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Ethiker Körtner: „Ich halte die Impfpflicht für moralisch gerechtfertigt“

In Österreich soll ab Februar eine allgemeine Impfpflicht gelten, die ab März sanktioniert wird. Der Ethiker und evangelische Theologe Ulrich Körtner erklärt, warum er diese für moralisch gerechtfertigt hält und erwähnt auch die traditionelle Wissenschaftsskepsis im deutschsprachigen Raum.
Von PRO
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Prof. Dr. Ulrich Körtner, Jahrgang 1957, ist Ordinarius für Systematische Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Er hat zudem zwei Ehrendoktortitel.

Foto: Hans Hochstöger

Ulrich Körtner ist evangelischer Theologe und Ethiker. Er stammt aus Deutschland und lehrt an der Universität Wien.

PRO: Ab dem 15. März müssen alle Personen in Österreich gegen Corona geimpft sein. Halten Sie das als Medizinethiker für moralisch gerechtfertigt?

Ulrich Körtner: Kurze Antwort: ja! Ich halte die Impfpflicht als letztes Mittel, also ultima ratio für moralisch gerechtfertigt, laut Verfassungsexperten ist sie auch verfassungsgemäß. Grundrechtseingriffe müssen verhältnismäßig sein. Ich sehe diese Verhältnismäßigkeit gegeben, weil wir uns in einer angespannten Pandemielage befinden, die sich durch das Auftreten der Delta- und der Omikron-Varianten noch einmal dramatisch verschärft hat. Gleichzeitig haben alle Bemühungen, die erforderliche Impfquote auf freiwilliger Basis zu erreichen, nicht gefruchtet. Und es zeichnet sich auch nicht ab, dass das innerhalb der nächsten Monate gelingen könnte. Grundrechte wie der Schutz der körperlichen Unversehrtheit gelten nicht absolut, sondern sie müssen immer auch gegen andere Grundrechte abgewogen werden. In diesem Fall geht es um den Schutz der Gesamtbevölkerung.

Die Kritiker einer Impfpflicht sprechen vom Recht der persönlichen Freiheit oder auch vom Recht der körperlichen Unversehrtheit. Wie lässt sich eine Impfpflicht damit vereinbaren?

Die körperliche Unversehrtheit ist ein vergleichsweise sehr hohes Gut, aber auch sie gilt nicht absolut. Wenn Sie sich weigern, einen Alkoholtest zu machen, wenn Sie mit dem Auto angehalten werden, dann kann unter Umständen auch zwangsweise eine Blutprobe entnommen werden. Freiheitsbeschränkende Maßnahmen wie etwa die Gurtpflicht im Auto sind mit ähnlichen Argumenten in der Vergangenheit heftig bekämpft worden, sind dann aber auch durchgesetzt worden. Auch das ist nicht unwichtig: Es hat mehrere einschlägige Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte gegeben, der festgestellt hat, dass Impfpflichten grundsätzlich mit den Menschenrechten vereinbar sind, sofern sie im Einzelfall gut begründet sind und das Gebot der Verhältnismäßigkeit geachtet wird. Beides sehe ich im Fall der Impfpflicht, die in Österreich eingeführt werden soll, als gegeben.

Auf den Straßen Österreichs demonstrieren jede Woche einige tausend Personen gegen die COVID-Schutzmaßnahmen. Manche Experten fürchten Gewalt. Inwiefern birgt eine Impfpflicht die Gefahr, dass sich die Stimmung unter den Maßnahmenkritikern weiter aufheizt?

Ich glaube nicht, dass die Ankündigung einer Impfpflicht zur Radikalisierung führt. Die Radikalisierung hat schon vorher eingesetzt. Man hat den Menschen von Anfang an geradezu versprochen, es würde nie für irgendwen eine Impfpflicht geben. Damit hat man sich aber ein wirksames mögliches Instrument von vornherein selbst aus der Hand genommen. Und jetzt, wo man eingesehen hat, dass man ohne Impfpflicht nicht zurecht kommt, musste man einen dramatischen Kurswechsel in der Politik vollziehen, der als Wortbruch aufgefasst wird. Die Regierung ist in eine selbst gestellte Falle hineingelaufen. Ich finde es aber besser, spät als nie einen Kurswechsel vorzunehmen. Das lange Zögern hat die gesellschaftliche Spaltung sogar verschärft. Wir haben in Deutschland und in der Schweiz eine ähnliche Situation, dazu gibt es einige sozial- und kulturwissenschaftliche Untersuchungen, warum das gerade in den deutschsprachigen Ländern ein Problem darstellt.

