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Heino Falcke bei Markus Lanz: „Für mich steht am Anfang ein Schöpfer“

Der Astrophysiker Heino Falcke hat bei „Markus Lanz“ bekannt, dass er an einen Schöpfer als Ursprung der Welt glaubt. Im vorigen Jahr hatte Falcke zusammen mit anderen Wissenschaftlern das erste Bild eines Schwarzen Loches gemacht.
Von PRO
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Heino Falcke, hier in seinem Büro, ist Professor an der Radboud Universität in Nimwegen

Foto: pro/Jörn Schumacher

Heino Falcke, hier in seinem Büro, ist Professor an der Radboud Universität in Nimwegen

Der Ursprung der Welt liegt hinter einer fundamentalen Grenze der Erkenntnis. Das machte der Astrophysiker Heino Falcke vorige Woche bei der Talkshow „Markus Lanz“ deutlich. Dort erklärte er, was Schwarze Löcher sind. Falcke war es mit einem Forscherverbund von rund dreihundert Wissenschaftlern im vorigen Jahr gelungen, das erste Foto eines solchen Schwarzen Loches zu machen. Das befindet sich 55 Millionen Lichtjahre weit weg von der Erde.

An Schwarzen Löchern kämen die Menschen „an den Rand unserer Verständnisfähigkeit. Wir können dort drin nicht messen“, erklärte der Wissenschaftler. Mathematisch gesehen seien darin Zeitreisen möglich, weil Raum und Zeit gekrümmt würden. Mit Blick auf die unendliche Weite des Universums sagte er: „Es gibt mehr Sterne als Sand an unsern Stränden.“

Staubkorn auf einem Staubkorn

Der SPD-Politiker Franz Müntefering, der ebenfalls Gast in der Talkshow war, fragte Falcke daraufhin: „Glauben Sie, dass das von irgendwem erschaffen worden ist, oder war das schon immer so?“ Falcke erklärte, man könne am Universum die Entwicklung sehen – zurück bis zum Urknall, zu einem Punkt, aus dem „aus Licht und Materie alles entstanden ist aufgrund von Naturgesetzen“. Doch was am Anfang von alledem stehe und woher die Regeln dafür kämen, liege wie hinter einem Nebel, „den wir nicht durchdringen können“.

„Für mich steht da am Anfang schon ein Schöpfer, den wir nicht mit Naturwissenschaft, nicht mit Nachdenken nahekommen können, weil das jenseits der Grenzen unseres Vorstellungsvermögens ist“, bekannte Falcke. Er sei Christ und tiefgläubig. Die Größe des Weltalls sei daher für ihn auch ein Ausdruck des Schöpfers. „Das hat eine emotionale Komponente, die ich mit Wissenschaft nicht mehr fassen kann. Das hat mit Glaube, Hoffnung zu tun.“

Auf einen weiteren Einwurf von Müntefering hin bestätigte Falcke, dass die Weite des Alls auch zu der Annahme führen könne, der Mensch sei nichts wert. „Das ist auch so: Wenn wir die Welt zerstören, dann stört das das Universum überhaupt nicht. Wir sind Staubkorn auf einem Staubkorn in diesem Universum.“ Und fügte hinzu: „Trotzdem glaube ich, sind wir etwas unglaublich Wertvolles.“ Er sehe es als etwas Besonderes an, „dass wir leben, glauben, hoffen, lieben können“. Das lasse sich „nicht mit Zahlen allein fassen“.

Kürzlich ist Falckes Buch „Licht im Dunkeln“ erschienen. Darin beschreibt er unter anderem, wie das Bild vom Schwarzen Loch entstanden ist, und spricht auch die Frage nach dem Ursprung der Welt, nach Gott und dessen Verhältnis zu den Menschen an.

Von: Jonathan Steinert

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