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Klima-Aktivisten stören Messe

Klima-Aktivisten haben mit einer Protestaktion am Donnerstagabend eine Messe im Kölner Dom gestört. Wie mehrere Medien berichteten, legten sie sich während des Gottesdienstes in den Mittelgang der Kirche, um auf die Umweltzerstörung aufmerksam zu machen.
Von Johannes Blöcher-Weil
Der Innenraum des Kölner Doms
Im Kölner Dom (Symbolbild) störten am Donnerstag Klimaaktivisten eine Messe

Zwölf Männer und Frauen haben Donnerstagabend bei einer Messe im Kölner Dom mit Spruchbändern und Lautsprechern auf die Umweltzerstörung aufmerksam gemacht. Dazu legten sie sich in den Mittelgang des Kirchenschiffs. Den mehrfachen Aufforderungen der Kirchenmitarbeiter, den Dom zu verlassen, seien sie nicht nachgekommen.

Wie eine Polizei-Sprecherin der Nachrichtenagentur dpa sagte, hätten die Aufseher im Dom, die Domschweizer, versucht, die Störenfriede aus der Kirche zu tragen. Dabei hätten sich zwei von ihnen leicht verletzt. Von den Aktivisten sei keine Gewalt ausgegangen und sie hätten keinen Widerstand geleistet. Den Gottesdienst hatte der Weihbischof Rolf Steinhäuser geleitet.

Die Polizei prüfe derzeit, ob die Aktivisten in einem Zusammenhang mit der Umweltbewegung Extinction Rebellion stehe. Sie ermittele wegen Hausfriedensbruch und schrieb Strafanzeigen gegen die zwölf Aktivisten. Zudem prüfe die Polizei auch, ob ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz vorliege. Festnahmen gab es laut Medienberichten keine.

Wie das Nachrichtenportal Spiegel Online meldet, habe die Bochumer Gruppe von Extinction Rebellion Bilder von der Aktion beim Kurznachrichtendienst Twitter geteilt. Sie wollten auf die Ausbeutung des Planeten durch die Menschen aufmerksam machen.

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3 Antworten

  1. Es macht mich sprachlos, wie respektlos ideologisch verblendete sogenannte „Aktivisten“ inzwischen agieren. Die Zivilgesellschaft muß gerade, wenn es um sakrale Räume und Handlungen geht, rote Linien ziehen. Toleranz ist der falsche Weg. Mir schwant, von dieser Guerilla-Bewegung werden wir noch viel ungutes erleben

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  2. Warum liest man nichts von so einer Aktion in einer Moschee? Viel näher an Bochum liegt doch Duisburg Marxloh oder die DITIB Moschee in Köln liegt auch auf dem Weg in die Innenstadt. In muslimischen Ländern, die Erdöl fördern, muss doch auch ein Umdenken stattfinden, oder?
    Menschen, denen nichts mehr heilig ist, stören sich daran, wenn andere Menschen so etwas tun.

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  3. Warum wird hier das beschönigende Wort “Aktivisten” verwendet? Es sind Chaoten und Straftäter die andere Menschen bei der grundgesetzlich verbrieften freien Religionsausübung stören. Warum gehen sie nicht zur Abwechslung einmal in eine DiTiB-Moschee? Es wäre interessant, wieviele der Anarchisten da in welchem Zustand wieder herauskommen.

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