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Einfach erklärt: Kinderseiten in der Tageszeitung

Neben Politik, Sport und Lokalem gibt es in vielen Tageszeitungen mittlerweile eine Kinderseite. Nicht nur für Kids ein Gewinn, findet unsere Kolumnistin Sabine Langenbach.
Von Sabine Langenbach
Sabine Langenbach, Das find ich gut

Foto: Sabine Langenbach

Die Witze auf der Kinderseite mag Sabine Langenbach nicht. Dafür die kindgerechte Berichterstattung um so mehr.

Weiterblättern! Das war lange mein Impuls, wenn ich beim Zeitunglesen auf die Kinderseite gestoßen bin. Irgendwann habe ich doch mal geschaut, was den Kindern geboten wird. Zuerst entdeckte ich den obligatorischen „Witz des Tages“. Etwas in diese Richtung: „Ich lasse nachts das Licht brennen, wegen der Einbrecher“, sagt die Oma. „Das brauchst du nicht, Oma! Die haben Taschenlampen dabei!“ (Quelle: WAZ, 18.08.2022) Ob Kinder darüber lachen können? Dafür war der Rest der Seite alles andere als langweilig.

Seitdem blättere ich nicht einfach weiter. Die Themen auf den Kinderseiten sind breit gefächert. Die neuesten Kinder-Kinofilme werden vorgestellt, es gibt Reportagen über die unterschiedlichsten, auch exotischen, Tiere. Buch- und Medientipps, Sportnachrichten und Buntes aus aller Welt. Politische Entwicklungen werden kindgerecht aufgegriffen, wie zum Beispiel der Krieg in der Ukraine oder die sich anbahnende Energiekrise.


Das find ich gut – Kolumne und Podcast mit Sabine Langenbach
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#14 Einfach erklärt: Kinderseiten in der Tageszeitung
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Auch schwierige Worte werden erklärt. Unter einem Bericht über das Museum der bildenden Künste Leipzig, das Führungen für sehbehinderte und blinde Menschen anbietet, entdecke ich einen Infokasten, in dem „Inklusion“ erklärt wird:

„Ganz egal, wie unterschiedlich Menschen sind, niemand darf ausgeschlossen werden. Alle Menschen sind gleich viel wert und müssen gleich behandelt werden. (…) Das Wichtigste ist: Es soll keine Hürden geben, damit alle Menschen mitmachen können. (…)“
(Quelle: Allgemeiner Anzeiger 24.08.2022)

Da versteht doch jedes Kind, was Inklusion bedeutet. Und – das ist meine Kinderseiten-Entdeckung – mir als Erwachsener tut es auch gut, wenn ich komplexe Begriffe oder Zusammenhänge mal mit einfachen Worten beschrieben bekomme.

Kinderseiten in den Tageszeitungen sind sinnvoll. Kinder sind von Natur aus neugierig. Sie haben ein Recht darauf, dass ihr Wissensdurst gestillt wird. Die Zeiten von Sätzen wie: „Dafür bist du noch zu klein!“, sind hoffentlich vorbei.

Die Bundeszentrale für politische Bildung schreibt auf ihrer Homepage, dass Bildung Persönlichkeit entwickeln soll. Damit kann man nicht früh genug anfangen. Gott, der Schöpfer, hat in jedes Kind Gaben und Fähigkeiten hineingelegt, die entdeckt und entfaltet werden müssen. Dazu gehört, dass Kinder neugierig sind und ihre Fragen stellen dürfen – und dass sie ehrliche, kindgerechte Antworten erhalten.

Wenn meine Enkel in das Fragealter kommen, kann ich ihnen hoffentlich solche Antworten geben. Vermutlich wird das nicht immer einfach sein. Aber auf den Kinderseiten gibt es ja genügend Anregung und Hilfe.

Kinderseiten in Tageszeitungen. Ein Gewinn für Klein und Groß. Das find ich gut!

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2 Antworten

  1. Liebe Sabine, ich kann Dir nur Recht geben. Als ich noch im Urgeschichtlichen Museum gearbeitet habe boten wir immer gerne Kinderführungen an. Da waren dann oft Eltern und Verwandte dabei, die mir dann sagten endlich hätten sie dies oder das richtig verstanden, weil es kindgerecht verpackt war.
    Also ganz wichtig, liebe Grüße Gaby

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    1. Es ist vernünftig wenn in Zeitungen auch Kind gerechte Texte oder Bilder abgedruckt werden. Leider ist es seit Jahren so, daß die meisten Zeitungen zwar ein weltliches Wort für den Tag oder noch ein Horoskop abdrucken aber das tägliche Bibelwort ist zumindest seit dem Jahr der Bibel im Jahre 2003 aus den meisten Zeitungen entschwunden, was ich für Glauben , Kirche und christliches Leben allgemein, für sehr schädlich halte.

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