Die Uraufführung des Martin-Luther-King-Musicals fand in der Essener Grugahalle vor ausverkauftem Haus statt

Die Uraufführung des Martin-Luther-King-Musicals fand in der Essener Grugahalle vor ausverkauftem Haus statt

Der gesungene Traum

Das Musical zur Lebensgeschichte von Martin Luther King wurde am Wochenende in Essen uraufgeführt. 1.200 Stimmen sangen den Traum des Baptistenpastors und Bürgerrechtlers Martin Luther King.

Das neue Chormusical „Martin Luther King – Ein Traum verändert die Welt“ hat in Essen bei seiner Uraufführung 4.500 Zuschauer begeistert. Zu den Ehrengästen gehörte auch der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (FDP). Der 1.200-köpfige Chor und die internationalen Musical-Solisten erhielten in der ausverkauften Grugahalle Standing Ovations.

Komponiert haben das Stück Hanjo Gäbler und Christoph Terbuyken. Die Texte schrieb Andreas Malessa. Sie nahmen das Publikum mit in die Sechzigerjahre des 20. Jahrhunderts: in eine Zeit des Umbruchs und der sozialen Verwerfungen. Texte und Melodien brachten dem Publikum den Bürgerrechtler mit seiner Motivation, seinen Träumen und Fehlern nahe.

Professionelle Musicaldarsteller spielten die Hauptrollen

Schon zu Beginn der Aufführung fällt der Schuss, der 1968 dem Leben des damals 39 Jahre alten Baptistenpastors ein Ende setzte. Das Titellied „Ich hab’ den Traum“ spielt an auf Kings legendäre Rede beim Marsch auf Washington fünf Jahre zuvor; 1964 erhielt er in Oslo den Friedensnobelpreis. Das Musical handelt aber auch von der afroamerikanischen Bürgerrechtlerin Rosa Parks und dem Busstreik von Montgomery, der das Ende der Rassentrennung einläutete: Sie hatte sich geweigert, einen für Weiße reservierten Platz freizugeben, auf dem sie saß, und wurde verhaftet. Ebenso erzählt das Musical von Kings gewaltbereiten Widersachern, seinen zahlreichen Gefängnisaufenthalten und den damit verbundenen familiären Schwierigkeiten.

Haltung zeigen und aktiv für Werte einstehen

„In einer Zeit, in der wir in unserer Gesellschaft mit einer zunehmenden Fremdenfeindlichkeit und Rassismus konfrontiert sind, ist es umso wichtiger uns Vorbilder vor Augen zu führen wie ihn, der uns durch seinen gewaltfreien Widerstand dazu aufruft, Haltung zu zeigen und aktiv für unsere Werte einzustehen“, sagt Ralf Rathmann, Vorstand der Stiftung Creative Kirche. Die Stiftung ist Veranstalter der Aufführung in ökumenischer Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche im Rheinland, dem Bistum Essen und dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland.

Regisseur Andreas Gergen inszenierte das Stück minimalistisch. Für den richtigen Ton sorgten der riesige Chor, die Musicalsolisten und die 15-köpfige Big-Band mit Streichorchester. Die nächste Aufführung des Musicals gibt es am 20. Juni auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund. Im Januar 2020 wird das Stück in Hamburg aufgeführt. Im Anschluss ist eine Tournee quer durch Deutschland geplant. In jeder Stadt beteiligt sich ein Projektchor mit regionalen Sängern. Die Stücke sind laut Pressemitteilung so angelegt, dass auch Laienchöre sie erlernen können.

Zugang zu sauberem Trinkwasser sichern

Im Rahmen der Aktion „Gospel für eine gerechtere Welt“ unterstützt das Chormusical ein Projekt von Brot für die Welt im Norden Kenias, das den Zugang zu sauberem Trinkwasser sichert. Weitere Aktionspartner sind die Bank im Bistum Essen und die Versicherer im Raum der Kirche.

Die Stiftung Creative Kirche mit Sitz in Witten ist eine selbständige kirchliche Stiftung in der Evangelischen Kirche von Westfalen. Sie ist aus einem Gospelprojekt entstanden und organisiert seit über 25 Jahren Gottesdienste, Workshops und Festivals sowie den Internationalen Gospelkirchentag, der 2020 in Hannover stattfinden wird. Aus der Arbeit heraus sind unter anderem schon die beiden Pop-Oratorien „Die 10 Gebote“ und „Luther“ entstanden.

Von: Johannes Blöcher-Weil

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