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Magnetische Felder bestätigen Invasionen im biblischen Israel

Israelische Forscher können mittels geomagnetischer Felder Archäologie betreiben. Die neuen Erkenntnisse zeigen: Einige biblische Feldzüge sind bereits richtig datiert.
Von Johannes Schwarz
Mittels Magnetfeldern lässt sich Archäologie betreiben

Foto: Universität Tel Aviv

Neben diversen Funden helfen Magnetfelder bei der Rekonstruktion der Geschichte

Wissenschaftler bestätigen durch neuste Forschung einige biblische Berichte über die ägyptischen, aramäischen, assyrischen und babylonischen Feldzüge gegen Israel und Juda. Durch geomagnetische Felder können die Forscher der Universität Tel Aviv und der Hebräischen Universität Jerusalem die Zerstörungsgeschichten in Israel rekonstruieren.

Aus vorhandenen Funden konnten die Forscher ein zuverlässiges wissenschaftliches Werkzeug für die archäologische Datierung entwickeln. Die Richtung beziehungsweise die Intensität der Magnetfelder geben aus bereits verbrannten Überresten Aufschluss über zeitliche Abfolgen, so berichtet es die Zeitung „Jerusalem Post“.

König Hasael für Zerstörung mehrerer Städte verantwortlich

Nach der aufwendigen Untersuchung der israelischen Funde weisen die Ergebnisse darauf hin, dass der König von Aram-Damaskus, Hasael, verantwortlich für die Zerstörung mehrerer Städte war. Seine Armee zerstörte und verbrannte die Städte Tel Rechov, Tel Sajit und Horvat Tevet. Hinzu kommt die Invasion der Stadt Gath. Die Stadt der Philister zerstörte Hasael nach Datierung der Wissenschaftler um 830 vor Christus.

Bislang machten Historiker Hasael auch für den Untergang der Stadt Beit Schean verantwortlich. Diese These widerlegen allerdings die magnetischen Felder. Dort analysierten die Forscher ein wesentlich anderes Magnetfeld als bei den bisherigen von Hasael zerstörten Gegenden. Stattdessen sei der Untergang von Beit Schean etwa 100 Jahre früher gewesen, als weitere Städte in der Umgebung dem Erdboden gleich gemacht wurden.

Laut den Forschungsergebnissen ist das Königreich Juda außerdem nicht allein durch die Babylonier gefallen. „Während Jerusalem und Grenzstädte von Judäa aufhörten zu existieren, blieben andere Städte im Negev und im südlichen Judäa unberührt”, erklärte der beteiligte Wissenschaftler Eres Ben-Josef.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit zerstörten die Edomiter im Laufe der folgenden Jahrzehnte die bisher unversehrten Gebiete. Vermutet wird, dass in der Bibel den Edomitern deshalb Hass entgegengebracht wird, weil sie für einen Teil der Zerstörung mitverantwortlich waren.

Begeisterung für Magnetfeld-Technologie

Die israelische Erforschung der Magnetfelder zu biblischen Invasionen wird vom Team als „wissenschaftlicher Durchbruch“ bezeichnet. „Das neue Datierungstool ist einzigartig“, sagt der Tel Aviver Wissenschaftler Oded Lipschits. „Durch die Kombination präziser historischer Informationen mit fortschrittlicher und umfassender archäologischer Forschung konnten wir mithilfe der magnetischen Technologie eine historisch verankerte Chronologie stützen.“

Der Jerusalemer Wissenschaftler Ron Scha’ar sagte: „Unser Standort Israel ist für die archäomagnetische Forschung einzigartig.“ Aufgrund der Fülle gut datierter archäologischer Funde eigne sich die Forschung mit der Magnetfeld-Technologie sehr. Künftig wollen die Israelis noch weitere Funde zeitlich einordnen und prüfen, ob bisherige Annahmen zutreffen.

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4 Antworten

  1. Alles wird bewiesen (werden), was in der Bibel steht. Der Bibelkritik geht “die Luft aus”. Und das ist seit 50 Jahren schon so. Bereits Mitte der Siebziger des letzten Jahrhunderts schrieb Prof. Dr. Gerhard Maier schon ein Buch: “Das Ende der historisch kritischen Methode” – ich hoffe, ich habe den Titel richtig wiedergegeben, auf jeden Fall: So oder ganz ähnlich lautete er. Und er hat Recht behalten!

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  2. @E.W.
    Gen 7,2 oder Gen 7,9 – wie war es denn nun? Und woher wusste Noah um den Unterschied von “rein” und “unrein”? Und die Tiere erst?
    Und wer “reizte” David, Gott (2. Sam 24,1) oder Satan (1. Chr. 21,1)? Das ist doch ein Unterschied!
    Die moderne Bibelwissenschaft besteht aus einem Methodenverbund, wobei sich die Einzelmethoden sehr unterschiedlich entwickelt haben.
    Wenn Fundamentalisten über die sog. historisch-kritische Methode urteilen, tun sie das in weitgehender Unkenntnis der aktuellen Forschungslage und Methodendiskussion.
    Ich nehme an, auch Ihr Urteil verdankt sich “Informationen” aus zweiter oder dritter Hand (Herr Gitt oder ähnliche “Koryphäen”….)
    Das macht eine seriöse Diskussion schlicht unmöglich!
    Den Bibelwissenschaften geht freilich nicht die Luft aus! Ganz davon abgesehen, dass biblische Archäologie schon immer Teil der alttestamentlichen Forschung war. Viele Alttestamentler gehen auch “graben”…

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    1. …und wenn sie graben, finden sie nur die biblischen Aussagen bestätigt. Scheinbare biblische Widersprüche haben sich aufgelöst – und die noch fehlen, werden auch noch aufgelöst, im Sinne biblischer Aussage. So war es und so bleibt es. Vermutlich haben Sie gar nichts gelesen, wo die Wissenschaft die Bibel bestätigt. Selbst Fachleute wie Prof. Gitt und Dr. rer.nat. Markus Blietz, die es Ihnen wissenschaftlich begründet nachweisen, werden von Ihnen als “oder ähnliche Koryphäen” geschmäht. Weil, ja weil Sie einfach nicht informiert sind. Weil Sie sich einfach nicht überzeugen, korrigieren lassen WOLLEN!

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