Warum zum Beispiel?

Im letzten Eurobarometer ist für Österreich eine weit höhere Wissenschaftsskepsis nachgewiesen worden als in anderen europäischen Ländern. Dass man sich auf den vermeintlich gesunden Menschenverstand verlässt, anstatt wissenschaftliche Ergebnisse zu Kenntnis zu nehmen, hat eine ungute Tradition im Land und das zeigt sich dann eben auch beim Impfthema. Seit es Impfungen gibt, hat es große Vorbehalte im heutigen Österreich gegeben. Das kann man zum Beispiel an der Geschichte der Pockenimpfungen sehen. Diese wurde von Maria Theresia massiv gefördert, aber selbst sie hat davor zurückgeschreckt, eine Impfpflicht zu verfügen, wie das zum Beispiel in Preußen Friedrich der Große gemacht hat. Dann spielt auch die Anthroposophie eine Rolle. Der Anthroposoph Rudolf Steiner war gebürtiger Österreicher. Gerade in Gegenden, wo der Glaube an Anthroposophie, Alternativmedizin oder Esoterik verbreitet ist, sind die Impfquoten signifikant niedriger als in anderen Gebieten. Das sieht man übrigens auch in der Anthroposophie-Hochburg Baden-Württemberg: Auch dort sind die Impfquoten deutlich niedriger als in anderen deutschen Bundesländern. 

Die geplante Impfpflicht in Österreich soll nur mit Geldstrafen durchgesetzt werden, niemand soll gezwungen oder gar ins Gefängnis geworfen werden. Halten Sie diese milde Linie für klug?

Sanktionen sollten maßvoll sein. Haftstrafen sind noch einmal eine deutliche Verschärfung von Sanktionen gegenüber Geldstrafen. Es wäre aber zu überlegen, ob man vielleicht ganz andere Wege beschreitet. Man könnte zum Beispiel mit einem Bonus-Malus-System bei den Krankenversicherungsbeiträgen arbeiten und sagen: Einer, der sich nicht impfen lässt, zahlt einen höheren Versicherungsbeitrag. Das ließe sich vermutlich leichter umsetzen als Verwaltungsstrafen, die am Ende vielleicht nicht einmal durchgesetzt werden. Am Arbeitsplatz könnte zudem statt 3G die 2G-Regel gelten.

In Portugal sind ohne Impfpflicht fast 90 Prozent der Einwohner gegen Corona geimpft, in Österreich und Deutschland beträgt die Impfquote um die 70 Prozent. Ist die Impflicht nur deshalb notwendig, weil die Regierung in der Aufklärung über die Impfung versagt hat?

Ich glaube, es liegt eher an den tiefen Vorbehalte in Teilen der Bevölkerung gegenüber Impfungen überhaupt und gegenüber Wissenschaft. Allerdings: Im Frühjahr und Sommer hat es die Regierung versäumt, entschieden genug einen alternativen Kurs zu einer Impfpflicht zu fahren. In Portugal oder Dänemark haben die Regierungen durch eine konsequente Impfkampagne hohe Teile der Bevölkerung erreicht. Und da kam mehreres zusammen: Die Regierungen haben sich als vertrauenswürdig erwiesen, statt einen Zick-Zack-Kurs zu fahren. Bei unserer Politik kann man hingegen vielleicht sagen: In den ersten Wochen und Monaten hat die Bevölkerung noch Vertrauen in die Regierung gehabt, dann ist sehr viel Vertrauen in den nachfolgenden Phasen der Pandemie verspielt worden. 

Sind Sie zuversichtlich, dass die Impfpflicht künftige Wellen wirksam bekämpfen wird?

Es ist ein gesellschaftliches Experiment. Wir hatten bis jetzt in Österreich nur einmal eine Impfpflicht, das war gegen die Pocken ab 1948. Seit 1948 hat sich auch die Mentalität in Österreich verändert. Damals war man vielleicht noch eher bereit, sich staatlichen Autoritäten zu fügen als heute. Der Individualismus und der Pluralismus haben enorm zugenommen. Das andere ist die wirksame Ausgestaltung. Ich finde es zum Beispiel auch schwierig, dass in das Gesetz über die Impfpflicht jetzt schon ein Datum hineingeschrieben wurde, wann es auslaufen soll, nämlich 2024. Es wäre gescheiter gewesen, die Impfpflicht bis zum Ende der Pandemie festzuschreiben. Wir wissen ja nicht, wann sie endet.

