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Digital trauern am Ewigkeitssonntag

Am Ewigkeitssonntag gedenken Christen verstorbener Angehöriger – traditionell im lokalen Gottesdienst. In Pandemiezeiten gibt es dafür eine digitale Alternative der evangelischen Kirche.
Von Johannes Blöcher-Weil
Kerzen und Blumen sind Symbole des Trauerns
Kerzen und Blumen sind Symbole des Trauerns. Da dies analog gerade schwierig ist, gibt es am Ewigkeitssonntag eine Chat-Andacht auf www.trauernetz.de

Auch in diesem Jahr ist es vielen Angehörigen nur schwer möglich, in Präsenz-Gottesdiensten um Verstorbene zu trauern. Eine Option für sie könnte die Chatandacht auf www.trauernetz.de sein, die am Ewigkeitssonntag um 18 Uhr angeboten wird. Sie soll das gottesdienstliche Angebot der lokalen Kirchengemeinden unter den aktuellen Bedingungen unterstützen und ergänzen.

„Trauernde, die aktuell nicht an einem Gemeindegottesdienst teilnehmen können oder möchten, haben so eine Möglichkeit des Gedenkens“, heißt es in einer Pressemitteilung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands. Im Chat kann auch schon länger verstorbener Menschen gedacht werden, zusätzlich können auf der Partner-Website gedenkenswert.de öffentliche oder private Gedenkseiten angelegt werden, versehen mit einem persönlichen Wort oder einer virtuellen Kerze.

Interessierte können ab sofort die Namen von Verstorbenen in ein digitales Trauerbuch eintragen. Die Funktion ist auf der Startseite von trauernetz.de bis zum 19. November um 13 Uhr geschaltet. Während der Online-Andacht werden diese Namen im Video eingeblendet und über den Chat ins Gebet einbezogen. Zum zweiten Mal ergänzt in diesem Jahr ein Video den Chat, für den keine weitere Anmeldung nötig ist.

In der Pandemie sind digitale Räume des Trauerns entstanden

„Die Corona-Pandemie hat nicht nur die Digitalisierung kirchlicher Angebote beschleunigt, sondern auch unsere Trauerkultur verändert. Neben klassischen Orten wie Kirchen und Friedhöfen sind neue digitale Räume des Trauerns entstanden. Das ist gerade in der jetzigen Situation wichtig“, sagt Pfarrer Ralf Peter Reimann, der die Online-Andacht gemeinsam mit seiner Kollegin, Pfarrerin Maike Roeber, halten wird. „Trauer-Tweets, Blog-Nachrufe, virtuelle Trauerkerzen, Profilfoto-Veränderungen eröffnen neue Wege des Erinnerns und Gedenkens. Auch im gemeinsamen Feiern einer Online-Andacht lässt sich Trauer teilen – und dazu laden wir herzlich ein“, ergänzt Roeber. 

Trauernetz.de ist eine Kooperation der Evangelischen Landeskirche in Baden, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau, der Evangelischen Kirche im Rheinland sowie der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands.
 
Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) ist ein Zusammenschluss von sieben Landeskirchen mit insgesamt rund 8,2 Millionen Mitgliedern. Leitender Bischof ist Landesbischof Ralf Meister (Hannover), stellvertretende Leitende Bischöfin ist Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt (Schwerin).

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