Sie gehörten zu den erfolgreichsten Musikgruppen der 90er Jahre mit Millionen verkauften Alben. Nun hat sich der Sänger der Alternative-Rockband „The Smashing Pumpkins“, Billy Corgan, öffentlich zu seinem christlichen Glauben geäußert. In seinem Podcast „The Magnificent Others“, in dem er selbst andere Musiker interviewt, erklärt Corgan, er habe irgendwann in seiner Karriere die Entscheidung getroffen, offen über Gott in seinem Leben und den Glauben „an Jesus Christus als meinen Herrn und Erlöser“ zu sprechen, auch wenn das in der Öffentlichkeit oft nicht gut ankomme.
Und weiter: „Es war mir egal, ob mir das schaden würde.“ Stattdessen habe er gewollt, dass die Menschen ihn besser verstehen. Als Missionierungsversuch habe er das aber nie verstanden haben wollen. „Ich fühle mich in keiner Position, um zu predigen.“ Jeder solle sein Leben leben, wie er es für richtig halte. Dennoch komme es ihm seltsam vor, dass Menschen bereit seien, öffentlich über fast alles zu sprechen, aber nicht über Gott.
Gottgegebenes Talent nutzen
Corgan beschreibt in dem Gespräch mit Michael Sweet von der christlichen Heavy-Metal-Band „Stryper“ seine Probleme mit Christen in den 90ern. Damals sei er von gläubigen Menschen immer wieder wütend auf eine Textzeile von ihm angesprochen worden. Sie lautete: „Gott ist leer, ebenso wie ich.“ Er habe dann geantwortet: „Weißt du, ich bin Christ. Ich bin in deinem Team.“ Statt voreiliger Ablehnung wegen eines Songtextes habe er sich damals Gespräche mit den Kritikern über seine Haltung gewünscht. Die aber hätten ihn verurteilt.
Wenn er heute auf seinen Glauben angesprochen werde, gebe er immer zu, dass er sich nicht sicher sein könne, ob Gott existiere. Es fühle sich für ihn aber so an. Wenn es keine übergeordnete Gerechtigkeit gebe, dann seien die Menschen nicht mehr als Tiere, erklärte Corgan seine Überzeugung.
Über seine Musik und den Grund, warum er sie immer noch mache, sagte er: „Wenn Gott mir dieses Talent gegeben hat, dann ist es meine Verantwortung, es auch zu nutzen.“ Und zwar unabhängig davon, ob die Musik ein kommerzieller Erfolg werde oder nicht.
Bereits vor einigen Jahren hatte Corgan sich über Glaubensthemen geäußert. Er wolle in seiner Musik Gott erforschen. Und er glaube, dass Gott die Zukunft des Rock’n Roll sei, auch wenn diese Meinung nicht überall auf Gegenliebe stoße. „Du solltest eigentlich in der Branche nicht über Gott sprechen, auch wenn ein Großteil der Welt an ihn glaubt“ erklärte Corgan in dem Interview mit dem Nachrichtensender CNN. Christlichen Künstlern riet er damals: „Macht bessere Musik. Ich glaube, dass Jesus bessere Bands mögen würde.“