Warum sollte man sich Ihrer Meinung nach als Christ gegen Corona impfen lassen?

Für mich ist das ein Akt der Nächstenliebe. Ich tue nicht nur etwas zu meinem Schutz, sondern auch zum Wohl des anderen. Ich soll nicht nur an mich selber denken, sondern setze alles daran, dass eben auch meinem Nächsten, wenn er krank ist, geholfen werden kann. Das mache ich indirekt, indem ich zur Entlastung des Gesundheitswesens beitrage. Auf Gott zu vertrauen heißt für mich auch, dankbar anzunehmen, was uns mit Gottes Hilfe an medizinischen Möglichkeiten, Erkenntnissen und wissenschaftlichen Fortschritten ermöglicht wird. Als Christen können wir sagen: Den Verstand, den wir benutzen sollen, hat uns Gott, der Schöpfer, mitgegeben und das, was uns dadurch ermöglicht wird, kann ich auch als eine gute Gabe des Schöpfers ansehen. Dass wir auch andere Menschen, etwa die vielfach beanspruchten Pfleger und Ärzte, mit in den Blick nehmen, gehört für mich zur Nächstenliebe dazu.

Auf Demos sieht man neben Esoterikern, Rechtsradikalen und Mitläufern auch eine gewisse Gruppe an Leuten, die zumindest christliche Symbole mit sich tragen, wer auch immer die dann genau sind. Und auch auf Social Media lässt sich Ähnliches beobachten. Wie sehen Sie es, dass es zumindest in den extremeren Rändern des Christentums auch Leute gibt, die zu den Maßnahmenkritikern gehören?

Ich halte das für eine irregeleitete Form von christlichem Glauben, der auch in sich widersprüchlich ist. Es sei denn, man ist wirklich so radikal, dass man auf jede Form von Medizin verzichtet. Wir sollen Gott aber nicht versuchen. Wenn man Gott auf die Probe stellt, ob er uns auf übernatürliche Weise behandelt, ist das für mich geradezu eine Perversion des Glaubens. Jedoch einerseits moderne Medizin in Anspruch nehmen, die Corona-Impfung aber abzulehnen, ist nicht logisch. Und wenn dahinter dann noch irgendwelche Bedenken gegenüber Gentechnik stehen, ist das eine Mischung aus Inkonsequenz und Unkenntnis.

Angenommen, wir führen in zwei Jahren wieder ein Interview. Was wäre dann mit Blick auf die pandemische Lage Ihrer Meinung nach der Optimalfall?

Was ich mir wünschen würde: Dass aus der Pandemie eine Endemie geworden ist, dass wir das Virus so weit in Schach halten, dass wir nicht immer wieder durch neu entstehende Mutanten in eine solche Krise hineingeraten, wie es jetzt der Fall ist. Dass wir wieder ein halbwegs normales Leben führen können. Und das sage ich das gerade auch mit Blick auf die, die unter der Pandemie besonders zu leiden haben: Die Schwächsten in der Gesellschaft, auch solche, die finanziell, sozial schlecht gestellt sind. Diese können mit den Folgen der Pandemie viel schlechter umgehen als Gutverdiener. Menschen, die in einer beengten Wohnung leben, haben unter einem Lockdown viel mehr zu leiden als solche, die ein Haus mit Garten haben. Die Pandemie ist eben nicht, wie man am Anfang gesagt hat, demokratisch, weil sie alle gleich betrifft, sondern die Menschen sind von Anfang sehr unterschiedlich hart von dieser Pandemie und ihren Auswirkungen betroffen. Und was ich mir auch noch wünsche: Dass sich der Gedanke der Solidarität nicht auf den Nahbereich beschränkt, auch nicht nur auf unser eigenes Land oder meinetwegen auf Europa, sondern, dass dieser Gedanke der Solidarität – in biblischen Worten: der Nächstenliebe – auch den Fernsten gilt. Dass wir uns auch mit anderen Erdteilen und den Bevölkerungen dort solidarisch zeigen, zum Beispiel bei der Versorgung mit Impfstoffen.

Die Fragen stellte Raffael Reithofer.

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17 Antworten

  1. Vielen Dank für dieses großartige, klarstellende Interview mit dem Theologen Ulrich Körtner !
    Mein sehnlichster Wunsch: möge es hier ( z.B. In den Kommentaren) auf Erkenntnis und „fruchtbaren Boden“ treffen !
    Was ich hier diesbezüglich schon an „sonderbaren“ Kommentaren gegen das Impfen gelesen habe, war für mich kaum zu „ertragen“ .
    Meines Erachtens hat sich Carvalho unermüdlich und sachlich bemüht, aufklärend immer wieder gegen zu steuern, wenn die „Schwurbelei“ unerträglich wird.
    Mit dem Beitrag in der heutigen „proKOMPAKT“ habt Ihr eine guten Dienst erwiesen ! Ebenso in dem sachlich, freundlichem Editorial
    zu dem Grund—Thema von Nico Franz. Vielen Dank !

  2. Wer andere zwingen will, sich impfen zu lassen, handelt gegen das Gebot der Nächstenliebe und ist ein wahnsinniger Heuchler – wenn er diese Liebe sein eigen nennt.

  3. Ich finde es sehr traurig, wie hier Zahlen und angebliche Wirkweisen der Impfung angesprochen ohne wirklich greifbare Statistiken zu den einzelnen Dingen vorliegen zu haben.
    Die Impfquote zum Beispiel ist in Deutschland nur gerechnet, diese wurde nicht erfasst. Auch, dass die Ungeimpften die Treiber der Pandemie sind beruht nur auf Annahmen und Berechnungen des RKI.
    Auch die derzeitigen Impfstoffe sind eine neue Form der Impfung und noch nicht erforscht im Bezug auf Langzeitwirkung und nach den aktuellen Zahlen vom RKI und der EMA erkranken derzeit sehr viele geimpfte und so frage ich mich, was die Impfung bringen soll, wenn sie weder mich vor der Krankheit schützt, noch die anderen schützt, da ich das Virus auch mit Impfung übertragen kann.
    Ich hätte mir gewünscht, dass PRO wirklich recherchiert und nicht einfach solche Interviews abdruckt, die mich sehr traurig machen, ohne wirkliche Hintergründe und Nachweise.

    1. Die Impfung schützt wissenschaftlich erwiesen zu seinem sehr hohen Prozentsatz vor einem schweren Verlauf mit Krankenhausaufenthalt und Todesfolge. Und zu einem hohen Prozentsatz schützt die Imfpung ebenso davor, überhaupt zu erkranken oder Symptome zu entwickeln. Bei der aktuellen Omikron-Variante scheint dieser spezielle Schutz etwas geringer zu sein, der Schutz vor schwerem Verlauf ist aber immernoch gegeben. Deshalb sollen die Impfstoffe ja auch an Omikron angepasst werden. Unabhängig davon gibt es keinen einzigen Impfstoff, der zu 100 Prozent vor der betreffenden Krankheit schützt. Bei Grippe-Impfstoffen ist die Wirkung zum Beispiel deutlich geringer also bei Corona-Impfungen. Trotzdem schützen sie vor schweren Verläufen und sind gesellschaftlich anerkannt. Zudem gibt es immer wieder Menschen, bei denen Impfungen nicht so gut wirken wie bei anderen. Die sind selten, aber jedes Immunsystem ist unterschiedlich. Daher gibt es, je mehr Menschen sich impfen lassen, auch desto häufiger logischerweise auch Impfdurchbrüche (exponentielles Wachstum). Das sagt nichts über eine geringere Wirksamkeit der Impfstoffe aus, sondern ist einfach Statistik.
      Die derzeitgen mRNA-Impfstoffe sind zwar neu, aber die Wirkung und Verträglichkeit trotzdem sehr gut erforscht. Dass es sich um eine Notfallzulassung handelt, heißt z.B. nicht, dass sie weniger gut erprobt worden sind. Die einzelnen Schritte bis zur Zulassung wurden nur schneller durchgeführt und teilweise zeitgleich durchgeführt, die Impfstoffe haben aber genau die gleichen Prüfverfahren durchlaufen wie alle anderen in Deutschland zugelassenen.
      Dass der Impfschutz im Laufe der Zeit nachlässt, ist ebenso normal. Deshalb gibt es die Grippe-Impfung z.B. jedes Jahr. Andere Imfpungen müssen alle paar Jahre aufgefrischt werden.
      Zwar können auch Geimpfte das Virus weitergeben, die Viruslust bei ihnen, also der Anteil an Viren, den sie weitergeben könnten, ist aber deutlich geringer als bei Umgeimpften. Und deshalb müssen eben auch Geimpfte weiterhin z.B. Maske tragen. Je mehr Menschen geimpft sind, desto weniger kann sich also das Virus verbreiten und, auch wichtig, desto seltener entstehen neue Corona-Varianten, die unter Umständen bestehenden Impfschutz umgehen können.
      Wir können dir folgende Artikel rund um alle Fragen zur Impfung empfehlen: https://www.quarks.de/gesundheit/medizin/wie-gut-schuetzen-die-corona-impfstoffe/ https://www.quarks.de/gesundheit/medizin/corona-sind-wir-nach-einer-infektion-immun/

      Wir hoffen, dass unsere Antwort dir geholfen hat.

      Grüße,
      die PRO-Redaktion

  4. Die kritischen Anfragen rund um Corona müssen Ernst genommen werden. Damit meine ich nicht irgendwelche Verschwörungstheorien. Für diese Menschen, die damit ihre Probleme haben müssen Christen genauso da sein, da Gottes Angebot in Jesus sich nicht nur auf Geimpfte bezieht. Ich verstehe da weder den Autor noch das Pro Medienmagazin, da es für diese Position überhaupt kein Verständnis gibt. So eine Position spaltet die Christen. Aus meiner Sicht muss für das Impfen aus allen Rohren geworben werden, aber die Kritiker müssen genauso Ernst genommen werden.

  5. Noch ergänzend: gerade Christen sollten sich, die so sehr um Ihres Glaubens willen verfolgt werden für die Meinungsfreiheit aller einsetzen.

    1. Also in Deutschland wird niemand um seines Glaubens willen verfolgt, zumindest keinesfalls von staatlicher Seite!
      Meinungsfreiheit (fast) uneingeschränkt ja, Faktenfreiheit NEIN!

      1. Dass von der Pro—Redaktion ( Swanhild Brenneke) nochmal so klar, wissenschaftlich aufklärend zu dem Thema Stellung genommen wurde, finde ich „mutig“ !
        Wieder: auch wenn ich mich jedesmal wiederhole: e c h t vielen Dank Carvalho ! Sie geben n i c h t auf, wo ich richtig „sauer“ werde, wie ( auch nach Ihrem Kommentar) weiter „ geschwurbelt“ wird und dass mit überheblich—„frommen Sprüchen“.
        Solch ein , angeblich „biblisch, frömmlerischer Glaube“ ist mir nicht nur fremd, sondern auch ein „Grauß“ !

        1. Frau Brenneke und Herrn Franz von der Pro Redaktion attestiere ich allerbeste Motive, keine Frage!
          Dagegen gehört allerdings tatsächlich Mut dazu, den staatlichen Narrativen zu widersprechen und gegen den Mainstream zu schwimmen, wie es die Kritiker der Corona Maßnahmen tun. Hier insbesondere hochkarätige Ärzte und Wissenschaftler wie Prof. Bhakdi oder Prof. Sönnichsen.
          Eine seriöse wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Impfkritikern findet nicht statt.
          Diejenigen, die dem offiziellen Narrativ widersprechen, haben dabei viel zu verlieren. Die Reputation ist dabei noch das Wenigste. Die Prof. Sönnichsen und Kekule wurden wegen der Kritik an der Politik entlassen.
          Prof. Bhakdi, führender Virenexperte in der Mikrobiologie, ein erfolgreicher viel zitierter Arzt und Wissenschaftler (s. Wikipedia) spricht von der Zerstörung des (von Gott gegebenen) Immunsystems durch genbasierte Impfstoffe. In einem Interview sagte er: „Es ist unsere Pflicht, die Menschen offensiv über die Gefahren aufzuklären, denen sie sich und ihre Lieben durch diese ‚Impfung‘ aussetzen.“„Vor allem die Impfung von Kindern ist so kriminell, dass mir die Worte fehlen, um mein Entsetzen auszudrücken!“
          Zu einer solchen krassen Aussage gehört wirklich Mut.
          Es gibt eine immer größere Zahl von Ärzten, die nicht mehr schweigen und ihre Verantwortung für den Patienten wahrnehmen, obwohl sie viel zu verlieren haben.
          https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20211214_OTS0171/immer-mehr-aerzte-sind-gegen-mrna-impfung-und-gegen-impfpflicht
          https://aerzte-stehen-auf.de/offener-brief/
          Diese Menschen handeln ehtisch vorbildlich und verdienen es, dass ihre Argumente gehört und bedacht werden.

