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Islamistenterror, Geh-heimdienste und die Weltsheriffs im Weißen Haus

Jürgen Mette wagt Gedankenspiele. Können globale Probleme wie der islamistische Terror ohne Waffen dauerhaft gelöst werden?
Von Jürgen Mette
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Jürgen Mette

Foto: PRO/Jürgen Mette

Jürgen Mette plädiert für Diplomatie statt Militärparaden

Nur mal angenommen, die Amerikaner hätten es nach 9/11 geschafft, nicht auf Waffen zu setzen. 

Angenommen, sie hätten ihren Reflex überwunden, Frieden mit Waffen zu schaffen und die Weltordnung mit Gewalt wiederherzustellen. 

Nur mal angenommen, sie hätten Osama Bin Laden laufen lassen.

Nur mal angenommen, die politische und militärische Administration der USA hätte das System des religiös motivierten Terrorismus’ verstanden, dass nämlich ein getöteter Gotteskrieger zehn neue Kandidaten auf den Plan ruft und dass ihre Hightech-Waffen ein Schuss in den Ofen war.

Nur mal angenommen, sie hätten den zornigen alten Mann im pakistanischen Exil am Leben gelassen. Sie hätten ihn der Bedeutungslosigkeit überlassen. So haben sie aus ihm einen islamistischen „Märtyrer“ gemacht.

Nur mal angenommen, das westliche Bündnis hätte Wladimir Putin gezeigt, dass die Probleme dieser Welt nicht mit Waffen aus Stahl gelöst werden, sondern durch Waffen kluger Diplomatie. Die jährliche Militärparade in Moskau ist ein lächerliches Aufgebot einer blechernen Verteidigung im Schrotthaufen-Format. Ich muss immer an den alttestamentlichen Goliath denken, wenn ich diese absurden Aufmärsche einer waffenstarrenden Verblendung sehe.

40.000 Tote für einen sinnlosen Einmarsch am Hindukusch. Zig Milliarden Dollar in den Sand gesetzt, traumatisierte Soldaten und Zivilisten, die an den Folgen einer unbeschreiblichen Fehleinschätzung leiden. 

War es das wert? 

Wozu brauchen wir Geh-heimdienste, wenn ein Frühwarnsystem praktisch komplett versagt hat? Dass Heiko Maas und AKK noch keine persönlichen Konsequenzen gezogen haben, dann hoffentlich nur, um noch Hunderten bei der Ausreise in Nachbarstaaten zu helfen. Danach wollen beide in sich gehen. In Wahlzeiten in sich gehen? 

Und Joe Biden macht wieder den Weltsheriff, wie alle seine Vorgänger. Nichts gelernt am Hindukusch?

Ja, ich höre sie schon, die darauf verweisen, dass die Taliban mit ihrer Gottesstaat-Ideologie sich nie auf einen demokratischen Dialog einlassen würden. Ja, ich kenne die Argumente derer, die für Pazifismus schwärmen. Hat der konsequente Gewaltverzicht schon eine Krise auf Dauer gelöst?

Und dann noch die Bundestagswahl. Muss das sein? Ja es muss sein. AfD und Linke werden aus dem Drama am Hindukusch Kapital schlagen, Die Grünen und die FDP auch. Alles nach dem alten Motto „Hinterher sind alle schlauer“. 

Aber noch ist nicht alle Tage Abend. Sicher ist nur, dass Angela Merkel fehlen wird. 

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6 Antworten

  1. Es kommt nichts Besseres nach, dieses Prinzip bestätigt sich immer wieder (auch im Berufsleben).
    Bei Frau Merkel seh ich aber eine realistische Chance !

  2. Es geht doch letzten Endes auf dieser Welt oft nur um 2 Dinge: Geld und Macht. Das bestimmt die Politik der USA genauso wie von Putin. Auch die NATO ist und das sehen wir Jetzt überdeutlich auch nur Mittel zum Zweck und der amerikanischen Doktrin untergeordnet. Das schließt sich doch die Frage an ob dann die Forderung nach Einhaltung der Menschenrechte und das Verbreiten der westlichen Lebensart auch nichts anderes ist. Gerade weil in der westlichen Moral Gewalt errichtet so hoch gewertet wird sind die Methoden um diese Weitsicht zu verbreiten so perfide. Deshalb muß man vom Westen akzeptieren, dass es andere Sichten gibt, auf Gewalt verzichten und aber auch darauf jedem suf dieser Welt mit allem helfen zu wollen. Dafür Wandel durch Ännäherung und ein glaubhaftes Vorleben der eigenen Werte. Nur das fällt uns gerade sehr schwer. Wir wollen es jedem Recht machen und verlieren immer mehr unsere eigene Identität. Nur wenn unsere Werte ohne wirtschaftliche Hintergedanken gelebt werden sind sie glaubhaft und: Frau Merkel war in dieser Sache gerade kein gutes Beispiel

  3. Zu den Kommentaren:
    David und Goliath? Nun, würde sich etwas zum Guten ändern, würde es niemand mitbekommen. Würde doch jemand eine Änderung zum Guten mitbekommen, würde es niemand glauben.

    Vom Inhalt Herr gefällt mir Ihr Artikel, Herr Mette.

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