Das Panorama Konstanz eröffnet am Samstag mit der Weltpremiere von Yadegar Asisis monumentalem Panorama „KONSTANZ 1414-1418“. Es lasse die Stadt zur Zeit des Konstanzer Konzils lebendig werden, teilte das Studio Asisi gemeinsam mit „360 Grad Panorama Konstanz“ am Donnerstag mit.

In seinem 17. Panorama auf über 3.200 Quadratmetern Bildfläche widme sich Asisi dem Konzil von Konstanz als vielschichtigem Bild einer Epoche, in der Macht, Glaube und Ordnung neu ausgehandelt wurden.
Künstlerische Auseinandersetzungen mit der Kirchengeschichte
Nach den Panoramen „ROM 312“ und „LUTHER 1517“ füge sich das neue Werk als zentrales Bindeglied in Asisis künstlerische Auseinandersetzung mit den entscheidenden Umbrüchen der Kirchengeschichte ein – ein Thema, das sich wie ein roter Faden durch sein Schaffen ziehe, hieß es.

In einem aufwendigen Entstehungsprozess – mit großangelegten Fotoshootings in Filmstudios – sei seit 2018 eines der bislang detailreichsten Werke des Künstlers erschienen. Das Architekturbüro „sauerbruch hutton“ habe das dazugehörige Gebäude entworfen: einen 50 Meter hohen Turm mit einer Fassade, die ihre Wirkung je nach Lichteinfall optisch verändere.
Begleitend zum Panorama präsentiert das Panorama Konstanz auf rund 600 Quadratmetern eine Ausstellung des Studios Asisi, die das Konzil historisch und gesellschaftlich einordnet. Yadegar Asisi ist Zeichner, Maler, Architekt, Bühnenbildner, Lehrer und Autor. Er hat bislang 17 monumentale Rundbilder über Geschichte, Natur und Gegenwart geschaffen.