  6. Eine Impfpflicht kriminalisiert die Menschen die einer Impfung kritisch gegenüberstehen, auch wenn Herr Lauterbach niemand ins Gefängnis bringen will – wer das Ordnungsgeld nicht zahlt, kann in Beugehaft genommen werden.
    H. Professor Lehr hat heute im ZDF erklärt, dass die aktuellen Impfungen (auch Booster) nicht vor der Omikron Variante schützen.
    Warum dann also eine Impfpflicht – das ist doch dann nur symbolisch.
    In den kommenden zwei Wochen werden wir sehen, dass auch die geimpften, zum Pandimiegeschehen ihren Beitrag leisten. Bleibt zu hoffen, dass geimpfte einen milderen Krankheitsverlauf haben und dass sich v.a. die Risikogruppen impfen lassen.

  7. Lieber Matze, ich stimme Dir zu, dass die kritischen Anfragen rund um Corona Ernst genommen werden müssen. Und ich denke, dass werden sie hier auch. Deshalb hat die Redaktion ja Informationen zu der Impfung in der Kommentarspalte geschrieben. Die Meinungsfreiheit ist ebenfalls gewährleistet, weil ja hier die Möglichkeit besteht seine Meinung, Sorgen und Ängste zu äußern. Meinungsfreiheit heißt aber auch, dass die Möglichkeit besteht, dass man sich andere Meinungen anhört und wenn jemand andere Informationen als die eigenen hat, man diese sich anhört und prüft. Es gibt ein recht auf eigene Meinungen, aber ein recht auf eigene Fakten ist problematisch. Unterschiedliche Meinungen bedeuten nicht, dass es zwingend zu einer Spaltung kommen muss. Manche Meinungen muss man stehen lassen. Aber wenn es um Gesundheit und das Wohl von einem selbst und anderen geht, ist es wichtig, dass ein Weg gefunden wird, dass besonders den Schwachen und Kranken geholfen wird. Und wenn die Impfung ein guter Weg ist, dann sollte möglichst viel getan werden, um viele zum Impfen zu bewegen. Im Straßenverkehr gibt es ebenfalls Reglen und Maßnahmen, an die man sich halten muss, auch wenn man anderer Meinung ist (Rechts vor Links, Gurtpflicht, Airbag). Nur so kann man Schaden, Verletzte und Tote verhindern. Diese Regeln und Maßnahmen sind wichtig und waren vielleicht auch nicht immer anerkannt. Doch im Laufe der Jahre haben sie geholfen, die Zahl der Verkehrstoten zu verringern. Natürlich hat das Thema Impfung auch viel mit Ängsten zu tun. Ich denke bei Ängsten helfen vernünftige Argumente und Fakten nur bedingt. Aber als Christen können wir doch in Bezug auf unsere Ängste Gott anvertrauen und das Gespräch mit anderen Christen suchen, die Ärzte sind oder sich bereits impfen lassen haben. Ich habe immer wieder den Eindruck, dass manche Christen Angst haben vor der Impfung und deshalb gerne Informationen und Fakten vorschieben, die sich meist als falsche oder halbwahre herausstellen oder sich Verse aus der Bibel herausnehmen, um Gründe gegen eine Impfung zu haben. Wäre es nicht ehrlicher zu sagen, ich habe Angst. Unser Sohn musste mal an der Lunge geröntgt werden. Er wusste, dass dazu Röntgenstrahlung notwendig ist und er wusste, dass Strahlung zu Krebs führen kann. Er hatte deshalb richtige Angst, dass er Krebs bekommt und sterben müsse. In seinem alter konnte er es nicht überblicken und die Angst war stärker. Alle Argumente halfen nicht, um ihn zu beruhigen. Meine Frau hat ihn in den Arm genommen, wir haben viel mit ihm geredet und ihm eine große Belohnung versprochen. Wir waren aber auch klar und deutlich, dass er sich röntgen lassen muss, wegen der Diagnose. Und er hat es dann tapfer über sich ergehen lassen.

