Die Frankfurter Allgemeine Zeitung beleuchtet die freikirchlichen „Evangeliums-Christen“ genauer, bei deren Gottesdiensten es sowohl in Frankfurt am Main als auch in Bremerhaven zu vielen Infektionen mit dem Corona-Virus kam.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung beleuchtet die freikirchlichen „Evangeliums-Christen“ genauer, bei deren Gottesdiensten es sowohl in Frankfurt am Main als auch in Bremerhaven zu vielen Infektionen mit dem Corona-Virus kam.

Gemeinden in Bremerhaven und Frankfurt: Beides „Evangeliums-Christen“

Zwischen den beiden Fällen von zahlreichen Corona-Infektionen in Frankfurt am Main und in Bremerhaven gibt es einen Zusammenhang: Beide Gemeinden gehören zu den „Evangeliums-Christen“, einer Gruppe von Russlanddeutschen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ).

Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) am Samstag berichtete, ist die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten in der Gemeinde in Bremerhaven auf 44 Personen gewachsen. Die Zahl der Erkrankten könne sogar dreistellig werden, vermutet ein Sprecher der Stadt. Allerdings sei die Gefahr der Verbreitung auf andere Bevölkerungsteile leichter einschätzbar, da die Angehörigen der Religionsgemeinschaft „abgeschottet“ lebten. Zur Frage, ob die Gemeindemitglieder gegen Hygieneauflagenverstoßen haben, machten die Behörden keine Angaben.

In der Frankfurter Baptistengemeinde ist die Zahl der Infizierten mittlerweile bis zum Freitag auf 200 gestiegen. Beide Gemeinden gehören zur Gruppe der „Evangeliums-Christen“. Pfarrer Janusz Blonski von der baptistischen Evangelisch-freikirchlichen Gemeinde in Bremerhaven sagte gegenüber der FAZ, dass die Angehörigen der „Evangeliums-Christen“ wenig zu einer Zusammenarbeit mit ökumenischen oder evangelikalen Netzwerken zu bewegen seien. Es handele sich zwar um Baptisten, „aber sie werfen uns vor, dass wir zu weltlich und zu lasch sind“, sagte Blonski.

Ein anderer Freikirchen-Pfarrer sagte der Zeitung, in den Gemeinden der „Evangeliums-Christen“ herrsche eine „eigentümliche Frömmigkeit“ vor, die konservativ-traditionelle, als auch extrovertiert-charismatische Züge habe. Die Frauen trügen Röcke, und ihr Haar bedeckten sie mit einem Tuch. „Gleichzeitig wird in den Gottesdiensten geweint und ekstatisch in Zungen geredet“, heißt es im Bericht weiter.

Von: Jörn Schumacher

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