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Diakonie-Präsident fordert Reform des Theologiestudiums

Das Theologiestudium müsse Fähigkeiten zur Führungskompetenz und Management vermitteln, fordert Diakonie-Präsident Lilie. Das sei wichtig für evangelischen „Spirit“ an der Spitze von diakonischen Werken.
Diakonie-Präsident Ulrich Lilie plädiert für eine Beratungslösung vor einer Entscheidung über einen assistierten Suizid

Foto: Diakonie/Thomas Meyer

Diakonie-Präsident Lilie wünscht sich mehr Theologen an der Spitze von diakonischen Unternehmen

Der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie, fordert eine Reform des Theologiestudiums in Deutschland. Für den Einsatz in diakonisch geführten Unternehmen kämen Theologen nicht mehr ohne Kenntnisse von Führung, Management und Kommunikationsfähigkeit aus, schreibt Lilie in einem Gastbeitrag für die in Weimar erscheinende mitteldeutsche Kirchenzeitung „Glaube+Heimat“ (Ausgabe 22. Januar). Der klassische Fächerkanon im Theologiestudium bilde das nicht ab.

Umgekehrt biete nur eine theologische Leitung in einem diakonischen Unternehmen Gewähr dafür, „dass sich Diakonie unterscheide von den Angeboten anderer Wohlfahrtsverbände oder privater Unternehmen in der Sozialbranche“. Nur so sei die Diakonie als sozialer Dienst der evangelischen Kirche erkennbar. Sie fuße auf dem christlichen Menschenbild und dem Auftrag Jesu Christi, machte der Theologe deutlich.

Diesen evangelischen „Spirit“ müsse die Unternehmensspitze verkörpern. Für notwendig hält der Diakonie-Chef ein Zusammenspiel der Kompetenzen: Theologie, kaufmännische und rechtliche Leitung müssten ebenso vorhanden sein wie fachliche Kompetenz, etwa in den Bereichen Medizin, Pflege oder soziale Arbeit.

Lilie plädiert deshalb für eine grundlegende Reform des Theologiestudiums, die auch diakonische Leitungskompetenz mit in den Blick nehme. „Dies wäre mittelbar auch ein Beitrag für die Zukunftsfähigkeit der Kirche“, so der Diakonie-Präsident.

epd
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