  8. Ich stimme Andreas Jakobson völlig zu. Ich möchte auch kein Proband sein. Seit immer mehr geimpft werden, umso höher steigt die Zahl der Infektionen. Es ist eine Pandemie der Geimpften, denn die Ungeimpften (Gesunden ) dürfen nirgendwo teilnehmen. Es wäre besser, sich mit den Demonstranten an einen Tisch zu setzten und beide Meinungen zu diskutieren und das vor öffentlicher Kulisse. Wer wird da wohl die besten Beweise vorlegen ? Es gibt nicht nur Drosten, Lauterbach und RKI ! In der deutschen Geschichte war die CDU immer ein MItläufer, auch in der DDR. Das wird Gott niemals verzeihen.

  9. Ich erlaube mir mal, den französischen Präsidenten Macron zu zitieren (und ihm zuzustimmen):

    “Ungeimpfte gefährdeten das Leben und die Freiheit anderer. … Wenn einige aus ihrer Freiheit (…) ein Kriegsgeschrei machen, bringen sie nicht nur das Leben anderer in Gefahr, sondern schmälern auch deren Freiheit. Das kann ich nicht akzeptieren”, sagte Macron. “Wenn man Bürger sein will, muss man auch in seine Bürgerpflichten einwilligen.”

    Viel Spaß beim Aufregen.

    1. Nix mit „Aufregen“ ! ! ! Nobby, Sie hätten „das Zeug“ und die Chutspe, Franzörerischer Präsident zu werden ! Als Präsident muss man nämlich auch viele „Unverständige“, aber auch „Weise“ aushalten !
      „avotre sante „ ! ( oder wie das auf französerisch heißen tut ? !

    2. Unglaublich, was man hier verkürzt liest. Das, was Macron sagte, ist totalitäres Denken in Reinkultur. Ich zitiere mal die FAZ und die WELT:
      Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich entschlossen im Kampf gegen Corona-Impfverweigerer gezeigt. Er werde Ungeimpfte „bis zum bitteren Ende nerven“, indem er so weit wie möglich den „Zugang zu den Aktivitäten des sozialen Lebens“ für sie einschränken werde (…) „Ich habe große Lust, die Ungeimpften zu nerven“, fügte Macron hinzu. Deshalb werde seine Regierung dies auch weiterhin tun, „bis zum bitteren Ende“. „Ich werde sie nicht ins Gefängnis stecken, ich werde sie nicht zwangsimpfen“, sagte Macron über seine Strategie zum Umgang mit Impfverweigerern. Stattdessen müsse die Botschaft der Regierung an die Ungeimpften lauten: „Ab dem 15. Januar könnt ihr nicht mehr ins Restaurant gehen, ihr könnt keinen Rotwein mehr trinken, ihr könnt nicht mehr Kaffee trinken gehen, ihr könnt nicht mehr ins Theater gehen, ihr könnt nicht mehr ins Kino gehen…“
      Quelle: https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/corona-in-frankreich-beleidigt-macron-impfgegner-17716727.html
      Noch härter ging er mit den Impfgegnern ins Gericht. „Sie untergraben die Grundlagen der Nation. Wenn meine Freiheit die der anderen bedroht, dann werde ich unverantwortlich. Ein Unverantwortlicher ist kein Bürger mehr“, sagte Macron.
      Quelle: https://www.welt.de/politik/ausland/article236042802/Frankreich-Emmanuel-Macron-hat-grosse-Lust-die-Ungeimpften-zu-nerven.html

  10. Allen Christen, die glauben, sich nur auf die Hilfe Gottes verlassen zu müssen, ein persönliches Erlebnis:
    Als Brüder in Jesus hatten wir viele Jahre im Gebet und Zeugendienst zusammen gearbeitet. ER war dabei sehr aktiv. Ich habe die Impfungen angenommen, er war streng dagegen. Trotzdem konnten wir weiter miteinander arbeiten, ließen die Überzeugung des anderen stehen und haben in den letzen Monaten auch noch via Zoom miteinander und anderen gebetet. Trotz Impfung steckte ich mich mit Corona an, hatte aber einen schwachen Verlauf. Er steckte sich auch an und ist vor 3 Wochen auf der Corona-Intensivstation gestorben.

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