden Tag dafür, Ihnen solide Informationen zu liefern über Themen, die Sie interessieren.

Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin den christlichen Journalismus bieten, den Sie von PRO kennen.

Viele PRO-Leser helfen schon mit. Sind Sie dabei?

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien. Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden.

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

PRO-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen