Bei der Aufarbeitung von Missbrauch in evangelischen Einrichtungen und Gemeinden sollen auch Betroffene einbezogen werden

Bei der Aufarbeitung von Missbrauch in evangelischen Einrichtungen und Gemeinden sollen auch Betroffene einbezogen werden

EKD startet Missbrauchs-Studie

Um Fälle von sexualisierter Gewalt und Missbrauch in der evangelischen Kirche aufzuarbeiten, hat nun die Arbeit an einer wissenschaftlichen Studie begonnen. Die Evangelische Kirche Deutschland beteiligt sich finanziell an diesem Projekt. Ergebnisse soll es im Herbst 2023 geben.

3,6 Millionen Euro gibt die Evangelische Kirche Deutschland (EKD) für die Studie des Forschungsverbund ForuM – „Forschung zur Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt und anderen Missbrauchsformen in der evangelischen Kirche und Diakonie in Deutschland“ aus. In diesem Verbund haben sich verschiedene Hochschulen und Forschungsstellen aus ganz Deutschland zusammengeschlossen. Durch die Studie sollen Strukturen in der evangelischen Kirche erkannt werden, die sexuellen Missbrauch erleichtern. Die Erkenntnisse sollen zukünftig eine bessere Prävention in diesem Bereich schaffen. Um aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen, wird die Arbeit mit Betroffenen ein wichtiger Teil der Studie sein.

Ziel des Projektes ist es, „Gemeinden und Einrichtungen zu einem noch sichereren Ort für Kinder und Jugendliche zu machen“, sagte Hans Ulrich Anke, der Präsident des Kirchenamtes. Alle Landeskirchen in Deutschland stehen hinter der Studie. Diese wissenschaftliche Untersuchung ist ein Schritt zur Umsetzung des Elf-Punkte-Plans, der auf der EKD-Synode von 2018 beschlossen wurde. In diesem Plan sind Maßnahmen zur Aufarbeitung von Fällen sexuellen Missbrauchs in der Kirche festgelegt.

Der Forschungsverbund handele unabhängig von der evangelischen Kirche, versicherte Verbundkoordinator Martin Wazlawik von der Hochschule Hannover. Eine eigenständige Veröffentlichung der Ergebnisse durch die Wissenschaftler sei vertraglich gesichert.

Von: Laura Kühn

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