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Mehr Journalisten denn je in Haft

Die Organisation Reporter ohne Grenzen schlägt Alarm: Noch nie waren so viele Medienschaffende inhaftiert wie jetzt. Traurige Spitzenreiter sind China, Myanmar und neuerdings Iran.
Von Anna Lutz
Für Recherchen zu Themen wie Korruption, organisiertem Verbrechen und Umweltzerstörung riskieren Journalisten in einigen Ländern ihr Leben (Symbolfoto)

Foto: Engin Akyurt, Unsplash

Mehr Journalisten denn je sitzen weltweit im Gefängnis – unter anderem im Iran

Weltweit sitzen 533 Medienschaffende wegen ihrer Arbeit im Gefängnis. Das sind laut Reporter ohne Grenzen mehr denn je. Die Zahl ist allein im Jahr 2022 um ein Viertel gestiegen. Das liegt vor allem an den Ereignissen im Iran. China ist zwar nach wie vor Spitzenreiter bei den Inhaftierungen mit 110 eingesperrten Journalisten. Es folgt Myanmar mit 62. Im Iran jedoch sitzen seit Beginn der landesweiten Proteste 47 Journalisten in Haft. Zuvor waren es 14.

Mord und Entführungen

Insgesamt kamen im vergangenen Jahr 57 Journalisten ums Leben. Das sind elf mehr als im Vorjahr. Als Grund dafür nennt Reporter ohne Grenzen vor allem den Krieg in der Ukraine. Allein acht Journalisten starben dort. Doch auch außerhalb von Kriegsgebieten kommen Medienschaffende gewaltsam zu Tode. Allein in Mexiko wurden elf von ihnen getötet. Als gefährlichste Recherchethemen gelten Krieg, organisierte Kriminalität und Korruption.

65 weitere Medienschaffende sind derzeit weltweit als entführt gelistet. Besonders in Syrien, im Irak und im Jemen verschwinden Journalisten. Reporter ohne Grenzen geht davon aus, dass in den meisten Fällen islamistische Gruppen wie der Islamische Staat oder Al Kaida für die Taten verantwortlich sind.

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